40 Jahre Richard Brink

Vom Zwei-Mann-Betrieb zum 80-Mitarbeiter-Unternehmen

2016 entsteht ein neuer Hallenkomplex mit über 2400 m² Fläche.

Schloß Holte-Stukenbrock (ABZ). – In Deutschland wird die Gurtpflicht eingeführt, Steve Jobs und Steve Wozniak gründen die Firma "Apple" und die Band ABBA beherrscht mit "Dancing Queen" die Tanzflächen der Diskos – die Zeitreise ins Jahr 1976 macht schnell klar: Es bewegt sich was. Es ist auch das Jahr, in dem sich Richard Brink und seine Frau Annegret entschließen, in der Garage eine Bauschlosserei zu betreiben.

"Unsere Eltern haben festgestellt, dass Freunde und Verwandte Bedarf an Produkten wie Schmiedeeisen hatten, sie aber in den gängigen Geschäften nicht bekamen", erinnern sich die Geschäftsführer Matthias, Sebastian und Stefan Brink an die Erzählungen ihres Vaters. Neben kunstgewerblichen Produkten waren bauhandwerkliche wie z. B. Schornsteinabdeckungen die ersten Waren, die über die Ladentheke gingen. Das Besondere: Während andere Unternehmen Standard-Anfertigungen für die breite Masse produzierten, stellte Richard Brink direkt Maßanfertigungen her – der übliche Weg eines Produktes ist in den meisten Fällen genau umgekehrt. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal war der Grundstein für das heutige Unternehmen, die Richard Brink GmbH & Co. KG, gelegt. In diesem Jahr feiert die Firma ihr 40-jähriges Bestehen.

Dachdecker und Zimmerleute waren die ersten Berufsgruppen, die Richard Brink belieferte – 40 Jahre später gehören auch Garten- und Landschaftsbauer, Fliesenleger, Tiefbauer, Gas-/Wasserinstallateure und viele weitere zum Kundenstamm. 1987 erfolgte der Umzug in eine angemietete Gewerbehalle, die ersten Mitarbeiter wurden eingestellt – das Geschäft war längst nicht mehr von nur zwei Leuten zu führen.

Die Brüder Sebastian, Matthias und Stefan Brink (v. l.) leiten heute die Richard Brink GmbH & Co. KG.

Mit dem Wachstum des Kunden- und Mitarbeiterstamms wurde auch die Produktpalette immer umfangreicher. Kantteile, Kiesfangleisten, Dränagerinnen und Gullys standen jetzt ebenfalls im Katalog und sorgten für die erste größere Baumaßnahme: In den 1990er-Jahren kamen weitere Produktions- und Lagerhallen hinzu, 2013 baute das Unternehmen eine Halle mit einer Produktionsfläche von rund 2000 m² an, im Jubiläumsjahr entsteht ein weiterer Hallenkomplex mit über 2400 m². "So ist gewährleistet, dass die Standardprodukte als Lagerware vorrätig sind und innerhalb eines Tages den Weg zum Kunden antreten können", erklärt Matthias Brink.

Um die Verwaltung zukünftig an einem Ort zu bündeln, planen die Brü-der auf dem Firmenareal einen fünf-geschossigen Kubus für Büros. Der gläserne Turm wird nach Fertigstellungvoraussichtlich das höchste Gebäude der Stadt sein.

2016 hat die Richard Brink GmbH & Co. KG einen weiteren Werkstoff in ihr Portfolio aufgenommen: Im Bereich der Schwerlastentwässerung kommt jetzt die Betonrinne Fortis zum Einsatz. Sie ist im Vergleich zu Betonrinnen anderer Hersteller deutlich leichter, sodass sich Lagerung, Transport und Einbau vereinfachen. Das Schwesterunternehmen Brink Systembau hat sich auf Messe- und Ausstellungsbau spezialisiert. Hierzu gehören auch die auf Maß gefertigten, ganzflächig LED-hinterleuchteten Großplakate, die das Produktportfolio des Unternehmens erweitern. Die Plakate ebenso wie der gesamte Messebau wurden aufgrund des Eigenbedarfs der Firma Richard Brink entwickelt: "Wir sind regelmäßig auf Messen unterwegs", sagt Sebastian Brink, "da brauchten wir einen Eye-Catcher, mit dem unsere Produkte schon von Weitem die Aufmerksamkeit auf sich lenken." Das LED-Plakat lässt sich dank der individuellen Maßanfertigung in unterschiedlichen Größen an Geschäftsräume oder Entrees anpassen und findet auch im privaten Bereich seine Abnehmer.

Auch 40 Jahre nach der Gründung des Unternehmens ist die Aufbruchsstimmung immer noch deutlich zu spüren. Neue Gebäude, neue Produkte und die Expansion in neue Bereiche der Baubranche prägen die geschäftlichen Tätigkeiten der Richard Brink GmbH & Co. KG. Die Firmenphilosophie "Wir verkaufen nichts, was wir nicht auch selber kaufen würden" hat an ihrer Aussagekraft nichts eingebüßt.

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