Auf die Schippe genommen

Generation Y

Kaum ein Thema beschäftigt die Arbeitgeberwelt aktuell so sehr wie die sogenannte Generation Y. Gut ausgebildete junge Menschen, die plötzlich ihren Wert als Arbeitnehmer entdecken undvor dem Hintergrund des Fachkräftemangels auf einmal Ansprüche stellen. Im schlimmsten Fall entpuppt sich so ein Vertreter der Generation Y als echter Experte in einem Fachgebiet, das zu Zeiten, in denen der Chef einst den beschwerlichen Karrieremarsch antrat, noch gar nicht existierte. Da fordern junge Ingenieure, IT-Fachkräfte oder was da sonst noch so an mitarbeitertechnischem Diamantstaub existiert (oder eben nicht) plötzlich Dienstwagen, Home-Office oder – wie unverschämt – eine Work-Life-Balance (hä?), statt erst einmal demütig den Hof zu kehren und Kaffee anzusetzen. Ach, wie schön war das noch mit der Generation Praktikum. Könnte man doch Germanisten nur ans Reißbrett setzen... Wo das alles hinführt, wenn die Mitarbeiter sich erst einmal an ein Privatleben gewöhnen, konnte jüngst in Neapel beobachtet werden. In einer örtlichen Klinik hatten sich rund 100 Mitarbeiter dort ein besonders cleveres System ausgedacht, um die Balance mehr in Richtung Life und weniger in Richtung Work zu kippen. ProMitarbeiter, der tatsächlich auf der Arbeit erschien, wurden im Schnitt rund 20 Stechkarten durchgezogen, deren Besitzer sich am entsprechenden Tag für das Home-Office entschieden hatten. Auf fünf physisch anwesende Kollegen kamen damit 100 theoretisch anwesende. Erst nach Jahren flog der Schwindel schließlich auf. Offen bleibt die Frage, was in all der Zeit mit der ganzen Arbeit geschah, die diesen 100 Arbeitenden eigentlich zugedacht war. In jedem Fall, liebe Arbeitgeber, zeigt doch dieses Beispiel: Es könnte alles so viel schlimmer sein. rb

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