Aufbauende Bilanz

Frankreich auf der bauma 2016

München (ABZ). - Von Ausrüstungen für die Betonbearbeitung über Sicherheitssysteme bis hin zu Klimatisierungslösungen: 28 Unternehmen aus Frankreich präsentieren ihre neuen Technologien und ihr Know-how vom 11. bis 17. April 2016 in München.

Nach Angaben des französischen Bauverbands Fédération Nationale des Travaux Publics zählte die Bauindustrie im Jahr 2014 7.804 Unternehmen mit 258.856 Beschäftigten. Diese erwirtschafteten 42,5 Mrd. Euro Umsatz in Frankreich und 24,6 Mrd. Euro im Exportgeschäft. Frankreichs wichtigste Absatzländer für Produktionsmittel für die Bauindustrie sind Deutschland, die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Kanada und Belgien.

Trotz des vom französischen Bauverband Fédération Nationale des Travaux Publics (FNTP) und der Französischen Bauföderation Fédération française du Bâtiment (FFB) für 2015 bestätigten Auftragsrückgangs in der Bauindustrie um 8 % und des damit verbundenen Personalabbaus konnte die französische Bauindustrie Ende 2015 bereits wieder einen ersten leichten Aufwärtstrend verzeichnen. Ende 2015 ist mit dem Anstieg der Zeitarbeitskräfte (+ 16.400 Beschäftigte nach Angaben des FNTP) schließlich ein positives Signal zu erkennen. Nach Angaben des französischen Bauverbands FNTP bleibt nur die Sparte des Eisenbahnbaus vom Rückgang der Aktivitäten des letzten Jahres unberührt. Dies ist auf die Ausbauprojekte der Hochgeschwindigkeitstrassen (Tours-Bordeaux und Le Mans-Rennes), die Umfahrung von Montpellier (nahezu fertiggestellt) und das aktuelle Programm zur Sanierung des französischen Schienennetzes zurückzuführen. Für den französischen Baumaterialmarkt wird dieses Jahr nun ein Anstieg der Investitionen im Tiefbaubereich um ein Prozent erwartet. Die Einkäufe in dieser Branche werden sich im Wesentlichen auf Bagger oder Verdichter konzentrieren. Auch die Verleihunternehmen werden 2016 wieder verstärkt Material einkaufen (in erster Linie Bagger, Mini-Bagger oder Verdichter) mit einer voraussichtlichen Investitionsrate von etwa 1,5 %. (Quelle: französische Baugewerkschaft CISMA Dezember 2015).

Für 2016 erwartet der FNTP jedoch einen spürbaren Aufwärtstrend aufgrund des im Sommer 2015 von Autobahnbetreibern und französischer Staatsregierung verabschiedeten Autobahn-Konjunkturprogramms, zu dem die Ausschreibungen nun beginnen, aber auch durch die Baustellen im Rahmen der Strukturreform des Ballungsraums „Grand Paris“ (Verlängerung der Metro-Linie 14 und Bau der Linie 15). (Quelle: FNTP).

Unter der Schirmherrschaft von Business France, der französischen Agentur für internationale Unternehmensentwicklung, präsentieren 28 französische Unternehmen ihre Technologien und ihr Know-how. Die Bandbreite der Produkte und Dienstleistungen ist groß: Baumaterial und -leistungen, einschließlich Ausrüstungen für die Betonbearbeitung und Baustellenausrüstungen (Leuchtballons, Tiefenkontrollsysteme, hydraulische Heber, Gerüste, Baucontainer). Baumaschinen und -fahrzeuge werden ebenso vorgestellt, wie Klimatisierungs- oder Heizungslösungen, Sicherheitssysteme oder Fahrunterstützungssysteme für Baumaschinen. Erfreulicherweise kündigt auch der Tiefbaubereich zum ersten Mal seit 2009 einen steigenden Investitionstrend an.

Das im Dreijahresrhythmus stattfindende Event in München ist eine zentrale Veranstaltung für Fachleute aus der Bau- und Bergbauindustrie. Die französischen Unternehmen stellen auf verschiedenen Gemeinschaftsständen aus: auf einer Gesamtfläche von 390 m² in den Hallen A3 und C3 und auf einer Fläche von 650 m² im Bereich des Freigeländes Süd. Im Mittelpunkt der Produktpräsentation steht die Qualitätsverbesserung auf dem französischen Baumaterialmarkt.

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