Bauaussichten 2016

Selbstbewusst in die Zukunft

Von Ralf DEITENBERG, Geschäftsführer Altrad plettac assco, Plettenberg

Es ist viel passiert in 2015: Griechische Schulden zwangen zu wochenlangen Verhandlungen, eine riesige, nicht enden wollende Flüchtlingswelle stellt ganz Europa vor neue, große Herausforderungen, Terroranschläge im Herzen des Kontinentes, der Abgasskandal bei VW.

Diesen ganzen äußeren Einflüssen trotzte die deutsche Wirtschaft. Auch in diesem Jahr konnte ein Wirtschaftswachstum realisiert werden, welches in Europa zu den führenden gehörte. Auch die Bauwirtschaft profitierte von einer steigenden Nachfrage, insbesondere im Wohnungsbau. Von dieser positiven Entwicklung profitiert auch unsere Branche, der Gerüstbau. Allerdings: Das weiterhin gute Klima schlägt sich nur unzureichend auf die Preisentwicklung am Markt nieder. Vielmehr versuchen insbesondere die großen Auftraggeber die Preise für Gerüstbau durch trickreiche Ausschreibungsgestaltung weiter zu senken. So gelang es einem Energieversorger, die Vorhaltungskosten für die Gerüstnutzung gänzlich aus seinem Dienstleistungsvertrag zu streichen. Hier muss die Branche Selbstvertrauen beweisen: Ohne den Gerüstbau geht es nicht, die alten Klischees gehören der Vergangenheit an. Der Gerüstbau braucht sich nicht zu verstecken: Die Investitionen der vergangenen Jahre in Sachen Ausbildung, Qualifizierung, Material und Technik müssen auch nach außen hin und dort insbesondere gegenüber den Auftraggebern auch vertreten werden. Aber auch auf Seiten der Hersteller und Händler gibt es Unternehmen, die durch Preisdumping auffallen. Billiger geht immer, allerdings nur zu Lasten der Qualität und Sicherheit. Dies leuchtet vielen Gerüstbaubetrieben ein, die den mittel- und langfristigen Erfolg vor dem kurzfristigen Profit aus "billigem Einkauf" stellen. Aber auch hier gilt sinngemäß das gleiche, was auch für Gerüstbaubetriebe gilt: Jeder verkauft sich so, wie er seine Leistung bzw. Produkte einschätzt. Wir, die Altrad plettac assco GmbH, setzen weiterhin insbesondere auf Qualität. Die Sicherheit und die Werthaltigkeit der von uns produzierten Produkte stehen für uns an oberster Stelle. Hiervon profitieren vor allem unsere Kunden. Gemeinsam konnten wir auch deshalb das Jahr 2015 so erfolgreich gestalten.

Der Umsatz konnte im abgelaufenen Jahr um rd. 5 % gegenüber dem bereits sehr guten Vorjahr gesteigert werden. Wir konnten zwei weitere Ingenieure für unseren technischen Bereich gewinnen; unsere Investitionen in Mensch und Maschine in unserer Produktionsstätte in Großräschen machten es möglich, noch schneller und flexibler auf die Kundenwünsche zu reagieren. Auch der Ausblick auf das Jahr 2016 stimmt optimistisch. So geht das Herbstgutachten 2015 (Gemeinschaftsdiagnose) der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute von einer Steigerung der realen Bauinvestitionen in 2016 von 2,1 % gegenüber 2015 aus. Von diesem Trend wird auch der Gerüstbau profitieren. Zusätzlich Aufgaben durch den Flüchtlingszustrom kommen hinzu: So wurden bereits im abgelaufenen Jahr etliche Flucht- und Ersatztreppen zusammen mit unseren Kunden geplant und realisiert. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Unsere Türme, die den Anforderungen der DIN 18065 entsprechen, bieten dem Anwender höchste Sicherheit bei großer Flexibilität und dies alles noch zu einem günstigen Preis. Wir sehen uns für die Herausforderungen des kommenden Jahres gerüstet. Weitere Investitionen in unseren Fertigungsstandort in Großräschen werden im Winter umgesetzt. Auch wirft die bauma 2016 bereits ihren Schatten voraus; bei dem für uns wichtigsten Branchentreff werden wir auch dieses mal mit vielen Neuheiten glänzen. Wir freuen uns schon heute auf die vielen Fachbesucher aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Mit Selbstvertrauen ins Jahr 2016. Die Voraussetzungen am Markt sind sehr gut. Packen wir es an, gemeinsam können die Herausforderungen gemeistert werden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 01/2016.

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