bauma 2016

Neue Antriebsideen für Radlader

München (ABZ). - Emissionsarm, kraftstoffsparend und energieeffizient: Eigenschaften, die für die Bau- und Baumaschinenindustrie immer wichtiger werden. Aber wie weit sind hier die Unternehmen? Wie haben sie Maschinen weiterentwickelt und was können diese Maschinen dann noch? Weniger? Mehr? Antworten wird die bauma liefern, wie die Veranstalter versprechen. 

Seit Einführung der Abgasemissionsrichtlinie im Jahr 1999 hat die Baumaschinenindustrie die Emissionen ihrer Produkte drastisch gesenkt. Nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) konnten beispielsweise die Stickoxide und Dieselpartikel um mehr als 95 % reduziert werden. Joachim Schmid, Geschäftsführer des Fachverbands Bau- und Baustoffmaschinen im VDMA, beschreibt den Status quo: "Im Sinne einer optimierten Energiebilanz und eines bestmöglichen Arbeitsergebnisses entscheiden Baumaschinen heute selbst, ob es für den jeweiligen Arbeitsgang ökonomischer ist, die Kraft mechanisch oder hydraulisch auf die Räder zu übertragen. Antriebe liefern nur so viel Kraft wie nötig, Energie wird gespeichert und bei Bedarf abgegeben. Und der Eco-Mode gehört bei vielen Maschinentypen schon seit Jahren zum Standard."

Trotz des bereits Erreichten sind immer noch weitere Verbesserungen im Antrieb von Baumaschinen möglich - speziell wenn Hersteller und Zulieferer ihre Expertisen vereinigen. So geschehen im Verbundprojekt TEAM (Entwicklung von Technologien für energiesparende Antriebe mobiler Arbeitsmaschinen), das im Frühjahr dieses Jahres unter anderem mit der Präsentation des "Grünen Radladers" endete. Drei Jahre lang arbeiteten 18 Maschinenhersteller und Zulieferfirmen – unter anderem Firmen wie Caterpillar, Danfoss, Deutz, Hydac, Liebherr oder auch Rexroth Bosch –, fünf Hochschulinstitute und der VDMA an einer innovativen Betriebsstrategie zur Verknüpfung der Antriebsteilsysteme. Heraus kam als Technologiedemonstrator ein Radlader, der einen optimierten Dieselmotor, ein Leistungsverzweigungsgetriebe, eine verdrängergesteuerte Arbeitshydraulik und ein hydrostatisches Hybridsystem zu einem neuen Antriebsstrang vereint. Gegenüber einer aktuellen Serienmaschine spart die Neuentwicklung im praktischen Einsatz mehr als 10 % Kraftstoff ein, heißt es von Unternehmensseite. Zur bauma werden im Rahmen der Initiative Forschung live in der Halle B0 weitere Informationen und Details zu dieser Entwicklung präsentiert werden.

Speziell leistungsverzweigte Getriebe sind für Radlader im Kommen. Prof. Dr. Marcus Geimer weiß, „dass sich diese Getriebe in einem weiten Betriebsbereich durch einen besseren Wirkungsgrad im Vergleich zu hydrostatischen Getrieben oder lastschaltbaren Wandlergetrieben auszeichnen.“ Der Inhaber des Lehrstuhls für Mobile Arbeitsmaschinen am Karlsruher Institut für Technologie berichtet, dass entsprechende Prototypen und Getriebemuster bereits auf diversen Fachtagungen vorgestellt wurden. „Jetzt bin ich gespannt“, so Geimer weiter, „welche Hersteller diese Komponenten auf der bauma 2016 in ihren Serienmaschinen zeigen werden.“

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