Erinnerung an zwei Diktaturen

Flüssigabdichtung für Schriftzug am "Haus des Terrors" verwendet

Die Gedenkstätte "Haus des Terrors" wurde mit Kemperol abgedichtet. Für die kleinteile Geometrie der Dachfläche war die Flüssigabdichtung ideal.

Budapest/Ungarn (ABZ). – Die Lage des Gebäudes könnte besser nicht sein, seine Geschichte jedoch, ist keine gute. Mitten in Budapest hat die Erinnerung an das Grauen einen prominenten Ort besetzt. An der Andrássy út 60, der weltberühmten Prachtstraße der ungarischen Hauptstadt, liegt das Terror Háza, das "Haus des Terrors". Der Name wird dem 1880 erbauten prachtvollen Neorenaissancebauwerk nicht gerecht. Er ist der Funktion des Gebäudes geschuldet. Das ursprünglich für einen jüdischen Besitzer erbaute Haus diente von 1937 bis zum Volksaufstand 1956 als (Folter-) Gefängnis, bevor es zum Zentrum des kommunistischen Jugendverbands wurde. Seit Februar 2002 existiert das Bauwerk als Gedenkstätte für die Opfer von zwei aufeinander folgenden Diktaturen. Das Terror Háza zeigt eine Dauerausstellung, die die Herrschaft der Pfeilkreuzler, der bis 1945 regierenden faschistischen Partei Ungarns, und das Regime des stalinistischen Sozialismus nach 1945 in Ungarn gegenüberstellt.

Im auskragenden Dach des Eckhauses ist der Schriftzug "Terror" auf beiden Straßenseiten markant sichtbar ausgestanzt. Am Schnittpunkt prankt ein Pfeilkreuz in gleicher Größe neben dem roten Stern. Dieser Dachbereich wurde im Sommer des vergangenen Jahres mit der Flüssigabdichtung Kemperol neu abgedichtet, da im Anschlussbereich zur Wand Feuchtigkeitsschäden aufgetreten waren. Die vorhandene, bituminöse Abdichtung hatte ihre Funktionsfähigkeit eingebüßt und das Wasser auch die Schriftzüge in Mitleidenschaft gezogen. Der Auftraggeber wünschte eine langzeitsichere Abdichtung, die ihre Funktionsfähigkeit bereits in der Praxis unter Beweis gestellt hatte. Enterol, ein langjähriger und erfahrener Kemperol-Verarbeiter, empfahl die Flüssigabdichtung aus Deutschland.

In 20 m Höhe arbeiteten die Abdichter durchgängig mit alpiner Seiltechnik.

Aus Kostengründen sollte die alte Dachhaut nicht entfernt werden. Kein Problem für Kemperol, es haftet auch auf einer verwitterten Bitumenbahn. Die einzige Bedingung: Der Untergrund muss sauber, trocken und frei von haftmindernden Stoffen sein. Die Abdichtungsarbeiten selbst stellten für die Enterol-Verarbeiter eine Herausforderung dar, da sie in 20 m Höhe ausgeführt werden müssen. Gesichert wurden sie deshalb mit alpiner Seiltechnik. Installierte Fangnetze und Planen sorgten dafür, dass die durchbrochenen Oberflächen nach unten zur Straße sicher und großflächig geschützt waren. Für die kleinteilige Geometrie der Dachfläche sei die Flüssigabdichtung ideal gewesen, so das Unternehmen. Kemperol verbinde sich während der Aushärtungsphase vollflächig mit dem Untergrund und bilde eine homogene, naht- und fugenlose Oberfläche.

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