Gesamtpaket überzeugte

Kanalsanierungsarbeiten erfolgreich durchgeführt

Sendenhorst (ABZ). - Die Stadt Sendenhorst hat 2015 umfassende Sanierungsarbeiten an der Kanalisation verschiedener Straßenzüge im Norden der südöstlich von Münster gelegenen Kleinstadt vorgenommen.

Unter anderem wurden rund 600 m SW/RW-Kanäle und ca. 60 Hausanschlussleitungen in der Gerhart-Hauptmann-Straße, Kopernikusstraße und Nienkampstraße erneuert, zuvor wurden bereits die Leitungen unter der Kantstraße, der Eichendorffstraße und der Straße Böckingwiese erneuert.

Notwendig geworden waren die Maßnahmen insbesondere aufgrund der hydraulischen Überlastungen der Kanäle sowie altersbedingter Schäden, von denen auch viele der Hausanschlussleitungen betroffen waren. Mit der Umsetzung der Maßnahme beauftragte die Stadt Sendenhorst, Eigenbetriebe Wasser- und Abwasserwerk und der Dienstbereich Bauwesen, die Altefrohne Tiefbau GmbH & Co. KG aus Warendorf. Für die Planung zeichnete das in Sendenhorst ansässige Planungsbüro Gnegel GmbH verantwortlich. Auf der Baustelle zum Einsatz gelangte eine Vielzahl von Produkten der Funke Kunststoffe GmbH. Neben Rohren und Formteilen aus den Connex- und HS-Kanalrohrsystemen sowie dem Funke Sanierungsstutzen und der VPC-Rohrkupplung wurden vor Ort auch zwei Exemplare des 2015 in den Markt eingeführten neuartigen 1000er-Schachtes eingebaut.

Der Startschuss für die Bauarbeiten in den Straßenzügen im März 2015 war für die Anwohner keine Überraschung. "Wir legen großen Wert auf das gute Miteinander von Bürgern und Stadtverwaltung", betont André Leson, Leiter der Eigenbetriebe der Stadt Sendenhorst, "deshalb haben wir die Anwohner frühzeitig über unsere Pläne informiert und sie in die Planung der Maßnahme eingebunden. Das ist gut angekommen." Mit dieser Art der vorausschauenden Informationspolitik, die man bereits seit 2009 sehr erfolgreich praktiziere, habe man auch diesmal wieder gute Erfahrungen gesammelt. Jeweils donnerstagnachmittags habe eine Baubesprechung vor Ort stattgefunden, im Anschluss daran seien die Beteiligten für die Anwohner ansprechbar gewesen.

"Viele Anwohner haben sich dazu entschlossen, im Zuge der Maßnahme auch gleich ihre Hausanschlüsse zu erneuern", so Leson über eines der Ergebnisse des gemeinsam abgestimmten Vorgehens. Entsprechend der Satzung verlegt die Stadt bis zur Grundstücksgrenze neu, ab da stehen dann die Hausbesitzer in der Pflicht.

Erforderlich geworden war die Erneuerung der Abwasserkanalisation, weil die bestehende Infrastruktur infolge des Anschlusses zahlreicher neuer Haushalte ans bestehende Netz den hydraulischen Anforderungen nicht mehr gewachsen war. Gerade bei Starkregenereignissen machte sich die unzureichende Kapazität des Sammlers bemerkbar. Zudem waren Rohre aus Beton und Steinzeug mit den Jahren schadhaft geworden und wiesen die für die Nutzungsdauer typischen Schäden auf, auch zahlreiche Hausanschlussleitungen waren defekt. Mit Blick auf die Entlastung des nachfolgenden Netzes wurde entschieden, das bestehende Mischsystem im Zuge der Baumaßnahme durch das Trennsystem abzulösen.

Die für die Umsetzung des Bauvorhabens verwendeten Produkte der Funke Kunststoffe GmbH aus Hamm waren für die Stadt Sendenhorst keine Unbekannten. Vielmehr hatte die Stadt bereits im Rahmen zahlreicher vorangegangener Tiefbaumaßnahmen Gelegenheit dazu gehabt, Erfahrungen mit dem breitgefächerten Portfolio des Anbieters zu sammeln und sich von der Qualität der Produkte zu überzeugen – sowohl bei der Neuverlegung in Erschließungsgebieten als auch beim Neubau von Sammlern hatten die Eigenbetriebe sowie die ausführenden Unternehmen in der Vergangenheit bereits Funke-Produkte eingesetzt. Leson: "Der verwendete Werkstoff PVC-U erfüllt unseren Anspruch auf Langlebigkeit, der in der von uns festgelegten Abschreibungszeit von 70 Jahren zum Ausdruck kommt". Neben den hervorragenden Produkteigenschaften hat aber vor allem der Systemcharakter der Funke-Kanalrohrsysteme überzeugt. Mit dem auch in Sendenhorst verwendeten HS-Kanalrohrsystem etwa stellt Funke dem Anwender ein komplettes System vom Hausanschluss bis zum Sammler zur Verfügung, das neben Rohren und Formteilen spezielle Bauteile wie einen sohlengleichen Anschluss, eine Reinigungsöffnung und Bögen umfasst. Auch das vor Ort eingesetzte Connex-Kanalrohrsystem ist mit einem kompletten Formteilprogramm ausgestattet; das für Einbautiefen zwischen 0,8 und 6 m entwickelte System bietet Auftraggebern und Tiefbauunternehmen eine echte Alternative zu anderen im Abwasserbereich verwendeten Rohrwerkstoffen.

So breitgefächert das Produktprogramm des Herstellers ist, so offen ist man in der Hammer Ideenschmiede für die Kombination unterschiedlicher Werkstoffe. Eines der jüngsten Ergebnisse aus der Entwicklungsabteilung ist der 1000er-Schacht, den Funke 2015 erstmals vorgestellt hat, und der die positiven Eigenschaften der Werkstoffe Beton und Kunststoff in idealer Weise miteinander vereint. Leson und das Büro Gnegel haben die Entwicklung des Bauteils bei Funke wie auch die Vorstellung des Prototyps kritisch verfolgt und waren sich der Alternativen aus anderen Werkstoffen selbstverständlich bewusst. Trotzdem, so Leson, habe man sich dazu entschlossen, das neue Produkt im praktischen Einsatz zu testen, zumal der 1000er-Schacht den Funke-Systemgedanken sinnvoll fortsetze. "Für uns ist das durchaus auch eine Art Pilotprojekt", so der Betriebsleiter. Im Rahmen der Baumaßnahme an der Gerhart-Hauptmann-Straße wurden gleich zwei der neuen Schächte in Kreuzungsbereichen eingebaut.

Konus und Schachtunterteil bestehen aus mit PU ausgekleidetem Beton, der dem für Nennweiten DN/OD 160 – 500 lieferbaren Bauteil die erforderliche Auftriebssicherheit verleiht und sich zudem günstig auf die Lebensdauer auswirkt. Auch die gewellte Außenseite des Steigrohrs wirkt, fachgerechte Verdichtung vorausgesetzt, dem Auftrieb entgegen. Die Lastabtragung erfolgt nicht über das aus PVC-U gefertigte Steigrohr, sondern direkt über den Konus ins umliegende Erdreich. Stefan Alsmann, Bauleiter Altefrohne Tiefbau, lobt die sinnvolle Ausstattung des 1000er-Schachtes, welche auch das Setzen des Schachtes einfach macht: "Werkseitig integrierte Seilschlaufen haben uns die Montage von Konus und Unterteil erleichtert, praktisch fanden wir auch den für die lotgerechte Montage des Steigrohrs angebrachten Umreifungshebegurt", so Alsmann. Vor dem Setzen des Konus wurde die Auflagerfläche zunächst mit einer Abziehhilfe für die Höhenanpassung des Konusauflagers vorbereitet, die als Sonderausstattung vom Hersteller bezogen werden kann. "Die Aussparung der Abziehhilfe wird einfach auf den Schachtring aufgesetzt, im Anschluss wird die Abziehhilfe kreisförmig um den Ring herumgezogen, um so eine plane Auflagerfläche für den Konus zu schaffen", erläutert Altefrohne-Polier Jürgen Evermann das Vorgehen. Laut Funke-Fachberater Ralf Erpenbeck wird die Abziehhilfe in Kürze noch eine Verbesserung erfahren: "Auf vielfachen Kundenwunsch werden wir die Abziehhilfe zukünftig auch in einer Version mit Libelle anbieten."

Mit der Funke VPC-Rohrkupplung konnte ein weiteres Bauteil bei den Sanierungsarbeiten in Sendenhorst punkten. Mit der Rohrkupplung lassen sich Rohre der gleichen Nennweite aus unterschiedlichen Werkstoffen optimal und sicher miteinander verbinden, und das trotz der bauartbedingten unterschiedlichen Außendurchmesser. Ihren ganz klassischen Zweck erfüllte die VPC-Rohrkupplung im Bereich der Hausanschlüsse – hier mussten die neuverlegten HS-Kanalrohre DN/OD 160 des öfteren mit auf den Grundstücken verlegten Altrohren aus anderen Werkstoffen verbunden werden. Zum Einsatz kam hierbei eine Funke VPC-Rohrkupplung in der Version VPC 150 BF, die für die Verbindung mit einem Betonrohr mit Fuß einsetzbar ist. "Hierzu benötigt man neben dem VPC-Adapter KB zusätzlich den VPC-Adapter 150 BF", so Fachberater Erpenbeck weiter. "Bei der Montage wird der VPC-Adapter 150 BF auf das vorhandene Betonrohr mit Fuß so aufgesetzt, dass er mit der Betonkante bündig abschließt. Danach wird die VPC-Rohrkupplung aufgeschoben und wie in der beiliegenden Verlegeanleitung beschrieben montiert. Im Anschluss kann die Konstruktion dann mit dem entsprechenden Passstück im Schacht verbunden werden." Für die Anbindung des Sammlers zum neuen Schachtbauwerk kam ebenfalls eine VPC-Rohrkupplung zum Einsatz.

Auch bei der teils schwierigen Einbindung von Hausanschlüssen in den noch vorhandenen Sammler aus Beton stießen die Tiefbauer auf einige Herausforderungen. Viele der Hausanschlüsse waren ganz einfach nicht fachgerecht erstellt worden bzw. im Laufe der Jahre ausgebrochen. "Hier hat sich der Funke-Sanierungsstutzen für uns als ideale Lösung erwiesen", lobt Polier Evermann. Der Sanierungsstutzen wurde für sanierungsbedürftige, alte und ausgebrochene Bohrlaibungen entwickelt. Aufgrund seiner Konstruktion lassen sich Hausanschlussleitungen mit dem Bauteil nachträglich und zuverlässig einbinden. Das aus dem eigentlichen Stutzen sowie einer innenliegenden, faltbaren Schalung sowie einer transparenten Außenschalung bestehende Bauteil hat auch Bauleiter van der Giet überzeugt: "Früher haben wir in solchen Fällen mit anderen, aufwändigeren Techniken arbeiten müssen. Der Sanierungsstutzen ist eine tolle Lösung – die Anwendung ist einfach, das Ergebnis ist eine zuverlässig dichte Verbindung."

Die Sanierungsarbeiten in den Straßenzügen konnten inzwischen abgeschlossen werden. Alle Beteiligten sind mit dem Verlauf und dem Ergebnis der Arbeiten sowie mit den eingesetzten Produkten zufrieden. Insbesondere der neue 1000er-Schacht – hier sind sich alle einig – hat alle Erwartungen erfüllt.

Mehr zu den Produkten und Projekten von Funke erfahren Besucher des Oldenburger Rohrleitungsforums an Stand 2.OG-H-10.

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