Hochdruckreinigung

Denkmal bekam Hebebühnen-Besuch

Die Reinigung des Hermannsdenkmals trägt nachhaltig dazu bei, es zu schützen und für künftige Generationen zu erhalten.

Winnenden/Detmold (ABZ). – Seit 1875 thront das Hermannsdenkmal in der Nähe von Detmold über dem Teutoburger Wald und Umwelteinflüsse haben im Laufe der Zeit Spuren an der bekannten Sehenswürdigkeit hinterlassen. Gemeinsam mit dem Denkmalsinhaber, dem Landesverband Lippe, hat sich Kärcher diesem Projekt angenommen und das Monument im Rahmen seines Kultursponsorings gereinigt. "Bereits seit über 35 Jahren setzen wir uns für den Erhalt von kulturellen Werten ein", sagt Jan Recknagel, Geschäftsführer der Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH. Mit der restauratorischen Reinigung des Hermannsdenkmals hat das Unternehmen aus seiner Sicht einen weiteren Beitrag zum nachhaltigen Schutz von kulturhistorischem Erbe geleistet.

Mithilfe von Hebebühnen und der professionellen Heißwasser-Hochdruckreiniger HDS 13/20-4 S und HDS 12/18-4 S gelang es Kärcher-Mitarbeitern, biogenen Bewuchs wie Algen, Flechten, Moose sowie tierische Verschmutzungen in der oberflächenschonenden Dampfstufe vom Sandstein des knapp 27 m hohen Unterbaus und von Teilabschnitten der Statue abzutragen. Im Rundgang des Untergeschosses wurden zudem Farbreste beseitigt, die durch Vandalismus entstanden waren.

Um die geeigneten Reinigungsmethoden und -parameter zum Erhalt der ursprünglichen Bausubstanz zu bestimmen, seien im Oktober 2015 Testreinigungen durchgeführt worden. Zusammen mit dem Landesverband Lippe und der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Detmold entschied man sich für eine umfassende Dampfreinigung.

Dabei beträgt die Wassertemperatur in der Regel 145 °C. Durch diese Behandlungsmethode lassen sich biologische Restpartikel sowie pflanzliche Sporen im Porenraum des Gesteins beseitigen und kann ihre Wiederansiedlung wesentlich verzögert werden. Das bestmögliche Reinigungsergebnis wurde nach Informationen von Kärcher bei halbierter Wasserleistung (ca. 650 l/h) erzielt. Der Oberflächendruck liegt mit einem Düsenabstand von 10–20 cm zur zu reinigenden Fläche bei 0,5 bar. Zudem kam eine Flachstrahldüse mit einem Winkel von 40° zum Einsatz. "Seinen mehr als 500 000 Besuchern im Jahr wird sich das Hermannsdenkmal nun wieder für lange Zeit von seiner besten Seite zeigen", ist Anke Peithmann, Verbandsvorsteherin des Landesverbandes Lippe, überzeugt.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 49/2016.

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