Kirchengebäude

Bauskulptur aus Leichtbeton realisiert

Die in heller Sichtbetonoptik erstellte Gebäudehülle eignet sich, um den skulpturalen Charakter des Kirchenneubaus zu unterstreichen.

Pliezhausen (ABZ). – Bauen mit Leichtbeton kann gestalterische Freiheiten eröffnen und für besondere Langlebigkeit sowie Nachhaltigkeit sorgen. Ein Beispiel dafür ist aus Sicht von Liapor ein neues Kirchengebäude in Pliezhausen, das mit 61,5 cm starken Innen- und Außenwänden aus dem Leichtbeton des Herstellers errichtet wurde. Mit heller Sichtbetonoptik sollen die Wände auch den skulpturalen Gebäude-Charakter natürlich wirken lassen.

Die Neuapostolische Kirche habe das neue Gebäude Ende des vergangenen Jahres südlich von Stuttgart eingeweiht. Bis auf das Fundament und das Dach bestehe das gesamte Gebäude aus Liapor-Leichtbeton in Sichtbetonoptik. "Mit dem verwendeten Liapor-Leichtbeton ließ sich im Fassadenbereich die Forderung der Bauherrschaft nach besonderer Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und Werterhalt ohne hohe Unterhaltskosten optimal erfüllen", erklärt Architekt Johannes Weiß von der Ackermann+Raff GmbH & Co. KG Architekten BDA Stadtplaner in Stuttgart. Schließlich sei der Leichtbeton – etwa im Gegensatz zu einem herkömmlichen Wärmedämmverbundsystem (WDVS), dessen Lebenszykluszeit rund 20 Jahre beträgt – praktisch unbegrenzt haltbar und erfordere keinerlei Wartungsarbeiten. Zum Einsatz gekommen seien rund 856 m³ eines LC12/13 der Rohdichteklasse 1.2. Dieser besteht aus einer Liapor-Blähton-Körnung F3,5 2-8 mm, Liapor Sand K 0-4, Zement CEM III/B 32,5 N, Steinmehl und gelber Flüssigfarbe.

"Der Leichtbeton wurde eingefärbt, um dem Haus den gewünschten speziellen sandfarbenen, muschelkalkartigen Charakter verleihen zu können", bestätigt Weiß und fügt hinzu: "Damit wollten wir zeigen, dass Beton auch fast so aussehen kann wie ein Naturstein." Dafür sorge nicht nur die Farbigkeit des Baustoffs, sondern auch dessen besondere Ausprägung: Z. B. weisen sämtliche Betonoberflächen bewusst besonders viele Lunker auf, die dank der entsprechenden Blasen und Hohlräume die Wände "lebendig" wirken lassen. Als Orientierung habe die kürzlich fertiggestellte Neuapostolische Kirche in Bad Cannstatt gedient, deren eingefärbte Leichtbetonwände ebenfalls eine lunkerartige Oberflächenstruktur aufweisen.

Während den Rohbau die Adolf List Bauunternehmung GmbH & Co. KG in Reutlingen übernahm, sei die Betonrezeptur in enger Abstimmung mit Liapor von der Wenzelburger Kieswerke GmbH & Co. KG in Neckartailfingen erstellt worden, die den Leichtbeton auch geliefert habe. Dort sei vorab auch eine Vielzahl von Probewürfeln und Musterwänden erstellt worden, um die gewünschte Farbigkeit und Haptik des Baustoffs zu gewährleisten. Daneben galt es, möglichst glatte, einheitliche Oberflächen zu generieren. Aus diesem Grund seien innen wie außen die gesamten 1575 m² Sichtbetonflächen in identischer Ausführung mittels einer besonders großformatigen Rahmenschalung erstellt worden. Das Ergebnis zeige ein einheitliches Wandbild, das monolithisch und bis auf einzelne, noch schwach zu erkennende Stoßfugen wie aus einem Guss wirkt.

Die glatte Wandausführung trage in Kombination mit der Farbigkeit, Haptik und Materialität des Baustoffs zum skulpturalen Gebäude-Charakter bei. Dies gilt insbesondere für die 12,75 m hohe Gebäudefront, die außer einem 2 m hohen Lichtband in sich geschlossen wirkt. Auch die Ostseite stehe mit ihren wenigen Fensteröffnungen für die gradlinige und prägnante Ausformung des neuen Gotteshauses, das bei den Gemeindemitgliedern sowie bei allen am Bau Beteiligten auf Begeisterung stößt. "Der Kirchenneubau war für mich das erste Objekt, das mit Liapor-Leichtbeton erstellt wurde. Der Baustoff hat mich von Anfang an überzeugt und ich würde wieder damit bauen. Schließlich funktioniert das Material wie gewünscht, lässt sich gut verarbeiten, ist robust und sieht gut aus", resümiert Weiß.

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