Klinker auf Fassadendämmsystemen

Tradition und Effizienz verbinden

Klinker und Putze sind perfekte Teamspieler.

Stühlingen (ABZ). – Robust, langlebig und problemlos mit modernen Energieeffizienzanforderungen in Einklang zu bringen: Klinkerfassaden liegen im Trend. Die zu 100 % aus natürlichen Sedimenten bestehenden gebrannten Klinker des StoBrick-Sortiments lassen sich in zahlreichen Farbnuancen und Formaten als Deckschicht auf unterschiedlichen Fassadendämmstoffen einsetzen. Seit mehr als 12 000 Jahren bauen Menschen mit Ziegeln. Zunächst wurden sie nur luftgetrocknet, später auch gebrannt. Die Herstellungsverfahren wandelten sich im Lauf der Geschichte vom Lehmziegel zum Tonziegel, der bei rund 900 °C gebrannt wird, bis zum Klinker, dessen Oberfläche bei rund 1200 °C versintert und darum witterungsbeständiger ist. Die Faszination, die von dem uralten Baumaterial ausgeht, blieb jedoch stets erhalten.

Auch für moderne Ziegel und Klinker ist das Rohmaterial ein Gemisch aus Sand, Schluff und Ton. Der Ton ist dabei maßgebend für die Materialeigenschaften nach dem Brennprozess. Struktur und Farbigkeit der Oberflächen können durch Zuschlagstoffe (Kalzium Chrom, Salze, Sägespäne), durch Besanden oder Beflammen und weitere Techniken beeinflusst werden.

In einigen Regionen Europas dominieren Ziegel und Klinker traditionell als Fassadenbildner, in anderen markieren sie oft wichtige öffentliche Gebäude. Aktuell erfreuen sie sich eines großen Interesses bei Bauherren und Architekten, welche die vielfaltigen Variationsmöglichkeiten (Form, Verband, Fuge) für die Gestaltung robuster und langlebiger Fassaden – inklusive darunter liegender moderner Dämmschicht – nutzen. Das neue StoBrick-Sortiment wird dieser wachsenden Nachfrage gerecht. Es vereint derzeit sechs Produktlinien, die aufgrund ihrer natürlichen Farbtonvielfalt, ihrer unterschiedlichen Größen sowie der zahlreichen Varianten, in denen Verbände ausgebildet und Fugen gestaltet werden können, eine immense Anzahl an Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Aus den gleichen Tonen geformt, in den gleichen Öfen gebrannt, sind sie genau wie ihre "dickeren" Geschwister Urformen des natürlichen Bauens – Originale, deren Zeitlosigkeit durch die sich bildende Patina noch gesteigert wird.

Bestens geschützt: Moderne Fassadendämmsysteme lassen sich mit traditionsreichen Klinkeroberflächen kombinieren.

Die sechs Klinkergruppen unterscheiden sich u. a. in ihrer Oberflächenstruktur (glatt, sandig, rau, geprägt, porig, deformiert) und ihrer Kantenausprägung (gleichmäßig, abgerundet, mit Grat, wellig, aufgeworfen). Die Texturen jeder Gruppe existieren zudem in jeweils bis zu zehn verschiedenen materialtypischen Farbtönen.

Alle Klinker eignen sich für den Einsatz auf Fassadendämmsystemen oder vorgehängten hinterlüfteten Fassaden. Für StoTherm Mineral (Steinwolle-Dämmung) und StoTherm Vario (EPS-Dämmung) liegen allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen vor. Da die Oberflächen und Formate untereinander kompatibel sind, wird das Spektrum möglicher Gestaltungen – neben Variationen aus unterschiedlichen Verbänden und Ausrichtungen – noch durch Materialkombinationen erweitert. Kontrastreiche oder kontrastarme Fugen runden den Variantenreichtum der Klinker- oder Ziegelfassaden ab.

Angesichts steigender Anforderungen an Wohnbehaglichkeit und Energieeffizienz muss die hohe Widerstandsfähigkeit der Klinkerfassade optimal auf die Funktionalität des Dämmsystems abgestimmt sein. Die langzeiterprobten Sto-Detaillösungen (Bauteilanschlüsse und Übergänge) machen die Fassade langlebig und die Investition wirtschaftlich. Ein weiterer Vorteil in Sachen Wirtschaftlichkeit: Klinker sind gute Teamspieler. Besonders Putze sind mit ihrer Oberflächenvielfalt ein ergänzendes Material, z. B. dann, wenn ein verklinkertes Sockelgeschoss oder stoßgeschützte Hauseingänge mit großen Flächen kombiniert werden oder wenn die unterschiedlichen Materialien eine ganze Fassade wechselvoll strukturieren.

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