Lagertechnik

Warentransport perunterirdischer Förderkette

Rietberg (ABZ). – Mit Gründung der Anton Röhr Möbeltransporte, Rietberg/Westfalen ist 1958 der Grundstein für die heutige Anton Röhr Logistic-Group gelegt worden. Heute besteht die Gruppe aus insgesamt 14 Firmen mit über 720 Mitarbeitern, die täglich 250 Ladungen Möbel und mittlerweile auch andere Güter umschlagen. Dafür setzt man mehr als 175 ziehende Einheiten sowie 500 Wechselbrücken ein. Die Betriebsfläche beträgt insgesamt 302 000 m2, von denen 101 000 m2 als Kommissionier- und Lagerfläche genutzt werden.

1993 hat man ein neues Möbel Logistik-Zentrum von 14 000 m2 auf dem Gelände in Rietberg errichtet. Bei der Größe der Fläche wäre ein Verfahren der Möbel auf entsprechenden Wagen vom Wareneingang über die Zwischenlagerung bis zum Warenausgang extrem personalaufwändig, schließlich werden täglich bis zu 1600 m3 an Ladevolumen bewegt. Man hat deshalb damals schon eine automatisierte Transportvorrichtung geschaffen. So ist in die Böden der einzelnen Hallen und Hallenabschnitte eine unterirdisch verlegte Förderkette installiert worden, auf der speziell umgebaute Hubwagen die Ladungsträger mitsamt der Ware befördern. Die von den Herstellern eingehenden Möbelstücke enthalten bereits die Aufkleber des Endempfängers, so dass entsprechend dem Postleitzahlengebiet der Transport über die Förderkette in die richtige Halle geschickt werden kann. Damit die Ware auch richtig ankommt, stellen die Mitarbeiter am senkrecht stehenden Zugriff des Hubwagens ein, welche Halle das Ziel ist und an welcher Weiche der Wagen "abbiegen" muss.

Für die Zwischenlagerung der Möbelstücke koppelt man die Hubwagen von der Förderkette aus und fährt den Transportbehälter auf seinen Rädern zu dem vorgesehenen Stellplatz von Hand. Die Standzeit des Lagergutes ist sehr unterschiedlich, manche Sendung wird noch am selben oder am folgenden Tag weitergeschickt. Um den Bestand an Transportbehältern ("Logistik-Boxen") zu vergrößern und auch um sehr alte Transportbehälter zu ersetzen, hat man sich vom Spezialisten für Lagertransportgeräte, der Firma Koch-Lagertechnik im nicht weit entfernten Lage, Lippe, entsprechende, auf diesen speziellen Einsatzzweck zugeschnittene Logistik-Boxen anfertigen lassen.

Diese sind an den Seiten vollständig und an der Rückwand bis zur halben Höhe mit einer relativ engen Vergitterung versehen, so dass auch kleine Teile nicht herausfallen können. Die jeweils oberen Rohre an den Seiten und am Rücken sind mit Schutzpolstern versehen, damit angelehnte Möbelstücke auf keinen Fall beschädigt werden. Damit längere Möbelteile nicht umfallen, ist an beiden Seiten oben jeweils ein verschiebbarer Feststellarm zum Festklemmen der Möbelteile angebracht, die Rückwand verfügt über zwei solcher Feststellarme, damit lange Teile sowohl an der rechten als auch an der linken Seite des Wagens fixiert werden können. Alle Feststellar-me sind ebenfalls mit den genannten Schutzpolstern ausgerüstet. Die Stahlunterzüge unter dem Spanplattenboden der Geräte sind sowohl in Längs- als auch in Tiefenrichtung verbaut worden, so dass ein längsseitiges Unterfahren mittels des beschriebenen Hubwagens, aber auch eine Unterfahrung z. B. mit einem Gabelstapler in Tiefenrichtung, möglich ist. Ein größerer Möbelhersteller, der seine Logistik über die Röhr-Gruppe abwickeln lässt, hat dem Unternehmen eigene Logistik-Boxen, ebenfalls von der Firma Koch-Lagertechnik, in hellgrauer Farbe zur Verfügung gestellt. Damit es nicht zu Verwechslungen mit diesen Logistik-Boxen kommt, sind die Geräte für die Firma Röhr in grün lackiert worden.

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