Leistungsschau bei Komatsu

Mit smarter Maschinentechnik erfolgreich in die Zukunft

Von Robert Bachmann

Komatsu, Bagger und Lader, IT im Bauwesen

Marco Maschke, Leiter des deutschen Vertriebsbüros von Komatsu, gab im Vorfeld der Maschinenpräsentation einen Überblick zur positiven Geschäftsentwicklung des Konzerns.

Hannover. - Während eines mehrtägigen Kundenevents präsentierte Komatsu in Hannover kürzlich sein aktuelles Produktportfolio. Neben gleichsam intelligenter wie effizienter Maschinentechnik gab es unter anderem auch positive Geschäftszahlen.

Vor über 90 Jahren habe man sich bei Komatsu auf ein verpflichtendes Managementprinzip festgelegt, erklärte Marco Maschke, Leiter des deutschen Vertriebsbüros, gegenüber Kunden und Vertetern der Fachpresse in den altehrwürdigen Hallen der Komatsu Hanomag in Hannover. Und noch heute, so Maschke stolz, seien Qualität, Globalität, technische Innovationen und Personalentwicklung die Grundpfeiler der unternehmerischen Ausrichtung des nach eigener Aussage weltweit zweitgrößten Baumaschinenherstellers. Das Konzept scheint aufzugehen.

In Jahr sieben nach der Wirtschaftskrise verzeichne der Konzern einen Jahresumsatz von rund 16 Mrd. Euro.

Insgesamt 654 000 Einheiten konnten im Geschäftsjahr 2014 abgesetzt werden. Größter Umsatztreiber seien nach wie vor die USA, wobei das leicht rückläufige Mininggeschäft aktuell den europäischen Markt wieder zunehmend in den Fokus rücken lasse. Hinsichtlich der Absatzzahlen liege dieser stabil an zweiter Stelle. Japan stelle hingegen nur noch ein Fünftel des Gesamtumsatzes.

Auch am Traditionsstandort Hannover sei die Lage wieder deutlich besser, als noch vor ein paar Jahren. Während das Thema Kurzarbeit bereits seit Anfang 2014 wieder vom Tisch ist, habe man die Mitarbeiterzahl mittlerweile wieder auf 580 aufgestockt.

Komatsu, Bagger und Lader, IT im Bauwesen

Neu im Programm ist unter anderem der HB 215 LC-2, mit dem der Hersteller die zweite Generation seines inzwischen erfolgreich etablierten Hybridbaggers präsentiert.

Im Geschäftsjahr 2014 sei der Umsatz um 9,6 % auf 189,1 Mio. Euro gestiegen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem weiteren Anstieg um 5%.

In seiner Ansprache betonte Maschke noch einmal, welchen Stellenwert der Standort Hannover für das Europageschäft hat. Auf rund 195 000 m Fläche werden hier Radlader von 5 bis 57 t, Mobilbagger von 14 bis 20 t sowie seit 2012 auch Muldenkipper von 33 bis 50 t Betriebsgewicht gefertigt. Auch die Dieselpartikelfilter-Aufbereitung findet bei Komatsu in Hannover statt. Daneben baut der Hersteller hier auch Achsen und Getriebe, womit das Werk in Hannover als einzige Komponentenfertigung außerhalb Japans heraussteche. 94 % der in Europa verkauften Maschinen werden auch hier gefertigt, so Maschke. Insgesamt 74 verschiedene Modelle stünden den Kunden aktuell zur Verfügung. Sämtliche Maschinen bietet Komatsu mittlerweile mit dem Maschineninformationssystem Komtrax sowie dem Serviceprogramm Komatsu Care an.

Im Anschluss an die einleitenden Worte des Vertriebsleiters ging es für die anwesenden Kunden und Pressevertreter auf das werkseigene Test- und Demogelände, auf dem der Hersteller sein aktuelles Produktportfolio sowie einige Neuheiten präsentierte.

Neu im Programm ist unter anderem der HB 215 LC-2, mit dem der Hersteller die zweite Generation seines inzwischen erfolgreich etablierten Hybridbaggers präsentiert. Hinsichtlich Ausstattung und Features baut die Maschine der 20 t-Klasse auf dem bestehenden 21 t-Modell. Seit etwa sieben Jahren am Markt befinden sich nach Angaben des Herstellers bereits rund 3300 Einheiten im Einsatz. Hinreichend Erfahrung also, die dem Unternehmen zufolge die Effizienz der Hybridtechnik von Komatsu bewiesen hätte. Über die aus der Elektrik zurückgewonnene Antriebsenergie sollen sich mit dem neuen Modell zwischen 25 und 42 % Kraftstoff einsparen lassen.

Aktuell noch in der Testphase befindet sich zudem ein Hybridbagger der 35 t-Klasse. Die Maschine wird eines der Highlights der bauma-Präsentation von Komatsu im kommenden Jahr sein.

Ebenfalls neu ist der WA 470-8, seines Zeichens der erste Tier 4-Radlader von Komatsu. Seit kurzem erhältlich biete das Modell den Kunden einen Schaufelvolumen von 4,1 bis 6 m, einen 204 kW starken Motor sowie eine Kraftstoffeinsparung von 6 % gegenüber dem Vorgängermodell.

Mit dem PW 160-10 präsentierte Komatsu ein nach eigener Aussage 100 %ig hannoveranisches Gerät. Der Mobilbagger der 10 t-Klasse baut auf dem 8 t-Modell auf, verfügt über einen Stufe 3B-Motor ohne Dieselpartikelfilter und bietet dem Hersteller zufolge etwa 13 % höhere Hubkräfte.

Im Kompaktmaschinenbereich zeigte Komatsu den PC 88 MR-10. Ausgestattet mit einen Stufe 3B-Motor mit 50,7 kW kommt der Bagger auf ein Betriebsgewicht von 8500 bis 9130 kg. Das herausstechende Merkmal ist der geringe Heckschwenkradius, mit dem sich die Maschine besonders für enge Baustellen empfiehlt. Ebenfalls übers Demogelände geschickt wurde der WA 80 M-7, mit dem die Stufe 3B-Motorentechnik von Komatsu nun auch bei den Kompaktradladern Einzug gehalten hat. Die Maschine bietet einen 52 kW starken Antrieb und kommt auf ein Betriebsgewicht zwischen 5485 bis 5990 kg.

Komatsu, Bagger und Lader, IT im Bauwesen

Intelligente Maschinen wie der PC210 LCi werden nach Ansicht von Komatsu eine wichtige Rolle auf den Baustellen von Morgen spielen.

Wieder deutlich mehr Gewicht aufs Parkett bringen die beiden ebenfalls vorgestellten Hydraulikbagger PC 190-11 (46 t) und PC 490 LC-11 (48 t). Sie offerieren dem Kunden ein Löffelvolumen bis zu 3,5m und einen 270 kW starken Motor der Abgasstufe 4.

Neben den konventionellen Maschinen zeigte Komatsu einmal mehr auch sein Produktprogramm mit intelligenter Maschinenkontrolle. Ausgestattet mit Sensortechnik von Topcon bieten die iMC-Maschinen von Komatsu die Möglichkeit, Arbeitsabläufe wie das Planieren oder den Erdaushub teilautomatisiert ablaufen zu lassen und durch ein Höchstmaß an Präzision die Arbeitseffizienz sowie -qualität zu steigern. Karsten Elles, Business Development Manager bei Komatsu und dort verantwortlich für den Bereich intelligente Maschinenkontrolle, zeigte sich bei der Präsentation überzeugt von den neuen Möglichkeiten der Automatisierung. Rund 3700 Maschinen sind seit der Markteinführung 2013 im Einsatz – Tendenz steigend. Elles schätzt den Marktanteil in näherer Zukunft auf etwa 40 %. Komatsu plane bereits, das Portfolio an i-Maschinen – zunächst im Bereich der Hydraulikbagger – nach oben hin zu erweitern.

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