Mit leistungsstarker Miettechnik

Stopfmaterial zur Baugrundverbesserung eingebracht

Zwenkau (ABZ). – Schweres Gerät, Erdmassen und viel, viel Wasser: Zwischen dem Zwenkauer und dem Cospudener See, zwei gefluteten, ehemaligen Bergbaufolgeseen im Süden Leipzigs, entsteht der schiffbare Harthkanal. Er soll die beiden Gewässer verbinden, so dass Boote künftig vom Hafen Zwenkau bis in die Leipziger Innenstadt fahren können. Den ersten Bauabschnitt, die Baugrundverdichtung, unterstützten Mietmaschinen von Zeppelin Rental. 

Der Harthkanal wird Teil des Leipziger Neuseenlands, das aus gefluteten oder noch zu flutenden ehemaligen Tagebauen sowie zahlreichen Schleusen und Kanälen zur Verbindung der Gewässer besteht. Bevor ein ehemaliges Tagebaugelände aber bebaut werden kann, sind meist technische Verfahren zur Verdichtung des Untergrunds erforderlich. Denn in der Regel handelt es sich um lockeren und unregelmäßig gemischten Kippenboden, der weder stabil noch tragfähig ist. 

Um den 790 m langen Harthkanal errichten zu können, wurde die Bauer Spezialtiefbau GmbH mit Sitz im bayerischen Schrobenhausen gemeinsam mit einem Arge-Partner deshalb mit der Baugrundverdichtung beauftragt. Vorbereitend dazu mussten auf einer Fläche von 1,8 ha Wald gerodet, die Trasse des künftigen Kanals vorprofiliert und etwa 55000 m3 Boden abgetragen und verklappt werden, um ein Arbeitsplanum für die großen Maschinen zu schaffen. Denn Bauer wendete das Verfahren der Rüttelstopfverdichtung an. Dabei bringen Spezialgeräte so genannte Rüttelstopfsäulen in den Boden ein. Diese verdrängen das Erdreich, verdichten es durch Vibration und füllen zusätzlich den Hohlraum mit Zugabematerial auf. So werden Stabilität und Tragfähigkeit des Untergrunds verbessert.

Um die insgesamt rund 200 000 m3 Stopfmaterial zur Verbesserung des Baugrunds zum Einsatzort seiner Rüttelgeräte zu transportieren, benötigte Bauer unter anderem drei Radlader zur Miete. Hier kam das Key Account Management von Zeppelin Rental ins Spiel, das den Kunden bereits seit 2005 betreut. Ansprechpartner Alan Augenschein akquirierte den Mietauftrag und stellte gemeinsam mit der Mietstation Riesa, die der Baustelle am nächsten liegt, drei Radlader mit je 4,3 m3 Schaufelinhalt zur Verfügung: zwei Cat 966K sowie einen Cat 966M XE. 

Der Cat 966M XE mit stufenlosem, leistungsverzweigtem, automatischem Direktschaltgetriebe zeichnet sich durch einen reduzierten Kraftstoffverbrauch aus. Hersteller Caterpillar spricht von einer Einsparung von 35 % im Vergleich zur Vorgänger-Baureihe K. Zudem erfüllt der Radlader die EU-Abgasstufe 4 und ermöglicht damit emissionsarmes Arbeiten. Aus diesem Grund ist die Maschine Teil der 2011 ins Leben gerufenen ecoRent-Linie von Zeppelin Rental, die umweltschonende und wirtschaftliche Mietprodukte kennzeichnet. Zusätzlich zur Bereitstellung der benötigten Technik kümmerte sich Zeppelin Rental um deren An- und Abtransport und nahm eine Umölung auf Bioöl vor.

In Sachsen stellte Bauer auf einer Fläche von etwa 70 000 m2 insgesamt über 13 400 Rüttelstopfsäulen her, die bis zu 25 m lang sind. Zusätzlich wurden rund 2700 Kiesbohrpfähle eingebracht, die der Entwässerung des Untergrunds dienen.

Der Harthkanal wird künftig den Zwenkauer und den Cospudener See miteinander verbinden und eine Fahrwassertiefe von 2,5 m haben. Er dient zwei Zwecken: Zum einen soll er zusätzliche Touristen in die Region ziehen. Zum anderen wird ein in den Kanal integriertes Bauwerk dem Hochwasserschutz dienen.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 07/2016.

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