Neue Minibagger-Baureihe

Bauweise für Straßen- und Tiefbau genutzt

Lauter-Bernsbach (ABZ). - Eine seiner wesentlichen Änderungen fällt gleich beim Einsteigen auf: Anstelle einer Schiebetür öffnet der Fahrer nun eine Schwingtür zu seinem Arbeitsplatz, wenn er einen Cat Kurzheckbagger 305E2 CR bedient. Der Zugang zur Kabine ist größer und die Kabine bietet mehr Platz. Das bringt einen deutlichen Zuwachs an Komfort mit sich, den seit kurzem auch die Maschinisten der GSG Baugesellschaft genießen können. Das Unternehmen erhielt das Kompaktgerät von der Zeppelin Niederlassung Chemnitz, um damit Straßen- und Tiefbauarbeiten für Kommunen, Städte, Privatpersonen sowie Versorgungsunternehmen anzugehen. Damit ist es der erste Betrieb in Deutschland, der einen Kurzheckbagger made in USA bezog. Die neue Minibagger-Baureihe E2 mit Kurzheck wird in Athens, Georgia, hergestellt.

In Deutschland wird er von dem GSG Baugesellschaft rund um Aue und Schwarzenberg eingesetzt, um Leitungen zu verlegen und Drainagen einzubauen, aber auch für Außenanlagen im GalaBau genutzt. Sein Markenzeichen ist die kompakte Bauweise, auf die auch der Unternehmer Stefan Grimm setzt. Maschinen wie Kurzheckbagger hat er aus diesen Gründen mehrere im Einsatz, darunter zwei Cat 304CCR. "Wir nutzen diese Vorteile, wenn wir etwa entlang eines Gebäudes arbeiten müssen und nirgends anstoßen dürfen, insbesondere wenn wir Arbeiten in beengten Hofeinfahrten ausführen", erklärt der Geschäftsführer. Doch das kurze Heck ging nicht zu Lasten der Leistung des 5,4-t-Baggers. "Die Reißkraft passt, meinen unsere Fahrer", so Grimm. Die maximale Reichweite liegt bei 6,2 m und die maximale Grabtiefe bei 3,9 m. Ein besonderer Kundenwunsch war der Powertilt, der den Arbeitsbereich beim Einsatz von Grabenräum- oder Tieflöffel erweitert, wenn die Fahrer einen Graben ziehen oder gezielt Material aus den Ecken abziehen müssen. Bei Arbeiten direkt entlang von Mauern profitieren die Fahrer vom Seitenschwenkausleger des Baggers. Die Konstruktion der Umlenkung von Löffel und Zylinder ermöglicht einen Durchschwenkwinkel von 200°.

Eine weitere Funktion bringt die Schild-Schwimmfunktion mit sich, sie erlaubt, den Abstützplanierschild zurück zu kip-pen (weg von der Seite des Schneidmessers), sodass dieser nur mit dem Eigengewicht entlang der Kontur über dem Boden "schwimmt" und die bearbeitete Stelle nach dem Planieren und Rückverfüllen von Löchern glättet. Während die Baumaschine mit wenig Platz auskommt, schaut es genau umgekehrt in der Kabine aus. Sie ist deutlich größer geworden, was sich für den Fahrer bemerkbar macht, weil er nicht mehr unter beengten Verhältnissen die Joysticks steuern muss, sondern mehr Bewegungsfreiheit hat. Außerdem ist der Sitz etwas breiter geworden. "Der Fahrer hat mit der neuen Baureihe mehr Möglichkeiten zum Einstellen und Regulieren", behauptet Grimm. Das ist mitunter auch der neuen digitalen Steuertafel namens Compass geschuldet, die speziell für die Baureihe gestaltet wurde und ein komplettes Betriebs-, Wartungs-, Leistungs- und Sicherheitssystem beinhaltet. Integriert wurde eine Diebstahlsicherung, die zum Starten der Maschine ein fünfstelliges alphanumerisches Passwort erfordert, eine Motorleerlauf-Automatik, welche die Motordrehzahl nach wenigen Sekunden Inaktivität der Maschine auf die Leerlaufdrehzahl drosselt, sowie eine einstellbare Zusatzvolumenstromsteuerung für Arbeitsgeräte. Sowohl die Haupthydraulik als auch die optionale Zusatzhydraulik sind zur besseren Kontrolle über den Monitor einstellbar. Fahrer der GSG Baugesellschaft setzen gelegentlich den vierten Steuerkreis ein. Die Ansteuerung des zusätzlichen Hydraulikkreises funktioniert über Schiebeschlitten auf den Joysticks mit hydraulischer Vorsteuerung, wodurch der Fahrer leicht und präzise mit seinen Anbauwerkzeugen arbeiten kann. "In Verbindung mit der Kombi-Hydraulik ist das für uns von großem Nutzen", meint Grimm. Diese verbindet die Load- Sensing-Hydraulik und Zusatzhydraulik, sodass seinen Fahrern immer genau die Kraft zur Verfügung steht, die sie benötigen, wenn sie damit eben Gräben ziehen, um Leitungen zu verlegen.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 51/2015.

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