Pfarrkirche St. Marien

Odendahl-Know-how für Dachsanierung

Die Monteure der Odendahl GmbH montierten ein 2600 m² großes Schutzdach auf Basis des Modulgerüstes Ringscaff um die umfassenden Dacharbeiten zu gewährleisten.

Köln (ABZ). – 1849 gegründet, heute 70 Mitarbeiter stark – das sind Zahlen, die Eindruck hinterlassen. Gemeint ist das bekannte, in Köln beheimatete Unternehmen Odendahl GmbH. Unter diesem Namen vereint sich Know-how zu moderner Modul-Gerüst-Technik und Industrieklettern mit Schwerpunkt auf optimierten technischen Lösungen rund um das Thema Höhenzugang.

Auch wenn das Unternehmen mit seiner Gerüst-Sparte rund um das Geschäftsführungstrio Gabriela Odendahl, Toni Odendahl-Surges sowie Uwe B. Odendahl im Raum Köln fest verwurzelt ist, entnimmt man der Referenzliste den professionellen und auch internationalen Anspruch des Unternehmens. So wurden 2007 innerhalb von zehn Tagen durch das Odendahl-Team 18 000 m² Mesh-Werbebanner am Dubai World Trade Center montiert, der damals zweitgrößten Verhüllung der Welt. Anforderungen anderer Art wurden dem Unternehmen aber in der Heimat gestellt. Das Erzbistum Köln beauftragte die Odendahl GmbH mit der Einrüstung der Pfarrkirche St. Marien in Köln-Nippes für Sanierungsarbeiten.

Schon 25 Jahre nach dem Bau der ersten Pfarrkirche brauchte Nippes eine weitere Kirche. Die neue Pfarrkirche wurde nach Bauplänen von Vincenz Statz im neugotischen Stil errichtet und nach zweijähriger Bauzeit am 19.11.1882 von Weihbischof Baudri eingeweiht. An ihrer Größe lässt sich ablesen, wie schnell das frühere Dorf Nippes gewachsen war. 1883 stiftete die Witwe des ehemals in Nippes ansässigen Stahlunternehmers Jacob Mayer der Kirche ein Geläut aus vier Gussstahlglocken, hergestellt in der Gießerei des Bochumer Vereins für Gussstahlfabrikation. Die Glocken überstanden die beiden Weltkriege; sie hängen noch heute im Kirchturm. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche in der Nacht vom 8. auf den 9.Juli 1943 bis auf die Grundmauern durch Bomben zerstört. Aber schon Weihnachten 1949 war sie wieder benutzbar und auch Turm und Seitenkapellen waren einige Jahre später wieder fertiggestellt. 1964 und 1965 erfolgte ein Umbau; es wurden nicht nur Bauschäden beseitigt, sondern eine neue Holzdecke eingezogen und der Altar in die Vierung gerückt.

2016 fielen dann zahlreiche Sanierungsaufgaben am Kirchengebäude an. Die komplette Fassade musste ausgebessert und zudem die gesamte Dacheinfassung erneuert werden. Uwe B. Odendahl plante in Zusammenarbeit mit Siegfried Geistert und Heiko Tomshöfer die Rüstung unter Verwendung von Ringscaff-Modulgerüst-Material des Hagener Anbieters Scafom-rux. Die Odendahl GmbH ist spezialisiert auf den Einsatz von Modul-Gerüsten und kann aufgrund eines umfangreichen Materialpools an Ringscaff-Sonder-Bauteilen jeder Anforderung hinsichtlich statischer Herausforderungen oder abstrakter Objektformen entsprechen. So konnte das Gerüst zur Sanierung der Pfarrkirche in Köln-Nippes der Gebäudeform exakt ohne Überwürfe angepasst werden. Um die logistische Abwicklung auf der Baustelle reibungslos und schnell durchzuführen, setzte das Gerüstbau-Unternehmen 7,5 t Lkw mit Pritsche, Kranfahrzeuge sowie Absetzcontainer ein. Den vertikalen Transport erledigte ein Geda 500 ZZP, der zusätzlich durch die späteren Gewerke für Transportzwecke genutzt wurde. Das Sanierungs-Projekt wurde in vier Bauabschnitte unterteilt, die eine jeweilige Standzeit der Gerüste von acht bis zehn Wochen erforderte. Zwischen den Bauabschnitten blieben ca. 14 Tage Zeit zur Demontage und zur Konstruktion des nächsten Abschnitts. Hierzu wurden zwischen drei und sechs Monteure der insgesamt 70 Mitarbeiter des Unternehmens eingesetzt.

Die Odendahl GmbH setzt bei Gerüstkonstruktionen auf hohe Flexibilität, was auch der Einsatz von Modul-Gerüsten beweist. Sachverständiger für Gerüstbau Uwe B. Odendahl: "Wir haben den eigenen Anspruch, ständig wachstumsorientiert zu denken. Für unsere Geschäftspartner bedeutet dies, dass man bei Odendahl auf modernste Gerüsttechnik, intelligente Planungstools, die Ausweitung des Aktionsradius und des Leistungsspektrums setzen kann. Bei uns bekommen Sie alles aus einer Hand. Von der Planung bis hin zu ausgefallenen Umsetzungen." Dieser Grundsatz liest sich wie ein roter Faden auf der Internetseite des Unternehmens: Industrieklettertechnik und Seilzugangstechnik, patentierte Fassadenschutzsysteme oder auch Wetterschutzüberdachungen mit großen Spannweiten sind nur einige Aspekte des Leistungsspektrums. So wurde das 2600 m² umfassende Schutzdach nach Einsturz des historischen Stadtarchivs in Köln ebenfalls durch das Odendahl-Team geplant und erstellt.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 19/2017.

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