Pläne für Nord-Süd-Stromautobahnen werden konkreter

Berlin (dpa). - Der Bau gigantischer unterirdischer Stromtrassen quer durch Deutschland für die Energiewende nimmt konkrete Formen an. Die Netzbetreiber Tennet, TransnetBW und 50Hertz haben nun Routen-Vorschläge für mögliche Erdkabel-Korridore erarbeitet, mit denen Windstrom von den Küsten in die Industriezentren des Südens transportiert werden soll. Die Anträge für die zwei Stromautobahnen "Suedlink" und "Suedostlink" werden noch in diesem Monat bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Im Fall von "Suedlink" war auch über einen möglichen Trassenverlauf in Nord- und Osthessen diskutiert worden. Dagegen hatte sich Widerstand formiert. Seit Herbst gingen von Bürgern, Kommunen und Verbänden zu beiden Milliarden-Projekten mehr als 9000 Hinweise ein, die von den Unternehmen beim geplanten Verlauf der Trassen berücksichtigt worden sind. Wo exakt die Stromautobahnen gebaut werden, wird erst 2020/21 feststehen. Strom soll ab 2025 fließen.

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