Schwieriges Umfeld

Sakret baut in Ungarn Marktposition aus

Sakret, Unternehmen, Unternehmenszahlen

Sakret Werk 2 befindet sich in Örkeny.

BERLIN (ABZ). - Auch der Wirtschaftsraum Mitteleuropa ist natürlich von den Folgen der globalen Finanzkrise massiv betroffen. Umso bemerkenswerter ist die Haltung von Unternehmen, die trotz kritischer Situation an ihrer Investitionsstrategie festhalten. So wie im Fall der Sakret Hungária Bt.

Zu den Hintergründen: Da Sakret Hungária Bt mit seinem im Westen Ungarns liegenden Produktionswerk an die Kapazitätsgrenze gestoßen war, stand der Schritt 2 im Masterplan an. Dessen strategisches Ziel ist die vollständige Marktdurchdringung Ungarns durch den zusätzlichen Bau eines zweiten Produktionswerkes in direkter Nähe von Budapest. Zeitgleich mit den Vorbereitungen für den Baubeginn 2009 fiel bei Hasit Ungarn die Entscheidung, sich komplett aus dem ungarischen Markt zurückzuziehen. Mitbetroffen von diesem Rückzug war die Schließung des Hasit-Produktionswerkes in Örkeny, das vom geplanten neuen Sakret Standort nur 30 km entfernt liegt.

Für Sakret ergab sich daraus die Option, durch die direkte Übernahme des bisherigen Hasit-Standortes die eigenen strategischen Vertriebs- und Umsatzziele schneller zu erreichen. Neben den Einrichtungen und Anlagen wurden alle bisherigen Mitarbeiter aus Produktion, Verwaltung und Vertrieb übernommen, ebenso ein Gutteil des bestehenden Kundenstammes. Unter der neuen Sakret Führung sind der Großraum Budapest und der Osten Ungarns für den Vertrieb sowohl personell wie logistisch erschließbar. Konkret: Sakret Hungária Bt ist jetzt in der Lage, Ungarn in der Fläche komplett mit dem gesamten Produktsortiment zu bedienen. Somit wurde die in den letzten Jahren erreichte Position, einer der Marktführer in Ungarn zu sein, nochmals deutlich verbessert. "Hier zeigt sich einmal mehr die typisch mittelständische Stärke der Sakret Gruppe", so Peter Aping, Geschäftsführer der Sakret Trockenbaustoffe Europa, "die selbst bei den jetzigen Marktverwerfungen die mittel- und langfristigen Potentiale eines Marktes wie Ungarn im Auge behält." Eine Ansicht, die sich übrigens mit den Ergebnissen einer von den Deutschen Auslandshandelskammern (AHK) 2009 durchgeführten Befragung von Investoren deckt: mehr als drei von vier Unternehmen halten an der Standortentscheidung Mittel- und Osteuropa fest.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 15/2010.

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