Stadtentwicklungssenator

Berlin braucht mehr Mut zu Veränderung

Berlin (dpa). - In Berlin muss nach Ansicht von Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) deutlich schneller und mehr gebaut werden. "Wir brauchen mehr Mut für Veränderungen", sagte er. In der wachsenden Stadt müssten jedes Jahr 15000 bis 20 000 neue Wohnungen entstehen. Bauflächen dafür gebe es genug, denn Berlin sei im Vergleich zu anderen internationalen Metropolen "relativ locker bebaut". Bislang mangele es manchmal aber noch an der Umsetzungskraft. In diesem Jahr wollten aber allein die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften mehr als 10600 Wohnungen bauen – rund jede dritte davon mit Quadratmetermieten von durchschnittlich 6,50 Euro.

"Da ist der Knoten jetzt geplatzt", lobte Geisel. Dazu kämen zahlreiche größere Projekte privater Investoren wie am Mauerpark oder rund um den Hauptbahnhof. Ziel für die kommenden Jahre seien je 6000 Wohnungen durch die städtischen Gesellschaften und 14 000 durch private Investoren. Dafür legte Geisel einen Neun-Punkte-Plan vor. Unter anderem sollen zehn neue Siedlungen mit insgesamt 50 000 Wohnungen entstehen, unter anderem am Flughafen Tegel. Der Senat werde die Bezirke personell unterstützen, damit mehr Baugenehmigungen erteilt werden.

Das Verbot von Ferienwohnungen soll konsequenter durchgesetzt werden. Bislang seien 6300 Wohnungen gemeldet worden, deren Übergangsgenehmigung Ende April auslaufe, berichtete der Senator. Er gehe aber von rund 6000 bislang nicht gemeldeten Ferienwohnungen aus. Der Senat werde die Bezirke beim Aufspüren unterstützen und Internetportale verpflichten, die Eigentümer der Angebote zu benennen. "Wir werden wesentlich schlagkräftiger." Der SPD-Politiker rechnet auch mit Rechtsstreitigkeiten, die Berlin hart führen müsse. Im Spätherbst sollen die ersten der neuen Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge fertig sein. Die 60 Standorte für Modulbauten seien über die ganze Stadt verteilt.

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