Stahlfahrzeug

Wirtschaftlich durch optimale Konfiguration

Gründau-Rothenbergen (ABZ). - Eine umfassende Produktpalette erfordert bei Herzog Stahlhandel ein spezielles Fahrzeug für die Lieferlogistik. Um Kunden und Baustellen anzufahren ist zudem ein kompaktes Fahrzeug gefordert. Mit dem Servicecenter Reichert fand der in Calw ansässige Stahlhandel einen kompetenten Partner für die Konfiguration eines neuen Lieferfahrzeuges. Mit einem 18-Tonner von Scania war schnell ein geeignetes und leistungsstarkes Lkw-Chassis gefunden. Als Kranaufbau wählte man einen Fassi F70 in der Ausführung H.0.23 mit Funksteuerung, zwei hydraulischen Ausschüben und mechanischer Verlängerung.

Der Kran ist kompakt, wird quer zur Fahrtrichtung hinter dem Fahrerhaus zusammengelegt und lässt trotzdem noch Platz, um Stahlträger von über 12 m Länge transportieren zu können, obwohl die Ladefläche nur 7,5 m Länge hat. Das Standardfahrerhaus wurde dafür in seiner Breite eingekürzt, um so Freiraum zum Durchladen von Stahlträgern und Betonstahl bis nach vorne zu schaffen.

"Da wir nur gelegentlich eine große Kranreichweite brauchen, haben wir zwei hydraulische Ausschübe und darüber hinaus eine mechanische Verlängerung gewählt. Dies spart insgesamt Gewicht ein und bietet zudem mehr Hubleistung am langen Ende des Krans", erklärt Juniorchef Frank Hüsgen von Herzog Stahlhandel und ergänzt: "Bei der Fahrzeugplanung hat uns Firma Reichert mit wertvollen Tipps und guten Ideen sehr geholfen. Wir verfügen damit zwar über ein Spezialfahrzeug mit Sonderausstattungen, das für unser Einsatzspektrum von der Wirtschaftlichkeit her optimal gebaut ist."

Ein Blick auf die tägliche Tourenplanung verdeutlicht das. Nicht selten werden auf einer Tour zehn bis 15 Kommissionen geladen und ausgeliefert. Es reicht von Matten für den Betonbau, Garagentore sowie Walzstahl, Rohre, Bleche und Edelstahl für Schlossereien, T-Träger für den Bau bis hin zu Palettenware, Elektrowerkzeugen und Paketware wie Befestigungstechnik (Schrauben etc.) alles aus dem eigenen Fachmarkt. Für letztere wurden am Lkw unter der Pritsche extra mehrere abschließbare Stauboxen eingebaut. Dies bietet eine sichere und witterungsgeschützte Unterbringung der Waren bis zur Übergabe an Kunden aus der Industrie, Kommunen, Handwerk, Gewerbe und Privathaushalten. Die Pritsche lässt sich mittels einer aufgerollten Plane teil- bzw. vollständig abdecken.

Die Geschichte von Herzog Stahlhandel reicht bis ins Jahr 1889 zurück. Zunächst im Ortskern von Calw mit einem Eisenwarenhandel ansässig wurde das Geschäft immer wieder erweitert und angepasst. Im Jahr 2003 wurde das Einzelhandelsgeschäft in Calw in der Lederstraße aufgegeben und die Aktivitäten am bereits 1967 zusätzlich errichteten Standort Calw Heumaden konzentriert.

2004 entschloss sich Hermann Herzog, damals 70-jährig das Handelsgeschäft an den langjährigen Mitarbeiter Norbert Hüsgen zu übergeben. Im selben Jahr wurde dann die Herzog Stahlhandel GmbH gegründet, die Kunden aus der Region Calw bedient.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 02-2016.

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