Übergangslösung

Schulgebäude auf Zeit errichtet

Bremen (ABZ). - Schulraum wird durch stetig steigende Schülerzahlen nicht nur in Bremen immer knapper. Vorhandene Räume müssen umgebaut und neue Räume geschaffen werden. So kam es, dass im Frühsommer vergangenen Jahres die Firma CHS Container Handel GmbH, ein Unternehmen der CHS Container Group, mit der Schaffung einer schlüsselfertigen Oberschule beauftragt wurde.

Die alten Schulgemäuer stehen unter Denkmalschutz und können nur mit erheblichem Aufwand saniert und renoviert werden. Der Neubau eines komplett neuen Gebäudes kostet sehr viel Geld und Zeit. Hier kristallisierte sich seitens des Kunden schnell eine Übergangslösung aus Containern heraus.

Mit CHS fand sich ein kompetenter Partner, der von der Planung bis zur Durchführung der Maßnahme dem Kunden mit Rat und Tat zur Seite stand. Die CHS Container Group steht für mobile Ideen. Getreu diesem Motto wurde zusammen mit dem Architekten und einem Fachplanerteam eine Interimsschule entworfen, bei der es an nichts fehlen soll. Denn schließlich dauert der Unterricht in diesem Gebäude drei Jahre.

Aufgrund der Schwierigkeit, die Container über den Schulhof zu manövrieren, wurde durch CHS in Abstimmung mit dem Planerteam und der Schulleitung beschlossen, dass die 80 Container, aus denen das Gebäude besteht, in den Herbstferien anrollen sollten. Dieses Zeitfenster stand für den Aufbau der Container zur Verfügung, um das Wohl der Kinder zu schützen. Innerhalb der Herbstferienwochen gelang es CHS, die Container aufzubauen und sämtliche Außenarbeiten, für die ein Kran erforderlich war, abzuschließen. Anschließend ging es mit voller Kraft an den aufwändigen Innenausbau.

Entstanden ist eine L-förmige Anlage mit einem zum Schulhof ausgerichteten Kopfgebäude. Der Baukörper wurde als zweigeschossiger Riegel konzipiert. Ferner gibt es zwei Erweiterungsbausteine, die bereits in die Planung integriert sind.

Die Einzelgebäude bestehen aus einer exemplarischen Gebäudestruktur, die vorwiegend aus 20-Fuß-Containern erstellt ist. Die Klassenräume liegen im hinteren Teil und orientieren sich zur Grünanlage. Die markante Eingangssituation zeigt zum Schulhof und beherbergt das Lehrerzimmer mit Teeküche, die Verwaltung und das Musikzimmer.

Sämtliche bautechnischen und bauphysikalischen Anforderungen wurden seitens CHS erfüllt, wie z. B. die Einhaltung der Energieeinsparverordnung EnEV 2014. Durch die Anbindung der Heizungsanlage an das vorhandene Fernwärmenetz konnte selbst das neue EE-Wämeschutzgesetz eingehalten und der Energieverbrauch erfreulicherweise nochmals um 15 % gesenkt werden. Der Brandschutz wurde von einem Statiker explizit für dieses Gebäude berechnet und nachgewiesen.

Die Sanitäranlagen entsprechen dem neuesten Stand der Technik, Leitungen sind elegant hinter einer Vorwandinstallation versteckt. Selbstverständlich wurde auch an ein WC für Menschen mit Handicap gedacht. Dieses ist vorschriftsgemäß mit einem Notruftaster ausgestattet.

Alle Außenfenster verfügen über einen motorisch betriebenen Blendschutz aus Alulamellen, zusätzliche Rollläden mit Diebstahlsicherung sorgen für Einbruchschutz. Die Fassadengestaltung wurde bewusst in weiß gehalten, da der Bauherr in Erwägung zieht, gegebenenfalls noch eine Textilfassade nachzurüsten.

Akustikpaneele in den Decken schaffen ein angenehmes Arbeitsklima für Schüler und Lehrer. Auch die eingesetzte Technik in den naturwissenschaftlichen Räumen erinnert nicht an ein Interimsgebäude. Neben Laborspülen gibt es zukünftig einen mobilen Laborabzug und einen Säuren-/ Laugenschrank, voneinander getrennte Abluftleitungen werden nach oben über das Dach geführt.

Flucht- und Rettungswegepläne, eine Not- und Sicherheitsbeleuchtung, eine Schließanlage mit Not- und Gefahrenfunktion sowie eine Einbruchmeldeanlage mit Aufschaltung auf einen Wachdienst runden das Sicherheitspaket ab, das komplett durch das Bremer Unternehmen realisiert wurde.

Zur Ausstattung der Schule gehört ein EDV-Netz in den Verwaltungsräumen, Lehrer- und Klassenzimmern, das durch WLAN-Accesspoints in den Fluren abgerundet wird und ebenfalls von CHS realisiert wurde.

Mittels einer Blitzschutzanlage, Brandschutzpaneelen in den Fluren, funkvernetzten Rauchmeldern, Türschließern mit integrierter Rauchmeldersteuerung, Panikbeschlägen in den Türen und einer elektroakustischen Alarmierungsanlage ist nach Aussage des Architekten der geforderte Brandschutz mehr als übertroffen.

Die Freude beim Bauherren ist groß, mit CHS einen starken Partner gefunden zu haben, der sich um alle Belange eines derartig anspruchsvollen Bauvorhabens kümmert. Die Projektbeteiligten, Schulleitung, Schüler, Lehrer und das CHS-Team freuen sich schon auf den nächsten Bauabschnitt, der im Sommer 2016 realisiert werden soll.

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