VDMA

Goldener Dezember rettet Maschinenbau die Bilanz

Frankfurt/Main (dpa). - Ein kräftiger Bestellschub aus dem Ausland hat dem deutschen Maschinenbau die Bilanz für 2015 gerettet. Unter dem Strich lag der Wert der neuen Order für das Gesamtjahr 1 % über dem Wert aus dem Jahr 2014, wie der Branchenverband VDMA kürzlich in Frankfurt berichtete. Dieser reale Zuwachs stammte sowohl aus dem Inland als aus dem Ausland. "Das ist nicht gerade berauschend, aber es zeigt sehr gut die Seitwärtsbewegung im Maschinenbau", erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Trotz der leicht positiven Orderentwicklung im vergangenen Jahr bleibt der Verband bei seiner vorsichtigen Prognose für die Produktion. Danach werde es im laufenden Jahr erneut eine Stagnation ohne reale Produktionssteigerung geben. Der nominale Produktionswert wird für 2015 unverändert auf 199 Mrd. Euro geschätzt und für dieses Jahr auf 201 Mrd. Euro. Die stark exportorientierte Branche mit gut einer Mio. Arbeitsplätzen spürt das verlangsamte Wachstum der chinesischen Wirtschaft ebenso wie die Sanktionen gegen Russland und die Probleme vieler Schwellenländer. Im Gesamtjahr gingen die Aufträge aus den Nicht-Euro-Ländern um 3 % zurück. Deutlicher Nachholbedarf bei den Investitionen zeigt sich hingegen in den um 15% gestiegenen Bestellungen aus dem Euro-Raum. Hier komme man allerdings von einem niedrigen Niveau, hieß es beim VDMA.

Im Monat Dezember hatten aber gerade einige Großaufträge aus dem Nicht-Euro-Raum das Auslandsgeschäft auf ein Plus von 17 % getrieben. Aus dem Inland kamen hingegen 5 % weniger Aufträge. Bei den nur bis einschließlich November vorliegenden Exportzahlen zeigt sich eine deutliche Verschiebung der Absatzmärkte. Das preisbereinigte Exportwachstum von 2,4 % erklärt sich aus gestiegenen Ausfuhren in die USA (+12 %) und in die EU (+6 %), mit denen das schwächelnde China-Geschäft (-6 %) mehr als ausgeglichen werden konnte. Sehr unterschiedlich entwickelten sich im Schlussquartal 2015 die einzelnen Maschinenbausparten. So konnten die Hersteller von Turbinen, Fahrtreppen und Aufzügen sowie Maschinen für Bergbau und Verfahrenstechnik Zuwächse von über 20 % verzeichnen. Einbußen in der gleichen Dimension mussten hingegen die Hersteller von Maschinen für Holzbearbeitung, Gießereien sowie Hütten- und Walzwerktechnik hinnehmen.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 05/2016.

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