100 Prozent umweltverträglich

Neue Leitungen in Flüssigboden gebettet

Baustellen, Bauchemie, Rohr- und Leitungsbau

Die Trasse verläuft innerorts in einem Wohngebiet.

EGGENSTEIN (ABZ). - Die Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen (Landkreis Karlsruhe) hat in der Blumenstraße neue Wasserleitungen und Abwasserkanäle im Zuge der Straßensanierung verlegen lassen. Den Auftrag bekam das Bauunternehmen Weiss GmbH aus Baden-Baden.

Die Leitungen wurden in Flüssigboden nach RAL-Gütezeichen 507 verlegt. Flüssigboden ist ein Gemisch aus dem Bodenaushub der jeweiligen Baustellen und Zusatzstoffen sowie Wasser und bei Bedarf einem Spezialkalk. Er ist das Ergebnis der Entwicklung und Anwendung des Flüssigbodenverfahrens. Dieses wurde ab 1998 durch das Forschungsinstitut für Flüssigboden (FiFB) in Leipzig entwickelt und in verschiedenen Varianten patentrechtlich geschützt. Dieses Fertigungsverfahren ermöglicht es, beliebige Arten von Bodenaushub, industriell hergestellte und natürliche Gesteinskörnungen, sowie andere mineralische Stoffe zeitweise fließfähig zu machen, selbstverdichtend wieder einzubauen und dabei bodenähnliche bis bodengleiche Verhältnisse im bodenmechanischen und bodenphysikalischen Sinn wiederherzustellen. Das Ergebnis ist 100 % umweltverträglich. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Wiederverwendung des auf der jeweiligen Baustelle anfallenden Bodens, womit automatisch die neuen Forderungen des aktuellen Kreislaufwirtschaftsgesetztes erfüllt werden.

Der Flüssigboden für die Baustelle der Firma Weiss in Eggenstein-Leopoldshafen wurde direkt aus dem dortigen Bodenaushub hergestellt. Die Trasse verläuft innerorts in einem Wohngebiet. Da aufgrund des Platzmangels vor Ort eine Lagerung des Bodenaushubes nicht möglich war, wurde dieser nach Baden-Baden verbracht und dort in einer Kompaktanlage in Flüssigboden umgewandelt. Fahrmischer brachten dann den Flüssigboden wieder zurück zur Baustelle, wo er unmittelbar eingebaut wurde. Damit beim Einfüllen des Flüssigbodens die Rohre nicht auftrieben oder verrutschten, wurden diese mittels Rohrverlegehilfen samt Auftriebsmessung fixiert. Der Vorteil des Verfahrens besteht daran, dass es nach dem Einbau der Rohre keine Setzungserscheinungen gibt. Auch ist der Einsatz der Rüttelplatte zur Verfestigung des Flüssigbodens nicht nötig. Das schont die Umwelt, da somit auch den neuen Anforderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetztes zu 100 % entsprochen wird.

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