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1000 Kilonewton Zugkraft

Seilberster-Baureihe nach oben hin erweitert

Terra, Rohr- und Leitungsbau

Der Seilberster X 1000 mit 100 t Zugkraft – ein wahres Kraftpaket.

Reiden/Schweiz (ABZ). – Der Schweizer Hersteller Terra setzt seine Tradition als Erfinder der Seilberster fort. Die existierenden Seilberster mit Zugkräften von 100 kN, 300 kN und 400 kN (10 t, 30 t und 40 t) erhalten jetzt einen großen Bruder. Der Terra-Extraktor X 1000 ist ein innovativer Seilberster, der zur Erneuerung alter Rohrleitungen bis Ø 500 mm eingesetzt wird. Dabei sind Längen bis 125 m möglich. Mit einer Zugkraft von 1000 kN (100 t) erneuert er problemlos Altrohre aus Guss, Stahl, Steinzeug oder PE/PVC.

Berstlining ist ein umweltschonendes Verfahren, mit dem Altrohrleitungen aller gängigen Werkstoffe grabenlos in gleicher Trasse erneuert werden können. Es bietet ein hohes Maß an Flexibilität in der Rohrerneuerung. Das Zugseil des Seilbersters wird durch das Altrohr hindurch gezogen. Anschließend werden das Aufschneidwerkzeug und der Aufweitkonus mit neuem PE-Rohr montiert und eingezogen. Mit dem Seilberster Terra-Extractor wird das Altrohr aufgeschnitten, der Bohrkanal mit dem Aufweitkonus vergrössert und gleichzeitig das neue Rohr eingezogen. In der Regel werden dabei HDPE-Rohre als Endlosrohre eingezogen. Alternativ können auch Kurzrohrmodule zum Einsatz kommen. Beim Berstlining von Grube zu Grube befindet sich der Seilberster Terra-Extractor in der Arbeitsgrube. Er stützt sich mit seiner Frontbox und der Bodenplatte in der Baugrube ab.

Bei den Seilberstern bis 40 t Zugkraft wird aus Platzgründen das Zugseil zuerst über eine große Umlenkrolle von der Horizontalen in die Vertikale umgelenkt und anschließend nach oben gezogen. Eine Zugkraft von 1000 kN (100 t) erfordert eine sehr große Umlenkrolle und einen schweren vertikalen Zugmechanismus. Deshalb entschieden die Techniker von Terra, das Zugseil in der Horizontalen zu belassen und horizontal mit der vollen Zugkraft zu ziehen. Anschließend wird das Zugseil unbelastet in die Vertikale umgelenkt und aus der Grube geführt.

Der Seilberster X 1000 arbeitet mit einer Hauptklemme und einer Gegenklemme. Beide Klemmen werden von jeweils zwei großen Hydraulikzylindern hydraulisch beaufschlagt, wobei die Klemmkräfte ähnlich wie die Zugkraft bei 1000 kN (100 t) liegen.

Der Terra-Extractor X 1000 ist also mit sechs Hydraulikzylindern ausgestattet, vier zum Klemmen und zwei für den Vorschub. Die Hauptklemme wird hydraulisch geschlossen (Klemmkraft 100 t), die Vorschubzylinder fahren aus (Zugkraft 100 t, Hub 0.5 m). Anschließend werden die Gegenklemmen geschlossen, die Hauptklemme geöffnet und die Vorschubzylinder wieder eingefahren. Jetzt kann der nächste Hub beginnen. Ein Takt dauert 10 s. Dies entspricht einer Berstgeschwindigkeit von 180 m/h. Um sowohl neue Seile als auch dreckige und schmierige gebrauchte Seile zuverlässig greifen zu können, sind die Klemmen des Seilbersters X 1000 mit einer Nutgrundfreistellung versehen. Diese patentierte Idee erhöht die Klemmkraft und schafft Stauraum für Schmutz.

Der Seilberster X 1000 arbeitet mit einem Spezialseil Ø 48 mm. Es ist hochfest und flexibel. Mit einer Bruchlast von nahezu 200 t arbeitet der Seilberster X 1000 mit einem Sicherheitsfaktor von 2.0. Speziell für dieses Seil wurde eine Vergusshülse entwickelt, an die die Berstwerkzeuge (Berstkonus, Berstmesser,. . . ) montiert werden. Das Spezialseil wiegt 11 kg/ m. Es wird mit einer Seilwinde durch das Altrohr gezogen. Am anderen Ende wird es auf eine hydraulisch betriebene Seiltrommel aufgewickelt.

Das Hydraulikaggregat X 1000 arbeitet mit zwei getrennten Hydraulikkreisläufen. Für den Vorschub werden 200 l/min bei 250 bar benötigt. Mit dieser Ölmenge benötigt ein kompletter 0.5 m Hub hin und her etwa 10 s. Der zweite Kreislauf hat 40 l/min bei 250 bar und dient zum Klemmen. Selbstverständlich kann der X1000 auch an einen Bagger mit entsprechender Bordhydraulik angeschlossen werden.

Das Bedienpult steht außerhalb der Arbeitsgrube oben auf der Straße. Während der Bedienung hält sich kein Bedienungsmann in der Maschinengrube auf. Da kein Gestänge an- oder abgehängt werden muss, steht während des gesamten Berstvorgangs kein Bedienungsmann in der Maschinengrube. Dies erhöht die Sicherheit für das Personal.

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