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125 Jahre Franz Carl Nüdling Basaltwerke

Baustoff-Hersteller feiert Jubiläum

Die Geschäftsführenden Gesellschafter der Franz Carl Nüdling Basaltwerke GmbH + Co. KG, Peter Nüdling (l.) und Bernhard Pilz.

Fulda (ABZ). – Franz Carl Nüdling Basaltwerke GmbH + Co. KG feiert Jubiläum: Der Hersteller von Baustoffen aus Naturstein und Beton kann dieses Jahr auf 125 Jahre erfolgreiche Firmengeschichte zurückblicken. Die Anfänge gehen zurück auf das Jahr 1893, als der Unternehmensgründer Franz Carl Nüdling einen Produktionsstandort im Phonolith-Steinbruch in Rupsroth in der Rhön/Hessen gründete. Zu den Produkten der ersten Stunde zählte von Hand hergestellter Eisenbahnschotter aus dem Vulkangestein Phonolith. Es folgten bis heute Jahre mit kontinuierlichem Wachstum trotz Weltkriegen, strukturellen und konjunkturellen Krisen.

1923 begannen im Basaltwerk Billstein/Seiferts der Abbau und die Aufbereitung von Basalt in (Edel-)Splitten, Sanden und Schotter für den Straßen-, Wege- und Betonbau. Die Geschäftsführung dieses Werks übernahmen die beiden Söhne August und Richard Nüdling, die nach dem Tode ihres Vaters im Jahr 1931 die beiden Betriebe in Rupsroth und in Billstein zur Firma Franz Carl Nüdling Basaltwerke OHG Fulda vereinigten und die Geschäfte in zweiter Generation fortführten. Ihr Verdienst ist es, große Produktionskapazitäten in den vorhandenen sowie den neuen Werken geschaffen zu haben. Dazu zählt auch der Einstieg in die Produktion von Asphaltmischgut und Betonelementen. Letztere wurden erstmalig im Werk Seiferts ab 1943 hergestellt. Später verlagerte sich der Produktionsschwerpunkt auf hochwertige Pflaster, Gartenmauersysteme und weitere Produkte für den Straßen- bzw. Garten- und Landschaftsbau. Mit der Übernahme des Steinbruches in Suhl/Hasselstein 1951 wurden die Produktionskapazitäten für Produkte des Straßen- und Betonbaues erheblich vergrößert.

1964 erweiterte FCN seine Produktpalette mit der Übernahme des Fertigteilwerkes Grünkorn (in Fulda) um Betonfertigteile für den Hausbau und den Lärmschutz an Straßen. Bis zum Jahre 1998 wurden an diesem Standort auch Betonrohre für den Tiefbau gefertigt.

Ein Portrait des Firmengründers Franz Carl Nüdling.

In 1966–991 übernahmen Hans Dieter Nüdling (bis 1991) und Franzkarl Nüdling (bis 1987) die Geschäftsführung in der dritten Generation. Die systematische Umstellung auf industrielle Fertigung erhöhte die Kapazitäten. Es folgten Jahrzehnte mit regionalem und überregionalem, starkem Wachstum. Die Erschließung von weiteren Geschäftsfeldern in den Bereichen des Fertigteil- und Schallschutzbaus sowie weitere Innovationen in den Segmenten der Betonelemente und Wandbaustoffe erfolgten u. a. durch die aktive Zusammenarbeit in Mitgliedschaften von Kooperationen und Lizenzpartnerschaften.

Die erste Hälfte der 90er-Jahre war gekennzeichnet von der wirtschaftlichen Belebung in den neuen Bundesländern. FCN nutzte dies produktiv in Form der Errichtung neuer Betriebsstätten in Fambach und Wandersleben. Durch Übernahme der Firma MBN in Mühlhausen und Erschließung weiterer Produktionsstätten in Themar, Heringen und Zwickau wurde das Produktportfolio u. a. durch Bordsteine und ein umfangreiches Programm an Gestaltungsplatten für den Garten- und Landschaftsbau erweitert. Die Unternehmensbeteiligungen an verschiedenen Natursteinbetrieben in der Region sichern die Verfügbarkeit von Rohmaterialien und Flexibilität durch kurze Transportwege.

Mit Übernahme der Geschäftsführung durch Peter Nüdling im Jahr 1991 folgte u. a. die sukzessive Neustrukturierung des Unternehmens. Gemeinsam mit Reinold Weber (1987–2013), ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter, wurde eine Spartenorganisation eingeführt und die operative Betriebstätigkeit in die drei Geschäftsbereiche Natursteine, Betonelemente und Fertigteiltechnik übertragen. Ab dem Jahr 1999 operierten diese drei Gesellschaften rechtlich selbstständig und eigenverantwortlich unter dem Dach der Franz Carl Nüdling Basaltwerke GmbH + Co. KG, die fortan als Holdinggesellschaft die zentralen Dienste wie Buchhaltung, EDV und Einkauf übernahm.

Mit dem Ausscheiden von Reinold Weber im Jahr 2013 folgte ihm Bernhard Pilz als Geschäftsführender Gesellschafter bei der Franz Carl Nüdling Basaltwerke GmbH + Co. KG. Darüber hinaus folgte eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in den Gesellschaften der Gruppe. So wurde für die F.C. Nüdling Betonelemente GmbH + Co. KG Frank Diegmüller als Geschäftsführer für die Bereiche Vertrieb und Marketing bestellt. Bernhard Klöppner wurde ebenfalls als Geschäftsführer für die Bereiche Technik und Produktion berufen. Die Position als Geschäftsführer der F.C. Nüdling Fertigteiltechnik GmbH + Co. KG hat Thomas Zentgraf inne.

Heute versteht sich die F.C. Nüdling Unternehmensgruppe als etabliertes mittelständisches Familienunternehmen mit einer Produktpalette, die vom Klassiker für die Gartengestaltung bis zu zukunftsweisenden Innovationen mit regionaler und überregionaler Verfügbarkeit reicht. Neben den Produkten für den Garten- und Landschaftsbau, bei denen vorwiegend der Systemgedanke mit passendem Pflaster, Platten, Mauern und Treppen zum Tragen kommt, zählen Wandbaustoffe, Produkte für den Systemrohbau sowie Lärmschutzwände zum Angebotsspektrum.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 12/2018.

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