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45 Prozent weniger CO2 bis 2030

Kingspan verpflichtet sich zu Klimazielen

"Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Industrie und dem Bestreben, bei allem, was wir tun, ,Planet Passionate' zu sein, sind wir zuversichtlich, dass wir die Ziele erreichen können, die wir uns gesetzt haben", sagt Bianca Wong, Leiterin im Bereich Nachhaltigkeit bei Kingspan.

Blaustein (ABZ). – Die Baubranche ist einer der größten Erzeuger von CO2-Emissionen und Treibhausgasen. Daher verpflichtet sich der Baukonzern Kingspan zu zwölf "Planet Passionate"-Zielen. Das Unternehmen will damit seine CO2-Emissionen bis 2030 um 45 % reduzieren. Dazu sollen Netto-Null-Energie-Technologien ausgebaut und Initiativen zur Meeressanierung umgesetzt werden. Die Strategie orientiert sich laut Kingspan am Pariser Klimaabkommen der Vereinten Nationen und wird mithilfe der Forschungsaktivitäten von Ikon, dem Innovationszentrum von Kingspan, umgesetzt. Die "Planet Passionate"-Ziele sollen laut Kingspan einen Beitrag zur Realisierung erneuerbarer Energien leisten. CO2-Emissionen sollen reduziert werden und weniger Abfälle sollen auf Deponien landen. Kingspan werde mit den "Planet Passionate"-Zielen Wasser sparen, Upcycling-Lösungen für Kunststoffabfälle bereitstellen und zur Reinigung der Weltmeere sowie zum Schutz der Artenvielfalt beitragen.

Die Liste der Maßnahmen ist lang und ambitioniert: 60 % der von Kingspan benötigen Stromversorgung soll künftig direkt aus erneuerbaren Energien gespeist werden. Mindestens 20 % dieser Energie soll an Produktionsstandorten des Unternehmens erzeugt werden. Heute werden dort im Vergleich nach Unternehmensangaben 5,9 % der benötigten Energie hergestellt. Im Kohlenstoff-Sektor soll eine Netto-Null-Produktion realisiert werden. Zudem sei es ein weiteres Ziel, die Produkt-CO2-Intensität durch primäre Lieferpartner zu halbieren. Um Materialien wiederzuverwenden, sollen eine Milliarde PET-Flaschen pro Jahr wieder neu verwendet werden. In Bezug auf Wasserverbrauch und -energie möchte Kingspan 100 Millionen Liter Regenwasser verwenden.

"Die Klimaveränderung ist das wichtigste Thema, mit dem die Welt heute konfrontiert ist, und unsere dringendste Priorität", sagt Gene Murtagh, CEO des Unternehmens. "Bei Kingspan verfolgen wir einen nachhaltigen Ansatz für unser Geschäft. Energieeinsparung stand seit jeher im Mittelpunkt unserer Produkte und der Art und Weise, wie wir unser Geschäft führen."

Durch "Planet Passionate" würden Kohlenstoff und Energie in den Herstellungsprozessen und Produkten reduziert werden, sodass kohlenstoffarme Gebäude gebaut werden können. Das seien klare Ziele, die bis 2030 erreicht werden müssten, so das Unternehmen.

"Um unseren Planeten zu schützen, müssen wir die die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 45 Prozent reduzieren und bis zum Jahr 2050 Netto-Null- CO2-Emissionen erzielen", sagt Bianca Wong, Leiterin im Bereich Nachhaltigkeit bei Kingspan. "Aber wenn wir den aktuellen Kurs beibehalten, werden wir dieses Ziel um mindestens das Fünffache verfehlen." Es sei unabdingbar und dringend, nun Maßnahmen zu ergreifen. Nachhaltigere Bauprodukte und funktionelle Gebäudeverkleidungen würden eine große Menge Energie und Kohlenstoff einsparen. "Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Industrie und dem Bestreben, bei allem, was wir tun, ,Planet Passionate' zu sein, sind wir zuversichtlich, dass wir die Ziele erreichen können, die wir uns gesetzt haben", so Wong.

Die Ellen-MacArthur-Stiftung hat das Unternehmen als Mitglied der Initiative Circular Economy 100 (CE100) aufgenommen. "Wir freuen uns, die Kingspan-Gruppe im CE100, dem weltweit führenden Netzwerk für Kreislaufwirtschaft, begrüßen zu dürfen", sagt Joe Murphy, CE100-Leiter der Ellen MacArthur Foundation. "Das CE100 bringt Führungskräfte und Innovatoren aus der ganzen Welt zusammen, um Wachstumschancen zu erschließen." Die Zusammenarbeit einer dynamischen Gemeinschaft helfe den einzelnen Mitgliedern, schneller mehr zu erreichen, so Murphy. Kingspan bringe Know-how und Ressourcen in den Umweltbereich der Stiftung ein.

"Planet Passionate" werde nicht nur Auswirkungen auf den ökologischen Fußabdruck des Geschäftes haben. Es sei außerdem das Ziel, die Umweltleistung der einzelnen Produkte zu verbessern. Dies gelinge, indem indirekte Emissionen reduziert und die Kreislaufwirtschaft optimiert werde, so Kingspan. Im Jahr 2011 hatte Kingspan angekündigt, eine Netto-Energiebilanz von Null bis zum Jahr 2020 erreichen zu wollen, indem es 10 % des betrieblichen Energieverbrauchs mit erneuerbaren Energien ausstattet. Das Unternehmen werde dieses Ziel eigenen Angaben zufolge voraussichtlich erreichen. Zudem hat sich Kingspan der Initiative "Scienced Based Targets" angeschlossen. Diese möchte Treibhausgasemissionen in den Bereichen eins, zwei und drei um 10 % senken.

Kingspan hat außerdem eine dreijährige Partnerschaft mit der EcoAlf Stiftung vereinbart. Jedes Jahr werde die Stiftung 150 t Plastikmüll, davon 10 % PET, aus dem Mittelmeer entfernen, so das Unternehmen. Das aus EcoAlf-Projekten gewonnene Meeres-PET werde den upgecycelten PET-Flaschen hinzugefügt. Daraus stelle Kingspan wiederum neue Isolierungen her. Das Unternehmen plant, bis 2025 durch "Planet Passionate" vier weitere Projekte zur Ozeansanierung zu unterstützen.

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