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50-jährige Erfolgsgeschichte

Linde erreicht Meilenstein bei Elektrostaplern

Im März 1971 begann auf der deutschen Industriemesse in Hannover die Erfolgsgeschichte der Elektrostapler von Linde Material Handling. Zum 50-jährigen Jubiläum wird im Juni eine neue, zukunftsweisende Fahrzeuggeneration vorgestellt.

Aschaffenburg (ABZ). – Im März 1971 begann auf der deutschen Industriemesse in Hannover die mittlerweile 50-jährige Erfolgsgeschichte von Linde Material Handling. Damals wurde der der erste Elektrostapler präsentiert. Seither hat der Warenumschlagspezialist die Elektromobilität mit vielen technischen Innovationen geprägt und ist laut eigenen Angaben zum europäischen Marktführer im Segment der Elektro-Gegengewichtsstapler avanciert.

Jetzt stehe das nächste Highlight an: Im Juni startet die Einführung einer neuen Generation Elektrostapler, die "das Beste aus zwei Welten" verbinden soll. Der Elektrostapler soll dem Verbrenner ebenbürtig werden.

"Rückblickend war es eine Entscheidung für die Zukunft", sagt Stefan Prokosch, Senior Vice President Brand Management bei Linde Material Handling (Linde MH). "Heute bieten wir unseren Kunden nicht nur ein großes Portfolio an elektrischen Flurförderzeugen mit verschiedenen Energiespeichern an, sondern nutzen unser Know-how auch, um Fahrzeuge aller Art – von der Droschke bis zur Draisine – zu elektrifizieren."

Als Anfang der 70er-Jahre der erste mit Strom angetriebene Stapler der Marke Linde auf den Markt kam, war das große Potenzial der Elektromobilität noch nicht absehbar. Die Entwicklung zielte in erster Linie darauf ab, ein Gerät für Anwendungen in geschlossenen Hallen anzubieten. Mit dem Batteriestapler schlug Linde MH ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte auf, denn Antrieb und Energiespeicher stellten andere technische Herausforderungen als das Flaggschiff: der Linde-Hydrostat. Highlights der ersten Elektrobaureihe im Traglastbereich von 1 bis 1,5 Tonnen waren der Zwei-Motoren-Frontantrieb, für Wendemanöver auf kleinstem Radius, sowie die vom Hydrostaten bekannte Doppelpedalsteuerung. Diese sollte den Wechsel zwischen beiden Antriebsarten für die Bediener erleichtern.

Die Weiterentwicklung von Leistungselektronik und Digitaltechnik ebnete den weiteren Erfolgspfad der Elektrostapler von Linde MH. 1999 wurde das erste Modell mit Drehstrom- beziehungsweise Asynchronmotor ins Produktportfolio aufgenommen. Für diesen neuen Antrieb entwickelten die Ingenieure eigene Leistungs- und Steuerungsmodule. Dadurch konnten die Vorteile einer höheren Performance mit hoher Zuverlässigkeit sowie anspruchsvollen Außeneinsätzen verbunden werden. Klein und wartungsfrei, ließen sich die beiden Fahrmotoren außerdem samt Hubhydraulik und aller Steuerteile zu einer Baugruppe zusammenfassen – der Kompakt-Antriebsachse. Stromschienen ersetzten lange Kabelleitungen und sorgten in den neuen Modellen Linde E14 bis E20 ab 2006 für sparsamere Energieverbräuche. Erstmals gab es auch ein On-Board-Ladegerät für flexibles Laden an Steckdosen und obenliegende Neigezylinder für mehr Stabilität des Hubgerüsts. Die Nutzung der Lithium-Ionen-Technologie als neuen Energiespeicher sowie die Entwicklung der Brennstoffzelle mit Wasserstoff als Energiequelle für Flurförderzeuge haben dem Elektrostapler in den vergangenen zehn Jahren weiteren Schub verliehen.

Weiteres Wachstum verspricht ab Juni dieses Jahres eine neue Generation von Linde-Staplern. "Mit einer komplett neuen Entwicklung werden unsere Elektrogeräte endgültig zu den leistungsstarken Verbrennern der Marke Linde aufschließen", kündigt Prokosch an. Mitte Juni sollen die neuen Fahrzeuge virtuell vorgestellt werden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 20/2021.

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