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65. NordBau

Bewusster Umgang mit Rohstoffen steht im Fokus

Die NordBau findet vom 9. bis 13. September in den Messehallen Neumünster statt. Die Veranstaltung erstreckt sich über 69 000 Quadratmeter Freigelände und mehr als 20 000 Quadratmeter Hallenfläche.

Neumünster (ABZ). – Mit den Sonderschauen "Ausbau und Aufstockung von Dachgeschossen" und "Recycling im Hoch- und Tiefbau" fokussiert die NordBau-Messe wichtige und aktuelle Themen. Sie findet vorraussichtlich vom 9. bis 13. September in den Messehallen Neumünster statt.

Die Veranstaltung erstreckt sich über 69 000 Quadratmeter Freigelände und mehr als 20 000 Quadratmeter Hallenfläche. Auf der Messe soll es um dringend benötigten und bezahlbaren Wohnraum in Ballungsgebieten und verantwortungsvollen Umgang mit knapper werdenden Rohstoffen im Baugewerbe gehen, so die Veranstalterin Holstenhallen Neumünster GmbH. Die Messe richte sich an alle Bauverantwortlichen im nördlichen Europa. Zusammen mit dem schleswig-holsteinischen Bauministerium und dem Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein setzt die 65. NordBau mit dem Sonderthema "Dachgeschosse ausbauen und aufstocken" eigenen Angaben zufolge ein wichtiges Zeichen in einer Zeit, in der Wohnraum in Ballungsräumen immer knapper wird. Durch die im letzten Jahr erfolgte Neuregelung der Landesbauordnung Schleswig-Holsteins soll es jetzt leichter möglich sein, benötigten Wohnraum – gerade im Stadtgebiet – zu schaffen.

"Der Dachgeschossausbau bietet ein großes Potential", sagt Alexander Blazek, Vorsitzender Haus & Grund Schleswig-Holstein. "In unserem Bundesland könnten Tausende von Wohnungen dort entstehen, wo Wohnraum und Bauland knapp ist." Das Sonderthema "Dachgeschosse ausbauen und aufstocken" biete Gebäudeeigentümern die Gelegenheit, sich konkret und praxisnah über die Potentiale der eigenen Immobilie zu informieren, so Blazek. Dabei stehe vor allem die Nachverdichtung im Bestand durch Dachgeschossausbau und -aufstockung im Blickpunkt der Sonderschau. Dort können sich Immobilienbesitzer, Bauherren, und Wohnungsgenossenschaften informieren. Auch bestehe die Möglichkeit, Immobilien auf Erweiterungsmöglichkeiten zu überprüfen, so die Verantwortlichen der Messe. Dazu würden impulsgebende Ideen in 1:1-Modellen des Landesinnungsverbandes des Dachdeckerhandwerk Schleswig-Holstein vorgestellt. Sie sollen moderne Ansätze und Möglichkeiten des Dachgeschossausbaus bei Steildächern demonstrieren und die Chance der Aufstockung bei Flachdächern aufzeigen.

Zudem wird das Innenministerium Schleswig-Holstein auf der NordBau über Sonderförderungen, Abstandsregelungen sowie über moderne Bau- und Dämmstoffe informieren. Die NordBau trifft mit diesem Sonderthema bei vielen Architekten, Bauingenieuren, Handwerkern und Immobilien-besitzern den Nerv der Zeit. Das zeigt auch der "Tag des Bauministers", der am 1. September ganz im Zeichen des Themas "Dachgeschoss-Ausbau und Aufstockung" steht.

Knapper werdende Rohstoffe, hohe Transportkosten und wachsende Probleme mit anfallendem Sondermüll: Das Thema "Recycling im Hoch- und Tiefbau" beschäftigt alle Beteiligten im Baugewerbe. Aus diesem Grund veranstaltet die NordBau in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen, dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Digitalisierung Schleswig-Holstein und der Technischen Hochschule Lübeck eine weitere Sonderschau auf rund 400 Quadratmetern. Dort sollen Möglichkeiten gezeigt werden, wie Rohstoff gesichert, Sondermüll vermieden und regionale Baustoffe effizienter verwendet werden können.

Auch die Verringerung von Transportkosten und Chancen des Recyclings spielen dort eine wichtige Rolle. "Von allen Wirtschaftszweigen fallen am Bau die meisten Abfälle an", sagt Prof. Dr. Helmut Offermann von der Technischen Hochschule Lübeck. "Deshalb müssen wir die Chancen des Recyclings nutzen. Wenn wir ressourcenschonend bauen wollen, müssen wir uns auch über die Lebensdauer von Baustoffen Gedanken machen." Der Wunsch nach neuen Baustoffen sei dabei nur eine Seite der Medaille, das Deponieren eine andere, so Prof. Dr. Offermann. "Regionale Baustoffe, die aufbereitet werden, könnten der Weg in die Zukunft sein. Dazu müssen Bauherren bewusst regionale Baustoffe wählen und Baustoffhersteller trennbare Stoffe anbieten."

Die NordBau gilt Veranstalterangaben zufolge als wichtigste Kompaktbaumesse im nördlichen Europa und im Ostseeraum. Über die NordBau erreichen mehr als 800 Aussteller aus 13 Ländern rund 63 000 Besucher jährlich, so die Holstenhallen Neumünster GmbH. Insgesamt 50 Seminare und Veranstaltungen würden von 4300 Tagungsteilnehmern besucht. Weitere Informationen zur NordBau finden Interessierte auf www.nordbau.de.

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