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A&A

Der Mensch steht im Fokus

Von Wolfram Diener

Wolfram Diener ist Geschäftsführer der Messe Düsseldorf GmbH.

Düsseldorf. – Eine immer stärkere internationale Vernetzung bringt neue Unternehmensstrukturen und Produktionsbedingungen mit sich, deren Herausforderungen im Job gemeistert werden müssen. Dafür braucht es einen modernen Arbeitsschutz und intelligente Konzepte. Zukünftig werden weltweit mehr und mehr Menschen in Netzwerken arbeiten und mit Hilfe von IT-Medien unabhängig von Orten und festen Arbeitszeiten als virtuelles Team Aufgaben lösen. Experimentelle Arbeitswelten können durch flexible Arbeitsstrukturen hochattraktiv für junge Talente sein. Auch Produktionsabläufe organisieren sich mit Hilfe dezentraler IT-Intelligenz und autonomer Robotersysteme zunehmend selbständig und passen sich z. B. automatisch an externe Anforderungen wie unerwartete Prozessstörungen oder wechselnde Nachfrage an.

Mit einer Erreichbarkeit von Beschäftigten quasi rund um die Uhr steigt die Gefahr psychischer Belastungen und Erkrankungen. Auch die Kontrolle des Einzelnen kann durch neue Technologien zunehmen. Dass tiefgreifende strukturelle Veränderungen und neue Formen der Organisation die Chance bieten, die Rahmenbedingungen von Arbeit gesünder und weniger belastend zu gestalten, stellt die A+A 2019, Weltmesse für Persönlichen Schutz, Betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, vor. Gleichzeitig schärft sie den Blick für potenzielle Risiken und erforderliche Schutzmaßnahmen.

Vom 5. bis 8. November treffen sich bei der 36. A+A in Düsseldorf Fachbesucher aus der ganzen Welt, um sich einen Überblick über neue Trends, Produkte und gesetzliche Vorschriften zu verschaffen. Auch dieses Mal schlägt die A+A als internationale Fachmesse mit Kongress die Brücke zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen, praktischen Anwendungen und bildet eine Plattform für den Dialog von Politik und Wirtschaft.

Das Interesse an den A+A-Themen Persönlicher Schutz, Betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ist ungebrochen. 2019 steht zusätzlich die neue Halle 1 zur Verfügung. Damit kann in diesem Jahr der Wunsch vieler Aussteller nach einer Erweiterung der Präsenta-tionsfläche erfüllt werden. Erwartet werden etwa 2000 Aussteller. Zur A+A 2017 kamen rd. 69 000 Fachbesucher, 47 % von ihnen reisten aus dem Ausland an.

Unternehmen und Fachhändler von allen Kontinenten sind vertreten. Die alle zwei Jahre stattfindende Leitmesse für sicheres und gesundes Arbeiten wendet sich an Verantwortliche aus dem betrieblichen Arbeitsschutz- und Sicherheitsmanagement, an Personalverantwortliche und Betriebsräte, Fachhändler und Einkäufer aus der Industrie, Betriebsärzte, Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Hilfs- sowie Rettungsorganisationen. Weitere Zielgruppen sind Verantwortliche der Aufsichtsorgane sowie Inhaber kleiner und mittlerer Betriebe.

So vielfältig die Zielgruppen und Inhalte der A+A sind, lassen sie sich in drei zentrale Bereiche gliedern: Persönlicher Schutz, betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Kernthema der A+A ist nach wie vor der persönliche Schutz. Sämtliche Marktführer sind erneut auf der diesjährigen Messe als Aussteller vertreten. Der Markt für Persönliche Schutzausrüstung boomt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen wächst das allgemeine Sicherheitsbewusstsein. Auch die Tatsache, dass Arbeitskleidung funktionell weiterentwickelt und optisch aufgewertet wird, fördert den Trend. Immer mehr umweltverträgliche Materialien aus fairem Handel entsprechen zudem dem Wunsch vieler Entscheider nach mehr Nachhaltigkeit.

Ein weiterer Grund für den Aufwärtstrend ist der zur Image Wear. So werden bspw. Sicherheitsschuhe in Sneakerform oder Arbeitshosen im Freizeitlook für immer mehr Menschen zum modischen Statement. 2017 haben allein 56 Aussteller auf der A+A den Bereich Corporate Fashion/Image Wear zu ihrem Schwerpunkt erklärt. Hinzu kamen weitere 260 Unternehmen mit Produktpräsentationen in diesem Segment – damit war die A+A im internationalen Vergleich die größte Messe zu diesem Thema. Für 2019 wird mit einem weiteren Wachstum dieses Bereichs gerechnet. Der Corporate Fashion-Markt definiert Mitarbeiter mit Kundenkontakt zur zentralen Zielgruppe. Berufsbekleidung mit und ohne Schutzfunktion wird dabei zum Marketinginstrument, das die Präsenz des Unternehmens in der Öffentlichkeit unterstützt und wichtige Kontakt- und Kommunikationsaufgaben erfüllt.

Als zweites Kernthema der A+A-Themen stehen die betriebliche Sicherheit und der Schutz jedes einzelnen Beschäftigten im Unternehmen oder einer Organisation im Fokus. Ziele sind hierbei, durch Schutzmaßnahmen Risiken für den einzelnen Mitarbeiter zu minimieren und die technische Sicherheit von Anlagen und Gebäuden zu gewährleisten. Sichere Lagerung, Verkehrsschutz, Strahlenschutz, bauliche Absturzsicherung sowie betrieblicher Umweltschutz sind in dem Feld einige der Schwerpunkte. Bei drohenden schadenbringenden Ereignissen sollen negative Folgen nach Möglichkeit vermieden oder aber reduziert werden. Aus diesen Gründen gewinnen die Aspekte des präventiven Brandschutzes, der Explosionsschutz und ein umfassendes Notfallmanagement an Bedeutung.

Gesundheit als zentrales Anliegen jedes Menschen zu fördern bedeutet auch, die Arbeitskraft jedes Einzelnen zu erhalten. Wie das gehen kann, damit beschäftigt sich der dritte A+A Schwerpunkt Gesundheit bei der Arbeit. Die A+A präsentiert Lösungen in den Bereichen Akustik, Licht/Beleuchtung, Raumklima, ergonomische Arbeitsmittel und Arbeitsplatzgestaltung. Im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention geht es um gesunde Ernährung, Bewegung, Stressabbau und Entspannung und Drogenprävention.

Der rote Faden aller Präsentationen auf der A+A ist die Highlight-Route mit Produkten, Konzepten und Lösungen für die Zukunft der Arbeit. Hier werden praktische Produkte wie digitale Hilfsmittel vorgestellt oder innovative Arbeitsplatzmodelle präsentiert. Neue Denksätze, die bisher bekannte Muster der Arbeitsorganisation und des Personaleinsatzes verändern, bieten unternehmerische Chancen wie Flexibilität und Kostenoptimierung. Aber die Aussteller der A+A 2019 haben auch die Risiken durch immer komplexere und deshalb schwer beherrschbare Prozesse im Blick. Die A+A stellt mögliche Lösungsansätze vor.

In Halle 10 wird erneut der Treffpunkt Sicherheit und Gesundheit für alle nicht-kommerziellen Aussteller zu finden sein. Hier präsentiert die Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Basi e. V. gemeinsam mit ihren internationalen und nationalen Partnern ein breites Beratungs- und Informationsangebot, ergänzt durch unterhaltsame und lebendige Aktionen zum Mitmachen und Lernen. Vertreten sind auch die ideellen Träger des Arbeits- und Gesundheitsschutzes – also Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, Ministerien und staatliche Einrichtungen, Berufs- und Fachverbände, Hochschulen und weitere Non- Profit-Organisationen

Die Fachmesse lädt durch Sonderschauen wie z. B. zum Thema "Sicheres Retten" der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft und des Technischen Hilfswerks oder "Brandschutz und Notfallmanagement" mit dem Werkfeuerwehrverband Deutschland sowie den Trendforen "Workplace Design & Health" und "Safe-ty & Security" zum intensiven Dialog mit Fachleuten und zum Erleben und Ausprobieren ein.

Begleitend zur Fachmesse findet der 36. Kongress zur A+A als führende Gemeinschaftsveranstaltung des Arbeitsschutzes in Deutschland statt. Hier treffen sich die Akteure aus Industrie, Handwerk und Handel, Verwaltung, Politik und Wissenschaft zum fachlichen Austausch über neue Konzepte und Herausforderungen der Branche.

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