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Ab-Hof-Vermarkter

Ambiente mit Pflastersystem geschaffen

Beton Pfenning, Architektur, Betonfertigteile

Der natürliche Pflasterbelag Via Natura im Farbton sandgelb texturiert schmückt auch den Kräutergarten des Hofgutes.

GROß-GERAU (ABZ). - Wurde früher noch die Milch auf einfachstem Wege direkt aus dem Kuhstall verkauft, so lassen sich heute zeitgemäße Direktvermarkter einiges einfallen, um Kunden auf den Hof zu locken. Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist das gesamte Einkaufsambiente.

Wie man mit einem geeigneten Pflastersystem die Basis für ein gelungenes Einkaufserlebnis schaffen kann, das zeigt das Beispiel des Gutshofs Klostereck im hessischen Klein-Rohrheim, bei dessen Sanierung Betonpflastersteine mit einer besonders natürlichen Anmutung zum Einsatz kamen.

Der Gutshof Klostereck liegt im Kreis Groß-Gerau und ist ein über 400 Jahre altes Kulturdenkmal. Im April 2011 ging der Hof in den Besitz der Familie Pfeil über, die aus dem Gutshof mehr als einen gewöhnlichen Hofladen machen möchte. Inhaber Udo S. Pfeil schildert seine Intention: "Mit dem Erwerb des Gutshofes möchten wir ehrliche Landwirtschaft mit familienfreundlicher Gastronomie kombinieren. Unser Konzept basiert auf den drei Säulen Hofladen, Gastronomie und Landwirtschaft." Um hierfür die baulichen Voraussetzungen zu schaffen, wurden die alten Stallungen und Scheunen im Sinne des Denkmalschutzes umgebaut.

Hauptmagnet stellt momentan noch der etwa 200 m² große Hofladen dar. Udo S. Pfeil beschreibt das Angebot: "Hier können unsere Kunden in angenehmer Atmosphäre einkaufen. Je nach Saison bieten wir Gemüse aus eigenem Anbau, Wildspezialitäten aus eigener Jagd und selbstgemachte Marmeladen. Alle diese Produkte ernten wir frisch von unseren Feldern."

Besonders wichtig bei der Sanierung des Objektes waren dem Landwirt die Außenanlagen, insbesondere der etwa 1800 m² große Innenhof. Hierzu Udo S. Pfeil: "Es ist unser Ziel, für unsere Kunden in jeder Hinsicht auf dem Areal eine angenehme Aufenthaltsqualität zu schaffen. Hofladen, Scheune, Verwaltungsgebäude, Gastronomie – alle diese Gebäude, die diesen Innenhof umgeben, haben eine andere Funktion. Der Innenhof sollte daher die Aufgabe übernehmen, diese heterogenen Bauwerke auf eine harmonische Weise miteinander zu verbinden." Für die Befestigung der Hoffläche suchte der Bauherr daher nach einem Pflasterbelag, der diese Aufgabe wahrnehmen kann. Die Schwierigkeit: "Da wir es hier mit einem denkmalgeschützten Objekt zu tun haben, musste der Belag von der oberen Denkmalbehörde freigegeben werden", erklärt Pfeil. Ein Natursteinpflaster schied für die Planer wegen mangelnder Gehfreundlichkeit und der hohen Verlegekosten von vorne herein aus. Stattdessen entschied man sich für ein Betonsteinpflaster, das optisch einem Natursteinpflaster sehr nahe kommt, dabei aber alle Vorteile eines industriell gefertigten Betonpflasters mit sich bringt. Hierzu Udo S. Pfeil: "Auf dem gesamten Innenhof haben wir das Pflastersystem Via Natura aus dem Hause Pfenning aus Lampertheim verlegt. Das Besondere an diesem Steinsystem sind die unterschiedlichen Texturen und die natürliche Linienführung die sich durch ein spezielles Behandlungsverfahren ergibt. In den Farben sandgelb und terra und dank der zahlreichen Formate, wirken die Flächen insgesamt sehr naturnah und entfalten genau die gewünschte Wirkung. Diese Optik wurde von der Denkmalbehörde problemlos akzeptiert."

Zur Strukturierung der großen Fläche legte man noch einen Kräutergarten nach historischem Vorbild an. Über diesen gelangen Besucher des Hofladens in den Außenbereich der Gastronomie. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Udo S. Pfeil ist sich sicher: "Dank der natürlichen Flächenbefestigung wirkt der gesamte Innenhof wie aus einem Guss. Hiermit schaffen wir genau die gewünschte Atmosphäre, die sich der anspruchsvolle Verbraucher von heute für einen Hofladen mit Gastronomie wünscht." Ab Sommer 2015 sollen Gäste auch noch die Möglichkeit der Übernachtung geboten bekommen – bei dem Ambiente bleibt die Mehrzahl sicher nicht nur für eine Nacht.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 22/2015.

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