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Abdichten in der kalten Jahreszeit

Bauchemie ermöglicht Bauen ohne witterungsbedingte Verzögerungen

Anwärmen der Stirnseite des Betonfertigteils vor dem Aufbringen des Abdichtbandes RubberElast.

Magdeburg (ABZ). – Der Herbst ist da, der Winter kommt und die Temperaturen sinken. Wer jetzt mit seinem Bau im Verzug ist, der hat es oft schwer. Gerade Abdichtungsarbeiten müssen dann bis zum kommenden Frühjahr ruhen. Doch dank moderner Produkte kann jetzt auch in der kalten Jahreszeit gearbeitet werden. Heutzutage wird bei guter Witterung auch mal Mitte Dezember eine Baugrube ausgehoben und Beton gegossen. Auf Winterbaustellen mit Temperaturen über 5 °C sind meist nur wenige Vorkehrungen nötig. Doch sinken die Temperaturen weiter, wird es komplizierter. Viele traditionell eingesetzte Baustoffe verändern ihre Materialeigenschaften bei Minusgraden. Schon das Betonieren bei winterlichen Temperaturen wird zur Herausforderung, muss doch der Bauort frost-, eis- und schneefrei sein. Bei Maurerarbeiten müssen die Steine vollständig frostfrei sein und frische Mauern müssen vor Frost geschützt werden.

Ohne Schutz vor Minusgraden ist ein Arbeiten mit wassergebundenen und wasserlöslichen Baustoffen nicht mehr möglich. Ein typisches Beispiel: Die Bodenplatte ist kaum fertig und schon kommt der Frost. Konnten früher die Rohbauarbeiten auf der Baustelle nur teilweise fortgesetzt werden, stellt dies heute dank moderner Bauchemie, kein Problem mehr dar. So können Wände aus Betonfertigteilen auch bei niedrigen Temperaturen sicher abgedichtet werden. Die Abdichtung der Fertigteilfugen erfolgt hier mit einem dauerelastischen Abdichtungsband auf Basis von Butylkautschuk (RubberElast), welches dem Unternehmen zufolge auch bei Temperaturen von bis zu -10 °C eingebaut werden kann. Das Band funktioniert als Quetschdichtung. In kürzester Zeit können die Fertigteile montiert werden und sind gegen drückendes Wasser (bis 5 m Wassersäule) sicher abgedichtet. Sogar bei stark belasteten Ingenieurbauwerken im Hochwasserschutz. Bspw. wurde das Quetschband erfolgreich für die Abdichtung einer Hochwasserschutzwand verwendet.

Andrücken des Abdichtbandes.

Das Land Sachsen Anhalt, vertreten durch den Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, errichtete in einer hochwassergefährdeten Zone im Raum Aschersleben zum Schutz vor weiteren Hochwasserereignissen in kürzester Zeit einen 900 m langen Wall. Auch bei niedrigen Temperaturen konnten die Betonfertigteile mit dem dauerelastischen Quetschband sicher und schnell abgedichtet werden. Neben dem Gebrauch von Fertigteilen findet auch die klassische Mauer ihre Anwendung im Bau. Diese wird als erdberührtes Bauteil oft mit einer lösemittelfreien, wasserbasierenden Bitumendickbeschichtung gegen drückendes Wasser abgedichtet. Für diese Beschichtung ist bei niedrigen Temperaturen oft schon Schluss, da sie ablüften müssen. Mit einer Flächenbeschichtung auf der Basis eines speziellen Polymers (FlächenElast) kann jedoch problemlos weitergearbeitet werden. Das Produkt ist lösemittel- und wasserfrei und kann so auch bei niedrigen Temperaturen bis 0 °C angewendet werden. Es ist bis zu 10 m Wassersäule druckwasserdicht.

Auch das zwingend erforderliche Abdichten von raumabschließenden Bauteilen wie Türen und Fenstern kann heutzutage bei Temperaturen von bis zu -3 °C unkompliziert erfolgen. Mit einem dauerelastischen, UV- und witterungsbeständigen Fugendichtstoff (InnoElast) können die Bauteilfugen abgedichtet werden, sodass eindringende Feuchtigkeit und ungewollte Luftwechsel unterbunden werden. Auf den verschiedenen Untergrundmaterialien wie Beton, Holz, Stahl, PVC usw. kann der Fugendichtstoff nach Herstellerangaben problemlos aufgebracht werden.

So konnten bspw. auch während der kühleren Monate die Fugen der Betonfassade des Firmensitzes der BT innovation mit InnoElast abgedichtet werden. Da der Fugendichtstoff ebenfalls lösemittel- und wasserfrei ist, mussten die Arbeiten nicht unterbrochen werden. Für das Produkt wird kein Primer benötigt, da es von sich aus sehr hohe Haftkräfte aufweise. Wer Bauteilfugen auch bei niedrigen Temperaturen abdichten möchte, stößt oft auf Probleme. Da die meisten Produkte auf Wasserbasis sind, verändern sie ihre physikalischen Eigenschaften und sind nicht mehr anwendbar. Durch eine Kombination aus Klebstoff und Folie (ProElast) können nach Herstellerinformationen bspw. Bauteilfugen von Massivwänden nachträglich schnell und sicher gegen hohe Drücke abgedichtet werden. Denn das Produkt kann bis 0 °C problemlos angewendet werden, da es kein Wasser enthält. Die Fugen sind bis zu einer Wassersäule von 20 m druckwasserdicht.

Die moderne Bauchemie gibt uns im Bereich der Abdichtungsprodukte heutzutage mehr Möglichkeiten denn je. Dadurch können Bauverzögerungen minimiert und die Bauzeiten verkürzt werden. Stillstandskosten bei schlechtem Wetter gehören mehr und mehr der Vergangenheit an.

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