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Absatz- und Umsatzplus

Baukonjunktur beflügelt Unipor

Jahrespressekonferenz der Unipor-Gruppe: Auf der Fachmesse BAU in München bezogen Vorstandsvorsitzender Anton Hörl (r.) und Geschäftsführer Dr. Thomas Fehlhaber Stellung zu den Unipor-Geschäftszahlen und aktuellen Entwicklungen in der gesamten Ziegelindustrie.

München (ABZ). – 2018 war für die bundesweite Unipor-Ziegel-Gruppe ein gutes Jahr: Wie der Herstellerverbund auf einer Pressekonferenz anlässlich der BAU in München mitteilte, konnten die acht Unipor-Mitgliedswerke im vergangenen Jahr insgesamt 584 Mio. Normalformat-Einheiten (NF) an Hintermauerziegeln absetzen – ein Zuwachs von 3,1 % gegenüber dem Vorjahr. Auch der Umsatz sei im gleichen Zeitraum auf nunmehr 109,9 Mio. Euro angestiegen, was einem Plus von 4,9 % entspricht. Mit den aktuellen Geschäftszahlen knüpfe die Unipor-Gruppe an den positiven Trend vergangener Jahre an. "Der hohe Wohnraumbedarf sorgt weiterhin für rege Bautätigkeit. Besondere Aufgaben sind dabei die Umsetzung bezahlbarer Lösungen – nicht zuletzt im Kontext zur Energiewende", so Geschäftsführer Dr. Thomas Fehlhaber. Bei Unipor geht man daher von einer Fortsetzung der robusten Auftragslage für 2019 aus.

Rd. 20 % beträgt nach Aussage von Unipor der bundesweite Ziegel-Marktanteil der acht mittelständischen Mitgliedsunternehmen: An zwölf Standorten in Deutschland produzieren sie überwiegend hochwärmedämmende Hintermauerziegel sowie ergänzende Systemprodukte. 2018 konnten alle Unipor-Ziegelwerke ihr Vorjahresergebnis zumindest wieder erreichen, wenn nicht sogar verbessern. Insgesamt wurden dem Verbund zufolge 584 Mio. Normalformat-Einheiten verkauft, was einem Plus von 3,1 % gegenüber dem Vorjahr (566,5 Mio.) entspricht. Und auch der Umsatz der Unipor-Ziegelwerke profitierte davon: 2018 lag er bei 109,9 Mio. Euro (Vorjahr: 104,8 Mio.) – ein Plus von 4,9 %. Ihre Geschäftsentwicklung verdankt die Unipor-Gruppe insbesondere der weiterhin guten Auftragslage in der Bauwirtschaft. Nach Markteinführung der wärmedämmenden Deckenrandelemente (DRE) in 2016 sei die Marktdurchdringung mittlerweile erreicht. Die Nachfrage nach vorgefertigten Ziegelbauteilen konnte in 2018 hingegen nicht gesteigert werden und liegt bei rd. 10 % des Umsatzes. Die Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr sind verhalten positiv. Mit Verzögerung zeigen die letzten Jahre, dass dem hohen Bedarf an Wohnraum langsam Rechnung getragen wird. So stiegen laut amtlicher Statistik die Baugenehmigungszahlen in den letzten Jahren stetig an. 2018 lagen sie ersten Auswertungen des statistischen Bundesamtes zufolge bis Oktober 2018 bei rd. 289 716. Doch das Ziel der Bundesregierung von jährlich 375 000 neuen Wohneinheiten wurde wiederholt verfehlt. Gebremst wird die rege Bautätigkeit auch von begrenzten Verarbeitungskapazitäten. "Seitens der Produktion könnten ausreichend Baustoffe geliefert werden. Doch auch der Mauerwerksbau ist von der sinkenden Zahl an Nachwuchskräften und damit einer Vielzahl offener Stellen betroffen. Durch diesen Engpass verzögern sich Bauvorhaben vielfach. Der Wohnungsneubau bleibt damit eine zentrale Aufgabe der Politik in Deutschland", erklärt Dr. Thomas Fehlhaber, Geschäftsführer der Unipor-Gruppe. Die besondere Arbeitsmarktsituation gelte es dabei zu berücksichtigen.

Zusätzlich zur wirtschaftlichen Gesamtlage beschäftigt sich die gesamte deutsche Ziegelindustrie mit der Umsetzung der Energiewende im Gebäudesektor. "Ein klimaneutraler Gebäudebestand, wie ihn die Europäische Union anvisiert, wird leider noch länger Zukunftsmusik bleiben", so Fehlhaber. Seit dem 1. Januar 2019 müssen bereits alle Bauvorhaben der öffentlichen Hand dem neuen Niedrigstenergiehausstandard entsprechen. Dieser wird im ebenfalls neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) ausgestaltet. "Die Zusammenlegung von Energieeinsparverordnung, Energieeinsparungsgesetz und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz im GEG ist zu begrüßen. Doch darf Bekanntes und Bewährtes, wie etwa die Deckelung des Heizwärmebedarfes von Gebäuden, nicht über Bord geworfen werden. Neue Bemessungsansätze wie ein EnEV-Easy-Verfahren lassen die Baukosten dagegen eher ansteigen", erläutert Fehlhaber den Standpunkt der Unipor-Gruppe. Den Neubau zu regulieren, sei allein jedoch nicht ausreichend. Dieser mache nur einen kleinen Anteil am gesamten Gebäudebestand aus und würde – auch bei höchster Energieeffizienz – hier keine Wende ermöglichen. Für eine zielführende Klimapolitik sei daher auch die Bestandssanierung notwendig, so Fehlhaber.

Ein fester Bestandteil der Arbeit von Unipor bleibe weiterhin die Forschungsarbeit. "Wir wollen Mauerwerks-Produkte entwickeln, deren bauliche Eigenschaften zukünftigen Anforderungen entsprechen. Ein weiterer Fokus liegt für uns auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung", betont Thomas Fehlhaber. Dies zeigen auch die jüngsten Neuzulassungen im Unipor-Sortiment: Die dämmstoffgefüllten Mauerziegel-Gattungen "Silvacor" und "Coriso" wurden zum Jahresbeginn 2019 um jeweils einen leistungsfähigen Ziegelneuling ergänzt.

So eigne sich der "Unipor WS08 Silvacor"-Mauerziegel bspw. besonders für den Mehrgeschossbau. Er ist eine intelligente Antwort auf die hohe Nachfrage nach bezahlbaren und nachhaltigen Mehrfamilienhäusern: Silvacor-Mauerziegel sind mit einer Dämmstoff-Füllung aus sortenreinen Nadelholzfasern versehen und vereinen als Ziegel-Holz-Hybridbaustoff Stärken aus zwei Welten. Der massive Mauerziegel leistet eine hohe Wärmedämmung sowie die im Mehrgeschossbau notwendige Tragfähigkeit – die natürliche Holzfaser-Füllung unterstützt die Wärme- und Schalldämmung zusätzlich und wirkt ressourcenschonend.

Der Anwendungsbereich des neuen "Unipor W065 Coriso"-Mauerziegels liege hingegen bei Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäusern.

Mit seinem niedrigen Wärmeleitwert von nur 0,065 W/(mK) zahlt er auf die Anforderungen an energetisch optimierte Gebäudehüllen ein. Als rein mineralisch gefüllter Hochleistungs-Dämmziegel für den Einfamilienhausbau rundet er das Unipor-Sortiment sinnvoll ab – und weist in seiner Klasse auch einen besonders hohen Schall- und Brandschutz auf.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 05/2019.

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