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Ahr-Flutgebiet

Projektbüro steuert Wiederaufbau von Straßen

Sinzig (dpa). – Zweieinhalb Monate nach der Sturzflut im Ahrtal hat ein neues Projektbüro in Sinzig seine Steuerung des langfristigen Wiederaufbaus der zerstörten Straßen begonnen. Nach Freiräumen, Schadensbegutachtung, Brückenprüfungen und provisorischer Wiederherstellung gehe es nun um die dauerhafte Wiedererrichtung des Straßennetzes mit aktuellen technischen Standards, sagte die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Daniela Schmitt (FDP) bei der Straßenmeisterei Sinzig.

Hier ist das neue Projektbüro "Wiederaufbau Ahrtal" des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in bislang drei Containern untergebracht. Bis Jahresende sollen hier laut Verkehrsministerium etwa 33 Container aufgestellt sein, um ein 35-köpfiges Team zu beherbergen. Dafür würden noch weitere Mitarbeiter eingestellt. Der Fachkräftemangel sei dabei eine Herausforderung.

Den Gesamtschaden beim sogenannten klassifizierten Straßennetz im Ahrtal bezifferte Verkehrsministerin Schmitt mit rund 250 Millionen Euro. Die Wiederherstellung werde zu 100 Prozent aus dem Wiederaufbaufonds von Bund und Ländern für die Flutschäden finanziert. Der Leiter des neuen Projektbüros in Sinzig, Stefan Schmitt, sagte, beim dauerhaften Wiederaufbau müsse nicht in Wochen und Monaten, sondern wohl in Jahren gerechnet werden. Laut Verkehrsministerin Daniela Schmitt sind gleichwohl auch mit Erleichterungen beim Landesstraßengesetz und vereinfachten Auftragsvergaben Weichen für eine zügigere Wiederrichtung der Verkehrswege gestellt worden. Solange Trassen nicht vollständig geändert würden, seien keine langwierigen Planfeststellungsverfahren nötig. Nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität waren für die bisherige Beseitigung von Hochwasserschäden beim Straßennetz rund 35 000 Arbeitsstunden nötig.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 40/2021.

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