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Alternative zur Zylinder-Variante

Drehmotor verfügt über Schwenkwinkel von zwei mal 45 Grad

Bagger und Lader, Ausstattung & Zubehör

Der JR Tilt 90 erweitert die Einsatzmöglichkeiten von Mini-Baggern.

CHAM (ABZ). - Auf beengten Baustellen geben sie Baggerfahrern den nötigen Bewegungsspielraum für Arbeiten auf kleinstem Raum.

Bei Großprojekten sorgen sie für die nötige Effizienz und Vielseitigkeit, um verschiedene Tätigkeiten durchzuführen. Die Rede ist von Drehmotoren, wie sie der Rädlinger Maschinenbau 1991 nach eigenen Angaben als erster Anbieter auf den Markt brachte.

Mehr als 20 Jahre Erfahrung hat der Rädlinger Maschinenbau inzwischen in der Schwenktechnik mit Drehmotoren. Der Rädlinger Drehmotor verfügt über einen Schwenkwinkel von 2x45° und ist in verschiedenen Größenklassen für Baumaschinen von 3,5 bis 50 t erhältlich. Dieser Drehbereich ist für fast alle Bauvorhaben mehr als ausreichend. Für die höheren Anforderungen z. B. im GaLaBau entwickelte das Unternehmen mit Sitz in Cham den JR Tilt 90. Er ermöglicht vertikales Schwenken von 2x90° und kombiniert die jahrelange Erfahrung mit neuen Features wie der integrierten Drehdurchführung zur schlauchlosen Ansteuerung hydraulischer Schnellwechsler. Das Sortiment bedient Trägergeräte mit einem Einsatzgewicht von 1,8 bis 12 t.

Seinen Kunden bietet der Baumaschinenausrüster den Drehmotor in verschiedenen Kombinationen an, entweder mit einem Schnellwechselsystem oder fest verbaut mit einem Löffel. Durch seine aufgeschraubte Aufhängung lässt sich der Rädlinger-Motor bzw. der Drehmotorlöffel schnell und einfach auf andere Trägergeräte und Aufnahmen umbauen. Mit mindestens einer der beiden Drehmotorlösungen arbeiten heute fast alle großen Bauunternehmen, u. a. das Rädlinger Bauunternehmen, dass zu einem der führenden Anbietern von Bauleistungen im Verkehrswegebau, Asphaltbau, Ingenieurbau, Wasserbau, Industriebau und Deponiebau gehört.

Auf Großbaustellen wie der Vorwegmaßnahme zum Bau eines weiteren Teilstückes der A 94 zwischen München und Passau sind immer mehrere schwenkbare Tieflöffel und Grabenräumlöffel im Einsatz. Zur Vorschüttung des Autobahndammes bewegte das Team des Rädlinger Bauunternehmens rund 400 000 m³ Bodenmasse. Bei diesen Materialmengen spielten besonders die hohen Dreh- und Haltemomente der Rädlinger Drehmotoren sowie der Überlastschutz durch das integrierte Druckbegrenzungsventil eine große Rolle. Das volle Potenzial der Schwenkfunktion erkennt man bei Planier- oder Grabenräumarbeiten. Auf der Baustelle A 94 errichteten und befestigten die Baggerfahrer eine bis zu 22 m hohe Böschung. Die Schwenkfunktion vereinfachte nicht nur die Profilierung des Hangs, sondern verkürzte auch erheblich die dafür benötigte Zeit. Zur Maßnahme gehörte auch das Hinterfüllen zweier Bauwerke durch abgetragenes Material. Dieses ließ sich mit den Drehmotorlöffeln exakt positioniert und dosiert Entladen.

Schon einige Jahre bevor Rädlinger Anfang der 90er-Jahre Drehmotoren zum Schwenken von Anbaugeräten auf den Markt brachte, begann die Suche nach einer weniger wartungsbedürftigen und störungsanfälligen Lösung zu der bisher am Markt befindlichen Schwenktechnik mit Zylindern. Bis heute wird diese als preiswertere Alternative verkauft. Daniel Meindl, Leiter Vertriebsaußendienst bei Rädlinger, bezweifelt jedoch, ob es sich längerfristig wirklich um die wirtschaftlichere Lösung handelt: "Die Zylinder-Variante ist mit gravierenden Nachteilen behaftet. Schäden an Zylindern, Verschleiß in den Lagerstellen und Buchsen, festsitzende Bolzen aufgrund mangelnder Schmierung und beschädigte oder weggerissene Hydraulikschläuche sind keine Seltenheit. Bedenkt man die Kosten, die durch den hohen Wartungsaufwand, die Reparaturen und die dadurch entstehenden Ausfallzeiten zusammenkommen, relativieren sich die Einsparungen beim Kauf oft sehr schnell."

Im Vergleich dazu werden die Rädlinger Drehmotoren automatisch über das Hydrauliköl geschmiert und sind deshalb wartungsfrei. Gegen Schäden wird der Motor mit hochfestem Sphärogussgehäuse auch durch seine Position zwischen den Aufhängungsblechen geschützt. Weitere gefährdete Bauteile sind großzügig dimensioniert und gehärtet oder wie z. B. die Hydraulikschläuche in der Aufhängung verlegt, um ein Abreißen zu verhindern. Diese Maßnahmen sollen eine spielfreie Drehbewegung und einen langjährigen, verschleißfreien Einsatz sicherstellen.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 41/2014.

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