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Altersgerechter Wohnbau in Massivbauweise

Nachhaltiges Wohnen mit modernster Technik

Das Einfamilienhaus wird in Massivbauweise mit perlitverfüllten Poroton-Ziegeln (T7-P) errichtet.

Marktheidenfeld (ABZ). – Die Argumente Nachhaltigkeit, Komfort und Energieersparnis haben Bauherren aus dem bayerischen Marktheidenfeld dazu bewogen, ein altersgerechtes und mit aktueller Smart-Home-Technik ausgestattetes Effizienzhaus 40 Plus für die zweite Lebenshälfte zu bauen. "Wir haben uns bewusst dazu entschlossen, beim Bau auf Materialien und Hersteller aus Deutschland, und speziell auch aus der nahen Region, zu setzen", erklärt der Bauherr.

Das Einfamilienhaus in Marktheidenfeld wurde in Massivbauweise mit perlitverfüllten Poroton-Ziegeln (T7-P) errichtet. Mit einer sehr guten Wärmeleitzahl von 0,07 W/(m²K) bilde der Poroton-Ziegel die Grundlage für die solide Gebäudehülle, erfülle die strengen Anforderungen von KfW-Effizienzhäusern und mache eine zusätzliche Dämmung überflüssig, so der Hersteller Deutsche Poroton. Poroton-Ziegel hätten nicht nur sehr gute Eigenschaften bezüglich Statik, Schall- und Brandschutz, teilt der Hersteller weiter mit. Sie würden auch für ein wohngesundes Raumklima sorgen und hätten eine gute Energiebilanz in der Herstellung, denn der T7-P werde klimaneutral produziert. Als Basis für die klimaneutrale Ziegelproduktion spare Poroton Energie ein und vermeide Emissionen, erläutert Poroton-Geschäftsführer Clemens Kuhlemann. "Zusätzlich setzen wir bei der Produktion unserer Ziegel auf erneuerbare Energien." Die verbliebenen CO2-Mengen, die trotz dieser Maßnahmen anfielen, gleiche das Unternehmen aus, indem es zertifizierte Klimaschutzprojekte in anderen Regionen der Welt unterstütze.

Das Haus in Marktheidenfeld hat zwei barrierearm gestalte Geschosse. Die Architektur ist modern und schlicht in der Form eines aufgelockerten Kubus. Die Fassade zur Straßenseite ist reduziert gestaltet. Sie öffnet sich zur Südseite mit einer großen Fensterfront zum Garten mit Terrasse.

Neben der Green-Code-Akustikdecke im Wohnzimmer wurde im Schlafzimmer aus optischen Gründen eine Klimatop Heiz- und Kühldecke eingebaut.

Das Besondere am Neubau des Einfamilienhauses ist seine hohe energetische Effizienz. Der als Energieberater tätige Bauherr hat sein Haus mit viel moderner Technik ausgestattet. Zur Anlage gehören unter anderem eine thermische Green-Code-Akustikdecke, die heizt, kühlt, Energie puffert und die Raumakustik verbessert. Damit alle Funktionen der Decke reibungslos arbeiten, ist die KNX-Steuerung der Smart-Home-Anlage über das Internet mit lokalen Wetterportalen verlinkt, die aktuelle Daten an den Homeserver senden. Vor einer Hitzewelle beginnt die Anlage das Haus zu kühlen, steht Frost an, springt die in die Decke eingebaute Heizung an. Zusätzlich sorgt die Steuerung dafür, dass die Pufferfunktion der Decke im Heiz- oder Kühlfall Energie für etwa 14 Tage speichert, um erneuerbare Energien dann nutzen zu können, wenn diese zur Verfügung stehen.

Eine Regenwasserzisterne und eine Grauwasseranlage ermöglichen es den Bewohnern zudem, Trinkwasser sparsam zu verbrauchen. PVT-Kollektoren auf dem Dach des Hauses und der Garage produzieren Strom und dienen über Solarthermie dazu, warmes Wasser zu produzieren. Außerdem gibt es eine Sole-Wärmepumpe mit drei 70 m tiefen Bohrungen.

Das Haus ist außerdem ein Forschungsobjekt. Mitarbeiter der Technischen Hochschule Ingolstadt führen ein Monitoring des Speichers der Akustikdecke durch. Ziel ist es, die Speicherung zu optimieren. Parallel dazu wurde das Gebäude im Rahmen einer Dissertation an der TU Wien simuliert, die Ergebnisse vom ICP Zürich validiert.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 17/2020.

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