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Am Fluss Puna Tsang Chhu in Asien

Tiefbauarbeiten im Himalaya durchgeführt

Das Unternehmen setzt eigenen Angaben zufolge bis zu fünf Bohrgeräte gleichzeitig ein, darunter Maschinen der Typen KR 806 und KR 909 von Klemm.

Wangdue/Bhutan (ABZ). – Kaum so groß wie die Schweiz ist das nördlich von Indien gelegene Königreich Bhutan. Es ist vor allem durch das Himalaya-Gebirge geprägt – mehr als 80 % der Fläche liegen rund 2000 m über dem Meeresspiegel, 7500 m hohe Berge markieren die höchsten Punkte des Landes. Viele Flüsse legen mehrere Tausend Höhenmeter zurück und schaffen damit sehr gute Voraussetzungen, um das Land mit Energie aus Wasserkraft zu versorgen. Bhutan verfolgt ambitionierte und nachhaltige energiepolitische Ziele: Das Königreich gewinnt Bauer zufolge fast seinen gesamten Strom aus Wasserkraft, überschüssige Elektrizität wird nach Indien exportiert. Seit 2009 laufen die Bauarbeiten für das Großprojekt "Punatsangchhu-1", seit 2013 die für "Punatsangchhu-2" – beide sind Wasserkraftwerke am Fluss Puna Tsang Chhu. Die Werke sind rund 80 beziehungsweise 94 km von der Hauptstadt Thimphu entfernt.

Die Bauer Spezialtiefbau GmbH war am Bau der beiden Wasserkraftwerke beteiligt. 2011 führte das Unternehmen bis zu 80 m tiefe Schlitzwände für den flussaufwärts gelegenen Kofferdamm und Injektionsarbeiten am "Punatsangchhu-1" aus. Nach einem massiven Erdrutsch, der einige Jahre später passierte, musste Bauer eine Hangstabilisierung am rechten Flussufer durchführen. 2014 setzte Bauer Injektionsarbeiten zur Abdichtung des flussaufwärts gelegenen Kofferdamms "Punatsangchhu-2" um. Diese Arbeiten schloss das Unternehmen 2015 ab. "Das Projekt 'Punatsangchhu-2' sieht den Bau eines 90 m hohen Dammes, eines Druckstollens mit einer Länge von 8,5 km und mehrerer Kavernen im Kraftwerkskomplex vor", sagt Frank Berner, Operationsmanager bei Bauer Spezialtiefbau.

Da eine unterirdische Kaverne kürzlich einstürzte, wurde Bauer im Rahmen des Projektes "Punatsangchhu-2" erneut mit Spezialtiefbauarbeiten beauftragt. Die Maßnahme wird vom Unternehmen Jaiprakash Associates Limited verantwortet. 18 000 m Bodeninjektion zur Stabilisierung des Untergrunds und 19 000 m Anker zur Rückverankerung müssen ausgeführt werden. Bauer setzt eigenen Angaben zufolge bis zu fünf Bohrgeräte gleichzeitig ein: Darunter Geräte der Typen KR 806 und KR 909 von der Klemm Bohrtechnik GmbH. "Die besondere Herausforderung bei diesem Projekt stellt die beengte Arbeitsumgebung dar", sagt Berner. "Mit etwa 18 m Breite und 8 m Höhe ist der Arbeitsbereich extrem klein, was höchste Ansprüche an die Geräte, aber auch an die Mitarbeiter stellt." Die Firma wird am Projekt "Punatsangchhu-2" eigenen Angaben zufolge rund 15 Monate arbeiten.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 14/2020.

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