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Am Rheinkai 500

"Tragende Türme" auf Baustelle vielfältig eingesetzt

NOE, Schalungstechnik

Direkt am Rhein entsteht in Mainz am Zoll- und Binnenhafen mit dem Rheinkai 500 ein urbanes Wohn- und Geschäftshaus mit über 7000 m² Geschossflächen.

 Mainz (ABZ). – Am ehemaligen Zollhafen in Mainz entsteht derzeit ein repräsentatives Wohn- und Geschäftshaus. Es ist nur 4,50 m vom Wasser entfernt, was für das ausführende Bauunternehmen allerdings eine kleinere Herausforderung darstellte. Die versetzt angeordneten Balkone und der verhältnismäßig breite Durchgang durch das Gebäude, mussten während der gesamten Bauzeit unterstützt werden.

 Eine Aufgabe, die das Turmsystem Noeprop von Noe-Schaltechnik gut meisterte. Dabei bot das System noch einen weiteren Vorzug: Es ließ sich gleichzeitig als Fassadengerüst nutzen. Seit Februar 2015 entsteht im ehemaligen Zollhafenareal von Mainz ein exklusives Wohn- und Geschäftshaus. Seine Fassadengestaltung geht auf ein Konzept des Büros Lorenzen Architekten Berlin zurück, dessen Pläne sich in einem internationalen Wettbewerb durchsetzen konnten. Das Gebäude ist ca. 91 m lang und fast 14 m breit. Es hat sechs Geschosse sowie zwei Untergeschosse und eine Tiefgarage, die sich über zwei Ebenen erstreckt (Geschossfläche 7000 m²). Die Fassade zeichnet sich durch großformatige Fenster, versetzt angeordnete Balkone und einen ca. 21 m breiten Durchgang aus, dessen großzügige Treppe das obere Hafenniveau mit der tieferliegenden Kaimauer verbindet. Ungewöhnlich ist die Lage des Objekts: Mit einem Abstand von nur 4,50 m zum Rheinufer steht es so nah an dem bekannten Fluss wie kein anderes Gebäude zwischen Mannheim und Köln.

Die Rohbauarbeiten des Gebäudes führt die Karrié Bau GmbH & Co. KG aus Mainz durch. Das familiengeführte Unternehmen übernimmt seit über 30 Jahren unterschiedliche Aufgaben im Hoch-, Tief- und Straßenbau. So war es beim Rheinkai 500 (die 500 steht für Rheinkilometer 500) u. a. für die Erdarbeiten und den Spezialtiefbau zuständig. Eine besondere Herausforderung bei der Ausführung der Bauarbeiten lag bei den Balkonen – also Bauelementen, die auf den ersten Blick recht unkompliziert erscheinen. Mit einem Gewicht von knapp 10 t mussten diese während der Bauzeit abgestützt werden, was hier allerdings aufgrund ihrer Breite und der versetzten Anordnung nicht über einzelne Tragtürme möglich war. Infolgedessen hatten die Verantwortlichen ein System zu finden, das sich über die gesamte Fassadenbreite zog und so flexibel war, dass es an die Größe der Balkone angepasst werden konnte. Um diese Aufgabe lösen zu können, vertrauten die Mitarbeiter des Bauunternehmens auf das Noeprop Traggerüstsystem von Noe-Schaltechnik aus Süssen.

NOE, Schalungstechnik

Das Noeprop Traggerüstsystem wurde für Unterstützungen und auch als Fassadengerüst eingesetzt.

Dieses setzt sich aus Alu-Deckenstützen und Alu-Stützrahmen zusammen, die montiert unterschiedlich große Tragtürme bzw. Tragtische ergeben. Darüber hinaus lässt sich das System mit Hilfe von Gerüstböden, Leiteraufstiegen und Geländerelementen zum vollwertigen Arbeitsgerüst erweitern. Beim Rheinkai 500 bot Noeprop den Mitarbeitern der Firma Karrié gleich drei Vorteile: Erstens konnten sie das System auf dem Boden vormontieren und mit Hilfe eines Krans schnell aufstellen. Zweitens verfügt Noeprop über eine hohe Tragkraft (bis zu 160 kN/Stütze). Und drittens wurde es mit wenigen Handgriffen zu einem Arbeitsgerüst ausgebaut, das die Berufsgenossenschaft ohne Weiteres abnahm.

Dabei wurden auf der Mainzer Baustelle die Stützen so angeordnet, dass im Bereich der Balkone jede Stütze eine Last von ca. 43 kN zu tragen hatte. Im Bereich des 21 m breiten Durchgangs (Brückenbauteil) war mit einer Stützlast von 47 kN/Stütze zu rechnen, wobei die Stütze eine Auszugslänge von 4,83 m hatte. Dementsprechend kam hier Noeprop 580 zum Einsatz. Sie ist für eine Last von bis zu 49,2 kN zugelassen. Mark-Christian Gälzer, Bauleiter von Karrié, sagt über das Turmsystem: "Ohne Noeprop wäre es wesentlich komplizierter gewesen die Balkone zu bauen. Dank dessen Einsatz haben wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Wir haben das Balkonproblem gelöst und eine Arbeitsbühne gleich mitgeliefert bekommen. Ich kann es nur empfehlen." Insgesamt waren ca. 3750 m² Fassadengerüst in Form von Noeprop beim Rheinkai 500 erforderlich.

Doch nicht nur beim Bau der Balkone stellte Noeprop ein unverzichtbares Hilfsmittel dar, auch bei der Errichtung des über 21 m breiten Gebäudedurchgangs war das Turmsystem unverzichtbar: Während der gesamten Rohbauzeit mussten die Decken der beiden Kelleretagen und die Decke des ersten Stockwerkes abgestützt werden. Die Unterstützung konnte aus statischen Gründen erst mit der Fertigstellung des vierten Stockwerks entfernt werden. Auch hierfür war das System wie geschaffen: Je nach Anforderungen standen dem ausführenden Unternehmen Stützen in der Länge von 1,90 bis 5,80 m zur Verfügung. Mithilfe eines speziellen Hakenschlüssels und eines Spindelwegs von 1,80 m stellten die Bauarbeiter die exakte Stützenhöhe leicht und komfortabel ein. Bei der Tragturmbreite konnten die Verantwortlichen zwischen Stützrahmen mit mindestens 0,77 m und höchstens 2,40 m wählen. Da die Noeprop-Türme bis zur Fertigstellung des Rohbaus die Decken stützen mussten, kam es vor, dass bis zu 1960 Stützen und 1730 Stützrahmen gleichzeitig auf der Baustelle waren.

Wie zufrieden die Karrié Bau GmbH & Co. KG mit den Produkten und der Leistung der Firma Noe-Schaltechnik ist, zeigt sich u. a. daran, dass sie schon seit vielen Jahren mit dem Hersteller zusammenarbeitet. Infolgedessen verwundert es nicht, dass auch andere Noe-Lösungen beim Bau des Rheinkais 500 zum Einsatz kamen. Wie z. B. die vielfach erprobte Wandschalung Noetop, die sich durch ihre Robustheit und Vielseitigkeit auszeichnet, sowie die Deckenschalung Noedeck, die durch ihre schnelle Montage besticht.

So war es beim Bau des Rheinkais 500 vorteilhaft, dass alle Noedeck-Systemteile aus Aluminium gefertigt und dementsprechend leicht sind. Zudem kommt die Deckenschalung mit wenigen Einzelbestandteilen aus. Das Fallkopfsystem ermöglicht ein zeitnahes, schnelles und leichtes Ausschalen und Umsetzen der Deckenschalung. Für die Verantwortlichen der Mainzer Baustelle war ferner noch wichtig, dass die Schalhaut der Noedeck äußerst widerstandsfähig ist. Zwar war für die Decken des Gebäudes nur Sichtbetonklasse 2 ausgeschrieben (Betonflächen mit normalen Anforderungen), da sie jedoch weitestgehend sichtbar bleiben, hatten die Mitarbeiter der Karrié Bau GmbH & Co einen eigenen gestalterischen Anspruch an das Ergebnis. Gleichzeitig mussten sie aber die Kosten im Auge behalten – das ideale Einsatzgebiet für die Noedeck.

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