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Anbauverdichter elektronisch kontrollieren

App überprüft Anpressdruck

Zur bauma präsentierte Ammann erstmals seine schweren Anbauverdichter mit elektronischer Verdichtungskontrolle.

Hennef (ABZ). – Wer bisher mit dem Anbauverdichter Flächen planierte oder Rohrleitungsgräben verdichte, konnte sich ausschließlich auf seine Erfahrung und auf sein Feingefühl verlassen. Ammann bietet nun für seine schweren Anbauverdichter APA 75/74 und 100/88, die für 10- bis 40-t-Bagger geeignet sind, eine elektronische Verdichtungskontrolle an. Bestehend aus Beschleunigungssensor und Auswerteeinheit, gibt das neue Tool dem Bediener Sicherheit über seine Verdichtungsleistung, teilt der Hersteller mit. Der Beschleunigungssensor sei fast unsichtbar und unzerstörbar in das Gehäuse des Anbauverdichters integriert. Er melde die gemessene Beschleunigung der Grundplatte während des Betriebs an die Auswerteeinheit. Ein von Ammann patentierter Algorithmus berechne, ob der durch den Baggerfahrer ausgeführte Anpressdruck des Anbauverdichters ausreiche, zu hoch oder zu niedrig sei und gebe ein Signal, sobald die Verdichtung an dieser Stelle abgeschlossen sei.

Ein unsichtbar verbauter Sensor registriert die Beschleunigung der Grundplatte und meldet dies an die Auswerteeinheit.

Um diese Meldung zu empfangen, benötige der Baggerführer nur sein Handy oder Tablet und die kostenlose Ammann App, die zunächst für Android-Geräte zur Verfügung stehe. Die Auswerteeinheit sende laufend Informationen über die Verdichtungsleistung an diese App. Einfache Symbole und Farbcodes wie ein gelber Pfeil nach oben oder ein blauer Pfeil nach unten würden dem Bediener deutlich zeigen, ob er den Druck erhöhen oder senken müsse. Ein grüner Pfeil zeige beispielsweise, dass der Verdichtungsvorgang abgeschlossen sei. Auch die Frequenz des Anbauverdichters und dessen Betriebsstunden seien auf dieser Anzeige einfach zu erkennen.

Damit der Bediener nicht zu oft auf sein Handy schauen müsse, werde die App in Kürze neben den visuellen auch akustische Signale geben, kündigt Ammann an. Sowohl der Sensor als auch die Anzeigeeinheit würden mit einer Hochleistungsbatterie betrieben. Selbst bei intensiver Nutzung müsse diese frühestens nach sechs Jahren ausgetauscht werden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 39/2019.

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