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Anhängerkran AHK 30 KS

Stärken bei Orgelaufbau zielgenau ausgespielt

Insgesamt 20 t Material transportierte der Kran auf die Empore. Dabei reichten die Ausfahrlängen bis unter das Kirchendach.

Ulm (ABZ). – Außergewöhnliche Arbeitseinsätze sind eine spannende Herausforderung – auch für die Krane der Böcker Maschinenwerke GmbH. So ein besonderer Einsatzort war kürzlich auch die Basilika St. Martin in Ulm-Wiblingen. Hier errichtete der Schwarzwälder Orgelbauer Claudius Winterhalter und sein Team im Auftrag der katholischen Kirchengemeinde Wiblingen eine aus mehr als 2500 Pfeifen bestehende neue Hauptorgel.

Während des Einbaus der Orgel mussten die Mitarbeitenden sämtliche Baumaterialien und Bestandteile des Instruments auf die Westempore der Kirche transportieren. Dazu war ein starker Helfer gefragt, der ohne Umbaumaßnahmen in den Mittelgang der Kirche passte. Die Wahl fiel auf einen Böcker-Anhängerkran des Typs AHK 30 KS, der mit starken Leistungsdaten und einer geringen Aufstellfläche überzeugte.

Während der Einbauarbeiten stand der AHK 30 KS im Mittelschiff der Basilika zwischen den Sitzbänken und beförderte rund 20 t Material in bis zu 18 m Höhe. Zu Beginn der Bauarbeiten hingen vor allem Bauteile für eine statische Verstärkung der Empore am Kranhaken, insbesondere Stahlträger und Bodenblatten für ein Holzpodest. Anschließend folgte die Installation der Orgel mit ihren Zinn- und Holzpfeifen, deren Abmessungen von "Bleistiftgröße" bis zu einer Länge von 630 cm variierten. Kleinere Pfeifen hob der Kran zusammen als Paket nach oben, die großen Pfeifen transportierte er einzeln. Doch nicht nur die Orgelpfeifen, auch das Gehäuse, den Spieltisch und die Windversorgung mit Gebläse und Balg brachte der Kran sicher auf die Empore.

Die Anforderungen an den Kran während des Orgelaufbaus waren vielfältig: Er musste sowohl die größten, etwa 150 kg schweren Orgelpfeifen für die Emporenverstärkung heben. Das schwerste Einzelgewicht erforderte eine Tragfähigkeit von 350 kg bis 400 kg. Eine Aufgabenstellung, die der AHK 30 KS gut gemeistert hat, da er Lasten von 350 kg bis zu 20 m hoch und 17 m weit transportieren kann. Maximal trägt der Anhängerkran Lasten von bis zu 1500 kg, beziehungsweise erreicht er Ausfahrlängen bis 30 m. Das Alumastpaket richtet sich dabei hydraulisch auf und wird durch einen Teleskopzylinder und Flyerketten auseinandergeschoben. Der Ausleger kann zusätzlich auf eine Länge von bis zu 9,1 m ausgezogen werden. Während der gesamten Bauphase musste der Kran emissionsfrei und geräuscharm arbeiten, da im Kirchenraum kein Verbrennungsmotor genutzt werden konnte. Mit dem 13 kW starken Elektromotor erfüllte der AHK 30 KS auch dieses Auswahlkriterium und verrichtete seine Arbeit in den Innenräumen der Wiblinger Basilika abgasfrei und umweltschonend.

Ein weiterer, entscheidender Vorteil des Böcker-Anhängerkrans AHK 30 KS habe im platzsparenden Aufbau und in der flexiblen Abstützung gelegen: Durch die individuelle Positionierbarkeit jeder einzelnen Klapp-Schwenkstützen konnten die Mitarbeitenden der AHK 30 KS auch auf engem Raum sicher aufstellen. In der Kirche fand der Kran durch seine minimale Stützbreite von 2,42 m im Mittelgang Platz, ein Ausbau der Kirchenbänke war nicht notwendig.

Sehr zufrieden zeigten sich die Verantwortlichen vor Ort auch mit der leistungsstarken Selbstfahreinrichtung des Krans, die über die Funksteuerung bedient wird. So konnte der Anhängerkran leicht rangiert und schnell zum Einsatzort in das Kirchenschiff gebracht werden. Der AHK 30 KS besitzt zudem eine Schwenkdeichsel, die bei Bedarf nochmals zu einer deutlichen Reduzierung der Rangierlänge führt. Mit der serienmäßigen Autonivellierung der Stützen erfolgte der Kranaufbau anschließend komfortabel und in kurzer Zeit. Ebenso habe der AHK 30 KS mit seiner Farbfunkfernsteuerung und der intuitiven Bedienung gepunktet. Bereits beim Kranaufbau unterstützte sie durch eine stetig aktualisierte Reichweitenanzeige, sodass der Kran passend zwischen den Kirchenbänken platziert werden konnte.

Während der Arbeiten gewährleistete die BICS (Böcker Intelligente Computerbasierte Sicherheits-) Steuerung das schwingungsarme Heben und genaue Platzieren der Orgelbauteile. Die großen Orgelpfeifen wurden mithilfe des Krans direkt eingesetzt und dadurch effizient und zeitsparend installiert. Die intelligente Steuerung unterstützte den Kranführer, indem sie automatisch den maximalen Arbeitsbereich und die Reichweite in Abhängigkeit von den Stützenpositionen sowie der angehängten Last freigab. So war sicheres Arbeiten zu jeder Zeit gewährleistet. "Die Orgelbaufirma und alle am Bau beteiligten Firmen haben die Kraneinsatzmöglichkeiten in unserer Basilika bestens bewertet", resümiert Franz Barth von der katholischen Kirchengemeinde Wiblingen. "Unsere Anforderungen an einen leichten, schlanken Kran mit großer Tragfähigkeit und hoher Reichweite hat er hervorragend gemeistert. Alle Bestandteile der Orgel und auch die schwersten Bauteile der statischen Verstärkung beförderte er zuverlässig auf die Empore. Besonders hervorzuheben ist auch die Beratung und Service von Böcker vor und während der gesamten Bauarbeiten."

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