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Anspruchsvolle Rundungen einfach formen

Werkstoff auf Polyurethan-Basis hergestellt

Der Polyurethan-Werkstoff maridur sei durch seine geschlossene und homogene Zellstruktur sehr witterungsbeständig und könne mit üblichem Schreiner- und Tischlerwerkzeug leichter als Holz bearbeitet werden, so das Unternehmen.

Stadthagen (ABZ). – Als Werkstoff ist Holz aufgrund seiner Optik und Haptik zwar beliebt, es kann aber schnell ausbleichen und in feuchter Umgebung aufquillen. Daher hat die Obo-Werke GmbH einen Werkstoff auf Polyurethan-Basis hergestellt, der Unternehmensangaben zufolge eine gute Alternative zur Arbeit mit Holz darstellt. maridur sei durch seine geschlossene und homogene Zellstruktur sehr witterungsbeständig und könne mit üblichem Schreiner- und Tischlerwerkzeug leichter als Holz bearbeitet werden.

Der Werkstoff soll sehr feuchtigkeitsunempfindlich und daher für Anwendungen im Outdoor- und Nassbereich gut geeignet sein. Nutzer könnten mit maridur leicht einheitliche Übergänge erzielen, sodass auch anspruchsvolle Formen und Rundungen einfach umgesetzt werden können, teilt das Unternehmen mit. Das Produkt ist in unterschiedlichen Rohdichten erhältlich.

"Holz ist ein hervorragender Werkstoff, mit dem ich gerne arbeite, aber durch Feuchtigkeit kann es schnell beschädigt werden", sagt Jürgen Fieger, Tischlermeister bei der Obo-Werke GmbH und für Anwendungstechnik und Vertrieb zuständig. "Außerdem besitzt Holz keine gleichmäßige Struktur, wodurch sich gerade das Fräsen von anspruchsvollen Formen als zeitaufwendig erweisen kann." Bei Holzplattenwerkstoffen sei es oftmals schwierig, Bauteile mit großem Querschnitt zu bearbeiten, da diese im Schichtaufbau verleimt werden müssen. Dadurch entstünden oft Dichteschwankungen innerhalb des Bauteils, so Fieger.

Beim Arbeiten mit dem maridur-Werkstoff würden zeitintensive Dickenverleimungen entfallen, da das Material standardmäßig bis zu einer Dicke von 200 mm ab Lager lieferbar ist. Durch die Kombination verschiedener Rohstoffe und Additive gebe es für nahezu jede Anwendung das passende Material, teilt die Obo-Werke GmbH mit. Um maridur herzustellen, gießen Anwender das Material in eine Werkzeugform und erhitzen diese. "Die Standardplatten sind ab einer Stärke von 4 bis 200 mm im Format 2000 x 1000 mm lieferbar", sagt Fieger. "Bei 'maridur 70' sind auch großformatige Platten von 2500 x 1200 bis 75 mm Stärke erhältlich." maridur könne Fieger zufolge sehr gut mit anderen Werkstoffen, wie beispielsweise mit Furnieren, Schichtstoffen und Lacken, kombiniert werden. Exakte Profil-, Fräs- und Bohrbilder könnten durch die hohe Kantenfestigkeit problemlos hergestellt werden, so der Tischlermeister.

Wird maridur bearbeitet, gibt es laut Unternehmen nur eine minimale Staubbildung. Nutzer könnten alle gängigen Schreiner- und Tischlerwerkzeuge nutzen, um das Material zu verarbeiten. Für anspruchsvolle Designs biete sich zudem das sogenannte Tiefziehen an. "Früher musste das Holzmaterial für komplexe Formen in mehreren dünnen Schichten verleimt werden", so Fieger. "Da es sich aber bei maridur um einen völlig neu entwickelten Werkstoff handelt, lässt es sich zum Beispiel auch in einer Vakuumpresse erwärmen und anschließend über die entsprechende Form tiefziehen." Auf diese Weise sei es möglich, selbst anspruchsvolle Formen wie Radiusteile oder 3D-Bauteile herzustellen.

Die Obo-Werke testen verwendete Materialien im unternehmenseigenen Labor. Daher können Mitarbeiter Schreiner und Tischler zum Einsatz von maridur beraten. Auch kann gemeinsam überprüft werden, ob bestimmte Schrauben oder Gewinde ohne Schwierigkeiten eingefügt werden können.

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