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Arbeitserleichterung

Rohre im Alleingang verlegen

Diese komplette Neuentwicklung, der mechanische Rohrgreifer mit Sicherheitsverriegelung, eignet sich für Rohre mit einem Durchmesser von 720 mm bis 1280 mm.

Erdmannhausen (ABZ). – Aktuelle Zustandsdaten der Kanäle in Deutschland zeigen Sanierungsbedarf: Mehr als 60 % aller erfassten Kanäle sind bereits mehr als 25 Jahre alt. Im Durchschnitt sind es sogar knapp 40 Jahre. Beim Verlegen der Rohre und Herstellen der Schächte und Abläufe ist umso mehr Qualität gefragt. Mit professionellem Handling-Equipment von Probst ist laut Herstellerangaben ein sicheres, effizientes und schonendes Arbeiten im Tiefbau möglich. Laut der Bestandsanalyse der DWA, der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall aus dem Jahr 2015, beläuft sich die Gesamtlänge der Kanäle in Deutschland auf 575580km, wobei sich die Summe aus Mischwasser-, Schmutzwasser- und Regenwasserkanälen in etwa zu gleichen Anteilen ergibt. Etwa ein Fünftel aller Kanalverbindungen müssen kurz- bis mittelfristig saniert werden – jährlich werden aktuell ca. 6300 km Kanal saniert. Anhand dieser Zahlen wird schnell deutlich, welche enormen Kosten auf den Steuerzahler zukommen, aber auch welch enormes Auftragspotenzial sich für Unternehmen im Kanalbau ergibt. Dennoch existiert auch hier meist ein hoher Kostendruck und ein schmales Zeitfenster zur Bewältigung der Aufgaben. Die Qualitätssicherung der gesamten Prozesskette beginnt bereits beim fachgerechten Handling und Transport der Fertigbauteile, denn selbst kleine Beschädigungen an Rohren, Schächten und Schachtringen können gravierende Auswirkungen auf die Dichtigkeit des Kanals haben.

Und genau hier setzt das Qualitätsversprechen von Probst für seine Handhabungswerkzeuge an: Schon im Wareneingang wird ein Spektralanalysegerät zur Qualitätsprüfung verwendet, damit nur einwandfreies Material verarbeitet wird. In der Konstruktion kommt die aktuellste 3D-CAD-Software zum Einsatz und Festigkeitsnachweise werden mit Hilfe von FEM-Berechnungen durchgeführt. Außerdem hat sich das Unternehmen in puncto Schweißarbeiten nach DIN-Norm zertifizieren lassen, denn Werkzeuge wie Rohrlegehaken, Rohrverlegedorn oder Rohrgreifer transportieren schwere Fertigteile. Daher kommt es vor allem bei Schweißpunkten und -nähten auf absolute Präzision an, damit die Arbeitssicherheit gewährleistet bleibt. Das Sortiment von Probst bietet für diese Arbeiten ein breites Spektrum an Werkzeugen.

Dank seiner extrem schlanken Bauweise ist der Rohrgreifer auch in sehr schmalen Gräben einsetzbar.

Wenn bei Rohrlegearbeiten wechselweise Schachtringe und Konen transportiert werden müssen, überzeugt die Schachtversetzzange SVZ-Uni-Vario, denn durch ihre zwei Greiferebenen entfällt die Umstellung beim Greifen verschiedener Fertigteile. Der Baggerfahrer kann steuern, dass sich der Aufhängepunkt für die Verlegung von asymmetrischen Konen selbstständig verschiebt. So hängen auch asymmetrische Konen exakt waagerecht. Weil eine seitliche Bewegung des Hubarms ausreicht, um zwischen "Greifen" und "Lösen" zu wechseln, ist daher kein zusätzlicher Bediener neben dem Maschinenführer erforderlich. Die galvanisch verzinkte Schachtversetzzange SVZ-Uni-Vario transportiere Konen und Schachtringe mit einer Nennweite von 65 bis 1500 mm sicher und effizient, so das Unternehmen.

Sind die Fertigteile etwas größer, ermöglicht etwa der Rohrverlegedorn RVD-4-Eco-F einem einzelnen Mann, Rohre mit einem Gewicht von bis zu 4 t abrutschsicher greifen und verlegen zu können. Ein aufwändiges Umschlingen der Rohre mit Gurten oder Ketten entfalle komplett und bringe jede Menge Zeitersparnis – und durch den mechanischen Klemmmechanismus können – so das Unternehmen – die Rohre nicht abrutschen. Mit der integrierten universellen Flanschplatte eigne sich der Rohrverlegedorn zudem für die Montage an jedem Bagger.

Wenn der Platz auf der Baustelle besonders beengt ist und der Baggerfahrer nur von oben auf die lagernden Fertigteile zugreifen kann, ist ein Rohrgreifer die erste Wahl. In verschiedenen Ausführungen hält Probst auch in diesem Segment das passende Werkzeug im Sortiment bereit – der mechanische Rohrgreifer RG-75/125-Safelock ist eine komplette Neuentwicklung und bietet das komfortable Handling von Betonrohren mit einem Durchmesser von 720 bis 1280 mm mit einem neuen Sicherheitsmerkmal: Beim Anheben des Rohres erzeugt der Greifer eine Verspannung auf das Rohr, die auch beim Absetzen des Teils erhalten bleibt. So kann ein Rohr mehrfach abgelegt und einfach wiederaufgenommen werden, bis es am gewünschten Ort platziert ist. Erreicht wird das über eine interne Verzahnung, die sich nur dann löst, wenn der Bediener diesen Vorgang bewusst einleitet. Trotz dieser erweiterten Funktion ist der Rohrgreifer mit Safelock besonders schlank konstruiert und ermöglicht das Aufnehmen von Rohren direkt von der Lkw-Ladefläche und auch den Einsatz in schmalen Gräben.

Ebenfalls mit schlanker Linie kommt der Rohrgreifer RG in zwei verschiedenen Ausführungen (RG-20/80 und RG-8/40) auf die Baustelle. Mit seiner verstellbaren Öffnungsweite kann der Bagger- oder Kranfahrer jederzeit schonend auf Rohre mit einem Durchmesser von 80 mm bis 800 mm zugreifen. Beim Zugriff auf das Rohr ragt der Rohrgreifer nur minimal über das Rohr hinaus, sodass selbst schmalste Gräben kein Hindernis für ihn darstellen.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 50/2017.

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