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Architektonische Fußspuren

Roten Backstein modern interpretiert

Architektursprache passend zum Unternehmen einzusetzen, war das Ziel von Architekt Carl Michael Römer beim Neubau des Büro- und Geschäftshauses der Hamburger Traditionsfirma Schüttfort.

Marktl/Hamburg (ABZ). – Das architektonische Gestaltungsprinzip des Schuhhauses Schüttfort in Hamburg-Bergedorf ist ebenso einfach wie überzeugend: Nach außen "fußt" das Konzept des neuen Gebäudes des mehr als 100 Jahre alten Traditionsbetriebes in Familienbesitz auf einer Interpretation des klassischen Hamburger Backsteinhauses. Die Rückseite des Gebäudes ist, mit viel Freude am Design, modern inspiriert von der runden Form eines Schuhs. Den perfekten Sitz des Fassadenmaterials garantierte nach eigenen Angaben Prefa. Handel und Handwerk haben in Hamburg goldenen Boden. Die Rautenfassade des Neubaus des Schuhhauses Schüttfort im Hansestadt-Vorort Bergedorf versinnbildlicht Kaufmannstradition und modernes Unternehmertum einer Schuhhaus-Dynastie. Architektursprache passend zum Unternehmen einzusetzen, war das Ziel von Architekt Carl Michael Römer beim Neubau des Büro- und Geschäftshauses der Hamburger Traditionsfirma Schüttfort. Deshalb schließt die Straßenfassade an die traditionelle und ortsbildprägende Architektur der großen Kontor- und Geschäftshäuser der Hansestadt, mit ihren vielen markanten Klinker- und Backsteinbauten, an. Die Rückfassade inszeniert der seiner Heimatstadt auch in seinen Arbeiten eng verbundene Planer mit zeitgemäßen Materialien von Prefa modern und in Anlehnung an den Unternehmensgegenstand in Form eines Schuhs.

Die erste Filiale wurde im Jahr 1911 in Hamburg-Bergedorf eröffnet. Heute ist das Schuhhaus Schüttfort an drei Hamburger Standorten vertreten. Das Stammhaus befindet sich in einer Fußgängerzone im Hamburger Stadtteil Bergedorf. Die belebte und beliebte Einkaufsstra-ße ist geprägt von historischen Gebäu-den und Fachwerkhäusern. Der Neubau schließt an den traditionellen Baustil der Hamburger Handelshäuser nahtlos an. "Die Vorderseite zur Straße hin ist in drei Bauteile mit Backstein- und Pfostenriegelfassade sowie großen, einladenden Glasflächen gegliedert und nimmt Bezug auf die städtebauliche Situation in diesem Gebiet", führt Römer aus. Bei seinen Neubauentwürfen ist die althergebrachte Hamburger Backsteinarchitektur ein wichtiges Element.

Die Rückseite des Neubaus, der auf einem – architektonisch herausfordernden keilförmigen – Grundstück mit 1500 m² Nutzfläche mit vier Geschossen entstand, ließ mehr gestalterischen Spielraum. "Um auch rückseitig den Bürogeschossen eine natürliche Belichtung zu garantieren, sind wir dort mit der Fassade zurückgesprungen, haben große Fenster integriert und für die MitarbeiterInnen zusätzlich eine schicke Dachterrasse gebaut", sagt Römer. Ein hipper Hingucker ist die optisch leichte Gebäudehülle der geschwungenen Fassadenform, die auf einem Backsteinsockel ruht. Mayagoldene Prefa Aluminium Wandrauten in 29 x 29 cm auf der gerundeten Fassade und ein detailreiches Satteldach, das mit Prefa Falzonal verkleidet wurde, verbinden sich mit dem traditionellen Baumaterial Backstein zu einer optisch ansprechenden und spannenden Fassadeneinheit.

Beim Satteldach fiel die Entscheidung auf ein elegantes, graues Stehfalzdach mit Falzonal. "Durch die Falztechnik wurde eine filigrane, lineare Teilung der Dachfläche ermöglicht. Die Scharen mit ca. 58 cm Breite, kombiniert mit den großzügigen Gauben, geben dem Ganzen eine markante Gliederung", so Römer. Die Dach- und Fassadensysteme von Prefa brachten für den Architekten viele Vorteile mit sich. Neben der ansprechenden Optik überzeugten die Rauten durch die optimale Verwendungsmöglichkeit bei geschwungenen Fassaden. "Besonders praktisch ist die Leichtigkeit und Formbarkeit des Materials."

So wie die Herstellung guten Schuhwerks, verlangt auch die Verlegung eines Stehfalzdaches nach höchster Genauigkeit. Beim Schuhhaus Schüttfort übernahmen das die geschickten MitarbeiterInnen des seit 100 Jahren ortsansässigen Traditions- und Familienbetriebs Fritz Schellhorn GmbH. "Die Prefa Wandraute 29 x 29 cm eignet sich optimal für die runde Fassade", erklärt Schellhorn. Die Unterkonstruktion wurde in den runden Bereichen aus Aluminium und in den geraden aus Holz gefertigt. Die Schindeln konnten direkt an der Fassade über die Rundung gebogen werden, ohne Vorbiegen. "Die Schindeln greifen ineinander, wichtig ist eine gute Vorarbeit und exaktes Messen." Neben der besonderen Optik waren für Bauherrn, Architekt und Verarbeiter bei diesem Projekt vor allem die Faktoren Langlebigkeit, Wetter- und Sturmsicherheit und natürlich der Farberhalt entscheidend.

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