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Architektur, Materialien, Systeme

Ausstellungsbereiche der BAU 2019 – Teil 3 und 4

Die Jugendherberge in Bayreuth vereint in ihrem Dach funktionale Anforderungen mit gestaltenden Aspekten.

München (ABZ). – Die BAU 2019 findet vom14. bis 19. Januar 2019 inMünchen statt und ist so groß wie nie: Auf 200 000 m² Hallen-fläche präsentiert die Messe Architektur, Materialien und Systeme für den Wirtschafts-, Wohnungs- und Innenausbau im Neubau und im Bestand. Dabei werden auch Aluminium, Glas, Bodenbeläge, Schloss/Türen/Fenster sowie Dachbaustoffe, Stahl und Bauchemie/Bauwerkzeuge zu erwarten sein. Aluminium: Das Metall zeichnet sich nicht nur durch Stabilität und Korrosionsbeständigkeit aus, sondern auch durch die Möglichkeit der Wiederverwertung. Als Baumaterial ist es nach Angaben der Messe München für vielfältige Einsatzmöglichkeiten prädestiniert. Die Robustheit des Materials bedingt demnach insbesondere seine häufige Verwendung bei Verschattungselementen, aber auch bei Fensterprofilen. Das System "Seamless" ermöglicht eine nahezu rahmenlose transparente Architektur: Das Glas des Schiebe-Festflügels wird durch ein eigens entwickeltes Anschlussprofil mit der Fassadenkonstruktion verbunden, die Kopplung durch den filigranen Fassadenpfosten verdeckt. Der Baukörperanschluss erfolgt verdeckt liegend, da Fassadenriegel und Schiebeblendrahmen bündig in Boden, Wand und Decke montiert werden. So entsteht eine Verbindung von zwei hochwärmegedämmten Konstruktionen mit fließendem Übergang zwischen Schiebe- und Fassadensystem. Auf der BAU präsentieren Hersteller Anwendungsbeispiele und Produkte für Fenster, Türen und Fassaden inkl. Schiebe-, Lüftungs- und Sicherheitssystemen.

Glas: Längst hat Glas in der modernen Architektur seinen festen Platz eingenommen. Doch damit verbundene Annehmlichkeiten stehen Herausforderungen gegenüber: Einen Fokus bilden auf der kommenden BAU Lösungen zu Sonnen-, Wärme- und Lärmschutz sowie Lichtlenkung. Hier verspricht das druckentspannte Isolierglas neue Möglichkeiten: Während konventionelles, hermetisch abgeschlossenes Isolierglas infolge hoher Klimabelastungen ein Verformen oder sogar Brechen des Glases bewirken kann, ermöglicht druckentspanntes Glas den Druckausgleich zwischen Scheibenzwischenraum und Atmosphäre: Das Glasbruchrisiko wird so verringert, die Integration von Sonnen- und Witterungsschutz in den Scheibenzwischenraum erleichtert. Weitere positive Effekte sind größere Bautiefen mit verringerten Wärmebrücken und die Verbesserung der Luftschalldämmung. Hersteller im Segment Glas präsentieren Neuheiten zu Glasbaustoffen, Folien und Glaskonstruktionen.

Bodenbeläge: Hersteller zeigen eine Vielfalt an elastischen und textilen Belägen – an Parkett, Laminat, Terrassendielen, Leisten und Profilen –, aber auch Lösungen zur Verlege- und Anwendungstechnik. Hinsichtlich des Materials setzen die Themen Nachhaltigkeit und ökologische Verträglichkeit einen Schwerpunkt – etwa in Form "wohngesunder" Designböden, die frei von PVC und Weichmachern sind. Auch wasserfeste oder feuchtraumgeeignete Laminatböden sind stark im Kommen. In Sachen Design ist ein Fest der Farben zu erwarten, auch bei Strukturen und Dekoren ist Vielfalt Trumpf. Bei Vinyl- und Laminatböden werden zudem die Möglichkeiten des Echtholz-Imitats ausgeschöpft – sei es durch die haptische Oberflächengestaltung, sei es durch ein aufwändiges Digitaldruckverfahren, das die Dekorwiederholung minimiert. Bei Echtholzböden erfreut sich die Eiche weiter großer Beliebtheit und im gehobenen Innenausbau feiert die Fischgrätverlegung von Parkett ihr Comeback.

Schloss/Beschlag/Sicherheit/Türen/Fenster: Die Digitalisierung erfasst Arbeitswelt und private Räume in zunehmendem Maße. Smarte Bauelemente wie automatisch betriebene Garagentore ermöglichen ein Mehr an Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit: Lösungen für Zentralverriegelung, Einbruchalarm oder die Statusmeldung für geöffnete/geschlossene Fenster werden zunehmend nachgefragt. Die erforderliche Antriebs-, Sensor- und Steuerungstechnik wird stetig einfacher und kostengünstiger, die Steuerung über Funk ermöglicht auch die Nachrüstung im Bestand. Vor diesem Hintergrund zeigt das ift Rosenheim die Sonderschau "Smart WinDoor TripleS – Bauelemente Smart Safe Secure". Am Modell einer Wohn- und Arbeitswelt wird hier der Einsatz intelligenter Bauelemente, Antriebe, Sensoren und Sicherheitssysteme demonstriert.

Dachbaustoffe: Angesichts des Klimawandels mit immer häufigeren und schwereren Unwettern gewinnt die Widerstandsfähigkeit gegen Wetterextreme an Bedeutung. Insbesondere am Dachrand richten Windsogkräfte Schäden an, was in der Folge zur Zerstörung der gesamten Abdichtung führen kann. Die Standsicherheit der Dachrandprofile wird in den Fokus gerückt.

Flachdächer stellen Planer und Hersteller bezüglich Abdichtung und Entwässerung vor Herausforderungen. Eine im Jahr 2017 eröffnete Jugendherberge in Bayreuth vereint in ihrem Dach z. B. funktionale Anforderungen mit gestaltenden Aspekten. Das futuristisch anmutende, dreiflügelige Dach wurde nach Informationen der Messe München mit einer selbstklebenden Dach- und Dichtungsbahn mit einer Hochpolymerlegierung aus Ethylen-Vinyl-Acetat-Terpolymer (EVA) und Polyvinylchlorid (PVC) abgedichtet. Die helle, glatte Oberflä-che erweist sich als schmutzabweisend, durchwurzelungs- sowie rhizomfest und reflektiert die Wärmestrahlung. Neben Dachziegeln und Dachbaustoffen werden Lösungen zu Dachfenstern und -öffnungen sowie zu Kaminbaustoffen vorgestellt.

Stahl: Das Baumaterial Stahl kommt nicht nur in Hochhäusern und Brücken zum Einsatz, sondern ist auch aus dem Hochwasser- und Erdbebenschutz, dem Wohn-, Industrie- und Gewerbebau sowie aus intelligenten Fassaden nicht wegzudenken. Messebesucher können sich über Edelstahlanwendungen, über Profile, Bau- und Fassadensysteme, aber auch über Zink- oder Kupferoberflächen und -systeme informieren. Bauchemie/Bauwerkzeuge: Relevante Anwendungsbereiche sind insbesondere Energetische Sanierung, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Weitere Informationen: www.bau-muenchen.com.

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