Atlas feiert Jubiläum

60 Jahre Baggerwerk in Ganderkesee

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Atlas fertigt die Baggermodelle in den verschiedenen Hallen des Werks auf einer Gesamtfläche von 115.000 Quadratmetern.

Ganderkesee (ABZ). – In Ganderkesee laufen heute jährlich 800 bis 1000 Bagger und Radlader vom Band.1960 wurde die Produktionsstätte eröffnet. Die Atlas-Tradition nahm vor 101 Jahren ihren Ursprung: Hinrich Weyhausen gründete das Unternehmen 1919 in Delmenhorst ursprünglich als kleine Werkzeugschmiede. Seit 1955 wurde dann dort der AB 1500 produziert. Die Geräte und Maschinen waren zu der Zeit schon weltweit gefragt, erläutert das Unternehmen. Die Produktionsstätte in Delmenhorst konnte die ständig wachsende Liste der Aufträge nicht mehr abarbeiten. Es musste ein weiteres Werk gebaut werden, ausschließlich für Bagger und zwar in Ganderkesee. Der damalige Bürgermeister Georg von Seggern wollte den Ort industrialisieren und war passenderweise ein Freund Weyhausens, erläutert das Unternehmen. So bot der Politiker dem Unternehmer ein Grundstück mit eigenem Bahnanschluss an. Schon war der Deal perfekt und Hinrich Weyhausen erweiterte die Produktionsstätten nach Ganderkesee.Die "Zeremonie" zur Eröffnung des Baggerwerkes fand am 27. Juni 1960 statt – nach der Frühstückspause und mit einer Ansprache von Hinrich Weyhausen, vor etwa 20 Arbeitern und quasi unter freiem Himmel, denn das Dach über der damals 40 x 100 Meter großen Werkshalle war noch nicht eingedeckt.

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Die Atlas-Belegschaft in Ganderkesee. Fotos: Atlas

Währenddessen wurde im Hof eine Lkw-Ladung "2nd-hand-axes" aus US-Militärbeständen angeliefert. Von Weyhausen unter der Hand gekauft, denn es musste produziert werden. Zum einen den AB 1500, gefolgt vom AB 1200 (auch als "Maikäfer" bekannt) und ab 1967 den AB 1302, "Everybodys darling". Die Nachfrage nach dem AB 1302 wurde so groß, dass die Produktionszahlen alles in den Schatten stellten, was bis dato im Hauptwerk in Delmenhorst fabriziert worden war. Die Mitarbeiter arbeiteten sogar nachts, um die Nachfrage zu bedienen. Der erwirtschaftete Überschuss wurde in den Ausbau des Werks investiert.So waren in der Zeit schon weitere Werkshallen und etliche Nebengebäude entstanden; Büroräume, eine Lackiererei, ein umfassendes Teile- und Ersatzlager und eine Tischlerwerkstatt. Es wurde mehr Personal eingestellt, es gab ausreichend Material, Maschinen, Prüfgeräte und bereits eine Abteilung für "Entwicklung & Erprobung". Atlas baute eigenen Angaben zufolge bereits damals Bagger mit "feinfühliger Hydrauliksteuerung und Arbeitsweise, leicht und stabil."In der modernen Fertigung laufen heute jährlich 800 bis 1000 Bagger und Radlader vom Band. Atlas fertigt die Baggermodelle in den verschiedenen Hallen des Werks auf einer Gesamtfläche von 115.000 Quadratmetern, nach neuesten Umweltschutzstandards, betont das Unternehmen, bis hin zum fine-tuning der Maschinen.Im Entwicklungszentrum werden neuartige Kran- und Baggertechnologien entwickelt und getestet. Auf dem Terrain sind zudem Sparten der Firmengruppe wie Atlas Group Services GmbH (AGS) und Spare Parts Services GmbH (SPS) angesiedelt."Wir stellen Premiumqualität 'Made in Germany' her", sagt Brahim Stitou, Geschäftsführer der Atlas GmbH. Durch das Bestreben, immer sehr nahe am Kunden und an den Fahrern zu sein, habe Altas einen deutlichen Wettbewerbsvorteil erreicht. Stitou lädt Kunden und Händler regelmäßig zum Austausch in das Werk ein. "So können bei der Diskussion um die Perfektionierung eines Produkts maßgebliche Erkenntnisse direkt in der Fertigung gewonnen werden", erklärt er. Dies könne eine ganze Produktlinie beeinflussen.Die Wege von den Büros der Verwaltung im ersten Stock des Hauptgebäudes bis an die Produktionsbänder sind nicht weit, die Konstruktionsabteilung und das Prüfungszentrum sind noch näher dran. Es herrscht nach eigenen Angaben "ein Miteinander auf allen Ebenen" bei Atlas.

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