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Auf die Schippe genommen

Ei, Ei

Es ist als das "Sonnen-Vitamin" bekannt: Neben der Aufnahme aus der Nahrung versorgen wir uns im Sommerhalbjahr meist selbst genügend mit Vitamin D. Doch im dunklen Winterhalbjahr reicht die Versorgung über diesen Weg meist nicht aus und es kommt bei vielen Menschen zu einem Mangel. In dieser Zeit wird deshalb die Versorgung über die Ernährung besonders wichtig. Eier haben z. B. einen recht hohen Vitamin-D-Anteil. Forscher haben sich nun dem Ziel gewidmet, das Versorgungs-Potenzial von Eiern noch zu steigern. Die Idee war es, die natürliche Vitamin-D-Produktion von Hühnern mithilfe von UV-Lampen in den Hühnerställen anzuregen, das Federvieh sozusagen ins Solarium zu schicken. In zwei Betrieben testeten die Wissenschaftler zwei unterschiedliche Hühnerrassen, verschiedene Lampentypen sowie diverse Beleuchtungszeiten mit UV-Licht. Wie die Forscher berichten, kamen sie zu erfreulichen Ergebnissen: Der Vitamin-D-Gehalt der Eier war nach drei Wochen mit einer täglichen UV-Beleuchtung von 6 Std. um das Drei- bis Vierfache angestiegen. Die Fachleute stellten außerdem fest, dass die Tiere durch das ungewohnte Licht nicht gestört wurden. Weder mieden sie die speziell ausgeleuchteten Bereiche, noch legten sie ein anderes ungewöhnliches Verhalten an den Tag. Das Fazit der Forscher ist daher eindeutig: Der Ansatz, Hühner ins Solarium zu schicken, um den Vitamin-D-Gehalt der Eier zu erhöhen, ist praktikabel und mit dem Tierschutz zu vereinbaren. Demnächst landen dann also Sonnen-Eier auf dem Frühstückstisch. Vielleicht bekommen die Hühner als nächstes auf der Sonnenbank noch eine Entspannungs-Massage, dann kann sich der Verbraucher auch noch auf zartere Schenkel freuen . . .

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 27/2019.

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