Auf die Schippe genommen

Exodus

Wenn Frauen zur Bronzezeit auf Partnersuche "gingen", war das mit dem "Gehen" scheinbar im wahrsten Wortsinne zu verstehen. Forscher in Bayern wollen jüngst Belege dafür gefunden haben, dass eine Vielzahl von Frauen vor rd. 4000 Jahren – also lange bevor sich alle elf Minuten ein Single über eine App auf dem Smartphone verlieben konnte – lange Strecken von teils hunderten Kilometern zurücklegten, um auf weit entfernten Höfen einen Partner zu finden. Dabei hätten sie nicht nur ihre Qualitäten als bessere Hälfte im Ehe-Duett mitgebracht, sondern auch entscheidend zur Verbreitung nützlichen Wissens, bspw. zu Techniken der Metallverarbeitung, beigetragen.

"Früher war doch alles besser", mag sich der ein oder andere Geschlechtsgenosse jetzt sagen. Braucht es doch in Zeiten, wo man Menschen unterschiedlichen Geschlechts und sexueller Orientierung zu Hauf überall findet, einiges an Überzeugungskraft oder ein Kamerateam von RTL, um potenzielle Partnerinnen von weit her (zuweilen auch nur aus der direkten Umgebung) an den eigenen Hof zu locken. Abgesehen von der Übermittlung ganz allgemeiner Überlebenstechniken (Waschmaschine bedienen, Nahrung zubereiten, korrektes Ankleiden etc.), spielt der Wissenstransfer, speziell zum Thema Metallverarbeitung, bei der Vereinigung zweier Menschen mittlerweile auch eine eher untergeordnete Rolle. Für viele beginnt der lange Marsch heute erst, nachdem der Goldschmied seine Arbeit getan hat.

ba

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