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Auf die Schippe genommen

Games

Von Robert Bachmann

Einer der wenigen Wirtschaftszweige, der in diesen Tagen wohl nicht von Rezessionssorgen umgetrieben wird, ist die Spieleindustrie. Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen treiben die Verkäufe in den digitalen Onlineshops derzeit massiv an. Selbst die Weltgesundheitsorganisation rät aktuell zu Videospielen gegen die häusliche Langeweile und den Drang, sich im Freien unter Menschen zu begeben. Doch auch unter den Gewinnern der Krise muss es Verlierer geben. Dazu gehört die beliebte Fantasie-Tierchen-Hatz "Pokémon Go". Motivierte die Handy-App noch bis vor Kurzem zu ausgiebigen Spaziergängen im Freien, mussten die Entwickler jetzt kurzerhand drastische Änderungen am Spielprinzip vornehmen. "Pokémon Don't Go" lautet die neueDevise. Gesammelte Eier schlüpfen nun auch von selbst, statt erst nach einer zu Fuß absolvierten Wegstrecke. Wichtige Items, die sonst anbestimmten Wegpunkten eingesammelt werden mussten, gibt es im spieleigenen Shop nun für einen symbolischen Betrag in Spielwährung. Couchkartoffeln dürften sich darüber freuen, bewegungshungrige Zocker müssen ihre gewohnte Jagdrunde jedoch fürs Erste aufs Laufband oder den Hometrainer verlegen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 15/2020.

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