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Auf die Schippe genommen

Malle

Die Corona-Krise entwickelt sich mehr und mehr zur internationalen Beziehungsprobe. In Summe haben die Mitgliedsstaaten der EU diese vorerst bestanden, nachdem sie sich in Brüssel zu einem historischen Kompromiss in Sachen Wirtschaftshilfen durchgerungen haben. Ein ganz spezielles binneneuropäisches Liebesverhältnis steht dafür seit kurzem auf der Kippe. Die Rede ist vom Dauerurlaubsflirt zwischen Deutschland und der Baleareninsel Mallorca. Geprägt von Alkoholexzessen und Vergnügungssucht war diese Paarung schon immer etwas toxisch. Auch die Pandemie-bedingte Beziehungspause konnte daran offensichtlich nichts ändern. Kaum waren die Tore von Bier- und Schinkenstraße wieder geöffnet, brachen sich bei den touristischen Horden sogleich alte Unsitten Bahn. Die Beziehung endet vorerst wie so viele: Einer ist sauer, der andere kapiert es nicht, muss aber trotzdem ausziehen. Während man am Ballermann nun die wirtschaftlichen Kollateralschäden des jüngsten Ausbruchs der teutonischen Grippe ausbadet, sammelt sich der deutsche Partytouristenmob bereits an den Stränden Bulgariens. Gegen das Virus wird man sich wohl irgendwann impfen können. Gegen Plagen wie diese ist hingegen leider noch kein Kraut gewachsen. rb

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