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Auf die Schippe genommen

Megxit

Das aktuelle Drama im britischen Königshaus hat schon etwas Beruhigendes. Auch 2020 müssen wir uns beim Blick in die Tageszeitung nicht ausschließlich mit ernsthaften Krisen – etwa im Iran, beim Klimawandel oder in Omas Hühnerstall – beschäftigen. Die täglichen Megxit-Meldungen nehmen sich da wie kleine Wohlfühloasen in der ansonsten eher beängstigenden Berichterstattung aus. Ein wenig wie der Brexit im Kleinformat, mit deutlich geringerer Fallhöhe und reichlich Stoff für künftiges Popcorn-Kino. Verlässlich wie eine TV-Soap spulen die Queen und ihre illustre Verwandtschaft zum Jahresbeginn ihre altbekannte Skandal-Revue durch. Das schwarze Schaf, das die royale Etikette dieses Mal ins Wanken bringt, spielen Prinz Harry und seine TV-Star-Gattin Meghan. Und der Zuschauer darf kosten- und risikofrei mitbangen, ob der vom monarchischen Glauben abgefallenen Familie die Flucht ins einfache Bürgertum und in die finanzielle Unabhängigkeit gelingen mag. Bei letzterem könnte das Millionen-Erbe der verstorbenen Mutter vielleicht helfen. Ob sich der Thronfolger aus der letzten Reihe aber auch der royalen Winke-Verpflichtungen entledigen können wird, bleibt weiter offen. Zum Glück für alle, denen das Dschungelcamp in diesem Jahr zu langweilig ist. rb

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