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Auf die Schippe genommen

Notizen

Zwei Japanerinnen haben den Papierkonsum in ihrem Land auf eine neue Ebene gehoben und auf dem Schreibwaren-Markt eine Lücke gefüllt. Moeka Hoda und Kanako Murakami nahmen vor zwei Jahren an einem Brainstorming-Projekt nationaler Druck-Unternehmen teil. Das Thema lautete: "Lösungen für die Probleme der Welt". Mit Problemen der Welt waren Beschwerden gemeint, die Menschen in sozialen Medien äußerten. Eine Beschwerde interessierte Moeka Hoda und Kanako Murakami besonders: "Es ist peinlich, dass mein Magen im Unterricht Geräusche macht." Sie kannten das Problem. Sie wollten es lösen und hatten eine Idee: Warum nicht einfach diskret essen, was man im Unterricht oder im Meeting ohnehin dabei hat? Also konzipierten sie ein Schreib-Set zum Verzehr: 9-mal-7-Zentimeter-Notizblätter aus Esspapier an einem Füller mit genießbarer Tinte. Seit 1. April kann der essbare Notizblock online bestellt werden. Notizblock und Füller kommen in einem Karton. Der Karton ist nicht essbar. Aber im Deckel ist ein Symbol. Wenn man es rubbelt, duftet es. Vier Duftnoten gibt es: Vanille, Erdbeere, Orange, Curry. Der Ess-Notizblock selbst ist "geschmacks- und geruchsneutral", heißt es in der Produktbeschreibung. Das Bauchgrummeln ist dann vorbei. Allerdings wäre es gut, wenn der Bauch jetzt die Notizen vorlesen könnte und nicht alles Geschriebene in den Tiefen des menschlichen Körpers verlorengeht . . . aw

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