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Auf die Schippe genommen

Zocken

Dass Eltern abwinken, wenn ihre Sprösslinge ihnen das Gamepad für eine Runde FIFA 19 oder den Nintendo Wii Controller für eine Runde Kegeln in die Hand drücken, ist nichts Ungewöhnliches. Dass dann stattdessen Omas und Opas bei Controller oder gar VR-Brillezugreifen und sie sich damit vordie Playstation, den PC oder an die Nintendo-Konsole setzen, ist eher eine Ausnahmeerscheinung. Aber nicht für das Team von "Seniorenzocken", das aus Frauen und Männern besteht, die alle 70+ sind. Der Kanal wurde 2015 aus der Taufe gehoben, hat mehr als 400 000 Abonnenten und verzeichnet mittlerweile insgesamt bereits mehr als 24 Mio. Videoabrufe. Einen großen Push erhielt der Kanal in der Anfangszeit durch die Schützenhilfe des Youtubers ConCrafter. Auf der Gamescom 2017 machte ConCrafter einen Livestream mit den Senioren, auf den diese wiederum auch mit einem neuen Video reagierten – ein Marketinginstrument, dass sich für beide offenbar auszahlte, denn die Zugriffszahlen der Kanäle stiegen dadurch immer weiter an. Bei den Genres gibt es bei "Senioren zocken" kaum Beschränkungen; die spielenden Best-Ager probieren fast alles aus – wie z. B. den Wrestlingtitel WWE2K18. Seit kurzen hat dasTeam von "Senioren zocken" auch eigenes Merchandise am Start.Kurz vor Weihnachten präsentierten sie ein erstes gebrandetes T-Shirt. Bestellen lässt es sich über diekurz vor Jahresende erschienene App "Senioren zocken Emoji App + GIFs, Sticker", die – wie der Name bereits verrät – witzige Sticker, Emojis und GIFs der Senioren bie-tet. Die Politiker haben doch beschlossen, dass jeder sich selbstum die Rentenlücke kümmern muss. So kann dann eben ein Nebenjob heutzutage auch aussehen. Und wer weiß, morgen programmieren die 70+ die KI-Systeme dieser Epoche. aw

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 05/2019.

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